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Der höchste bayerische Gipfel in den Ammergauer Alpen Sommertour auf die Kreuzspitze

Den grenzüberschreitenden Naturpark Ammergauer Alpen teilen sich Bayern und Tirol. Namensgeber ist die Ammer, der Fluss, der in der Mitte entspringt. Dort, an der Grenze zu Österreich, steht die Kreuzspitze, der mit 2185 Meter höchste Berg auf der bayerischen Seite der Ammergauer Alpen. Die Tour ist anspruchsvoll und abwechslungsreich zugleich, vor allem im Gipfelbereich sollte man schwindelfrei und trittsicher sein. Aufgrund der nordseitigen Aufstiegsroute ist die Kreuzspitze ideal an heißen Sommertagen.

Von: Elisabeth Tyroller

Stand: 25.07.2020

Der höchste bayerische Gipfel in den Ammergauer Alpen | Bild: BR; Elisabeth Tyroller

Durch den Wald geht es Richtung Hochgrießkar

Vom kleinen Parkplatz an der Ammerwaldstraße geht es ostwärts über den ausgetrockneten Neualmbach – ein Geröllbett aus Kieseln und Steinen - zum Einstieg in die Tour, und der ist irgendwie typisch für den ganzen Berg: viel Stein und Fels, dazwischen Bergwald und Latschen.

Steiniger Weg nach oben

Zunächst schlängelt sich der Pfad durch den Wald bis an den Fuß einer Felswand. Von hier geht es rechts hoch zu einer Scharte, dem Hochgrießkar. In schön eingetretenen Spitzkehren zieht der Weg durch Geröll nach oben. Die Geröllwanne endet bei dichtgewachsenen Latschen. Die horizontal geschichteten Felsbänder über dem Latschengürtel erinnern an die Dolomiten.

Noch 10 Minuten bis zum Gipfel

Zwei Stunden sind wir unterwegs, als uns zwei Frühaufsteher entgegen kommen - zwei schnelle Frühaufsteher, denn die beiden sind Bergläufer und haben nur eineinhalb Stunden für den Aufstieg benötigt. Sie schwärmen von der Aussicht, die sich oben am Gipfel bietet und bis ins Voralpenland zum Forggensee reicht. Durch einen von Latschen gesäumten Weg geht es für uns nochmal eine Stunde in Richtung Gipfel, am Gipfelsteig dann über Platten und Schotter zum höchsten Punkt.

Unterhalb des Gipfels ist es ruhig

An einigen Stellen ist eine leichte Kraxelei angesagt, die Hände sollte man daher frei haben – und man sollte keine Höhenangst haben. Für Michi aus Peiting, der schon als Kind mit seinem Vater oft auf der Kreuzspitze war, ist der Gipfel bis heute eine der coolsten und zugleich anstrengendsten Touren. Auch drei Ostallgäuer aus Untrasried sind von der Kreuzspitze begeistert, denn im Gegensatz zu den Allgäuer Alpen sind die Ammergauer Berge (noch) nicht überlaufen. Nach einer Stunde Gipfelrast und Ruhe geht es über den Aufstiegsweg wieder nach unten. Als aussichtsreicher Voralpengipfel mit alpinem Charakter bleibt uns die Kreuzspitze in guter Erinnerung.

Karte: Die Kreuzspitze

Interaktive Karte - es werden keine Daten von Google Maps geladen.

Karte: Die Kreuzspitze


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