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Stein-und aussichtsreiche Familientour in Südtirol Stoanamandl-Wanderung am Gitschberg

Die Almenregion Gitschberg-Jochtal in Südtirol ist ideal für Wanderungen mit der ganzen Familie. Da gibt es zum Beispiel den Panoramaweg zu den Stoanamandln und weiter zur Anratter Hütte. Aufgrund der Nähe zum Alpenhauptkamm kann das Wetter aber schnell wechseln und das Panorama zuweilen in Wolken verschwinden, wovon man sich aber nicht abschrecken lassen sollte.

Von: Michaela Sachenbacher

Stand: 19.09.2020

Eine stein-und aussichtsreiche Familientour in Südtirol | Bild: BR; Michaela Sachenbacher

Von Vals geht es mit der Bergbahn Jochtal auf rund 2000 Meter hinauf und dann unter kundiger Begleitung von Wanderführerin Steffi zu Fuß los.

Rast am Erlebnispark Jochtal

Steffi verweist auf die schneebedeckten Gipfel der Stubaier Alpen im Nordwesten und die Felszacken der Dolomiten im Südosten. Ziel ist die 2117 Meter hoch gelegene Panorama-Plattform Stoanamandl, das erste Stück in Richtung Ochsenboden lässt sich sogar mit dem Kinderwagen bewältigen. Vorbei an verblühten Almrauschwiesen erreicht man zunächst den Erlebnispark Jochtal – einen Abenteuerspielplatz für die Kleinen. Ob es so etwas am Berg bracuht, sei dahingestellt, aber den Kindern gefällt das natürlich.

Aufbruch von der Plattform Richtung Anratter Hütte

Weiter geht es zu den Stoanamandln. Je näher wir ihnen kommen, desto dichter wird der Nebel, der für eine mystische Stimmung sorgt – passend zu den Steinmandln, die nach einer knappen Stunde Fußmarsch und rund 150 Höhenmetern aus dem Nebel auftauchen. Früher waren sie Wegweiser für die Hirten, später auch für die Wanderer, und heute haben sie fast schon eine Art spirituelle Bedeutung erlangt. Fast jeder, der hier vorbeikommt baut sich ein Stoanamandl.

Anratter Hütte auf 1.850m

Bei schönem Wetter könnte man von hier auch die Marmolada sehen, die Königin der Dolomiten. So aber peilen wir das nächste Ziel, die Anratter Hütte, und den Einkehrschwung an, der natürlich bei jedem Wetter funktioniert. Nach einer Dreiviertelstunde, erst über Stock und Stein, dann durch den Wald und vorbei an vielen Preiselbeersträuchern und Wacholderstauden, ist die Anratter Hütte auf 1850 Meter Höhe erreicht. Wirt Wastl begrüßt uns mit einem Stamperl Schnaps. In der Hochsaison fängt er um vier Uhr in der Küche an, denn seine Spezialität sind Knödel. Die 16 verschiedene Sorten machen viel Arbeit. Mit einigen Knödeln im Bauch machen wir uns dann gut gestärkt auf den Rückweg zur Bergstation der Jochberg-Bahn, und zum Abschluss des Tages blinzelt dann sogar noch die Sonne durch die Wolkendecke hindurch.

Karte: Gitschberg

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Karte: Gitschberg


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