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Eine Alternative am Großglockner Die Salmhütte

Die erste Hütte in den Ostalpen wurde lange vor der Gründung des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins gebaut: 1799 vom damaligen Kärntner Bischof Franz Xaver von Salm. Bis heute ist es eine ruhige Alternative für den Glocknerauf-stieg.

Von: Georg Bayerle

Stand: 15.06.2019

Eine Alternative am Großglockner | Bild: BR; Georg Bayerle

Die Salmhütte (2644m) steht genau da, wo das raue Urgestein der Gipfel auf der Südseite des Großglockners ins sanfte Grün der Wiesen und Matten des Leitertals übergeht – hart an der Grenze der Fels- und Eiswüste des Hochgebirges.

Über der Hütte steht der Großglockner

An so einem Platz strahlt eine Hütte besondere Heimeligkeit aus. Seit 1799 steht sie da und in diesen 220 Jahren wurde mehrmals um- und neugebaut. Direkt von der Hüttenterrasse fällt der Blick auf Österreichs höchsten Berg, den Großglockner. Trotz der besonderen landschaftlichen Schönheit und Stille aber ist es heute um diesen Weg der Erstbesteiger auf den Großglockner ruhig geworden.

Umbau und Modernisierung der Küche

Der Gastraum, schlicht und behaglich

2017 sind die Küche und die alte Hütte um einen kleinen, geschmackvollen Holzbau erweitert worden – ein angemessenes Ambiente für das kulinarische Angebot von Hüttenwirtin Helga Pratl, für das sie mit ihrem Team selbst als Trägerin schuftet: Denn eine Materialseilbahn gibt es nur zur Glorerhütte, die hinter dem nächsten Bergkamm liegt. Mit großer Seelenruhe, viel Herz und Elan erfüllt die ehemalige Langläuferin diesen besonderen Platz mit ihrer guten Energie. Grade wer vom Großglockner herunterkommt fühlt sich wie in einer Oase – auf einem Plateau, von dem aus das tief eingeschnittene Leitertal Richtung Heiligenblut führt. Und so überträgt sich diese besondere Stimmung auch auf diejenigen, die auf der Salmhütte Station machen. An einem der Anfangspunkte der alpinistischen Geschichte der Ostalpen, der seine entrückte und wilde Lage über die Jahrhunderte bewahrt hat.

Karte: Die Salmhütte

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Karte: Die Salmhütte


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