6

Ochs am Berg Der Ochsenkopf im Fichtelgebirge

Der Ochsenkopf ist der bekannteste Berg Oberfrankens. Mit seinen 1.024 Metern Höhe ist er das ganze Jahr ein beliebtes Freizeitziel.

Stand: 10.07.2015

Blick zum Schneeberg | Bild: BR/Ulrike Nikola

Der Ochsenkopf ist mit 1.024 Metern Höhe aber "nur" der zweithöchste Berg im Fichtelgebirge: im Winter ideal zum Skifahren, Schneeschuhwandern, Rodeln, Langlaufen und Skaten, im Sommer wunderschön zum Wandern, Walken, Sommerrodeln und Mountainbiken.

Der Trampelpfad führt am Weißmain entlang auf den Ochsenkopf.

Der für viele schönste Aufstieg zum Ochsenkopf führt am Weismain entlang bis zu seiner Quelle und dann zum Gipfel. Aber der Reihe nach: Am Fuße der Seilbahn in Bischofsgrün geht es links in den Wald hinein zum plätschernden Weismain. Fast eine Stunde lang windet sich nun ein malerischer Trampelpfad am Bach entlang. Das Wasser umspült große Felsbrocken und moosbewachsene Steine und klingt ständig anders - mal gurgelt oder tröpfelt oder rauscht es. An besonders heißen Tagen ist es hier im Wald am Bach entlang herrlich schattig und erfrischend kühl.

Viele Dichter und Denker wandelten durch das Fichtelgebirge, und so verläuft die Wanderung zum 929 Meter hochgelegenen Weismainfelsen auch ein Stück auf dem Goetheweg. Über Stufen gelangt man zwischen den imposanten Felsblöcken hindurch auf die Aussichtsplattform und blickt unter anderem auch auf den benachbarten Schneeberg, den mit 1.051 Metern höchsten Gipfel im Fichtelgebirge.

Schier unvorstellbar, dass aus dem Rinnsal der breite Main wird.

Nun geht es noch einen halben Kilometer durch den Wald, dann ist die Weismainquelle erreicht und die Vorstellung, wie aus dem kleinen Rinnsal später der breite Main wird, durchaus beeindruckend. Hier an der Quelle beginnt auch der über 500 Kilometer lange Main-Wanderweg bis zur Mündung. Doch zum Gipfel des Ochsenkopfs geht es in die andere Richtung weiter, noch ungefähr eine halbe Stunde bergauf, immer dem schwarzem "M" auf gelbem Grund nach.

Der Stierkopf im Felsen am Gipfel verleiht dem Ochsenkopf seinen Namen.

Spätestens oben am Gipfel stellt sich dann die Frage: Warum heißt der Ochsenkopf eigentlich Ochsenkopf? Gibt es da vielleicht irgendwo einen Stein, der aussieht wie ein Ochsenkopf? Nein, das nicht, aber es gibt ein Denkmal. Man muss am Gipfel nur dem Schild "Wahrzeichen" folgen und nach wenigen Metern sieht man den in Fels geschlagenen Stierkopf. Er könnte ein Symbol für den slawischen Gott Radegast sein, aber auch ein Zeichen der Alchemisten oder der Sage nach, ein Ochse, der einem Bauern hier oben verloren ging.

Beliebtes Wandererziel ist der Asenturm am Ochsenkopf.

Wie dem auch sei, ein paar Schritte weiter gibt es nicht nur den "Ochs am Berg", sondern auch den Ochsen auf dem Teller. Martin Reichenberger, der Wirt des Asenturmes, serviert zum Beispiel ein Ochsenrückensteak saisonal mit Pfifferlingen oder den Ochsenkopfteller, ein deftiges Brotzeitbrettl mit verschiedenen Wurstwaren aus der Region.

Mountainbiker finden anspruchsvolle Wurzelwege auf den Ochsenkopf.

Nicht nur Wanderer stärken sich hier, sondern auch viele Mountainbiker, die auf den technisch anspruchsvollen und teils verblockten Wurzelpfaden über tausend Höhenmeter zurücklegen - eine echte Ochsentour auf den Ochsenkopf, garniert mit einem belebenden Sprung in den Fichtelsee zum Abschluss. Zu Fuß dauert der recht steile und steinige Abstieg hinab zum Ausgangspunkt eine knappe Stunde - schneller geht's mit der Sommerrodelbahn.

Karte: Ochsenkopf

Interaktive Karte - es werden keine Daten von Google Maps geladen.

Karte: Ochsenkopf


6