BR-Klassik


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Beethoven-Jahr 2020 Hauskonzerte

Stand: 19.11.2019

Logo BTHVN 2020 | Bild: Beethoven Jubiläums Gesellschaft gGmbH

Anlässlich des 250. Geburtstags des Meisters hat die Beethoven-Jubiläumsgesellschaft BTHVN 2020 bundesweit zu Hauskonzerten aufgerufen. Am 14. und 15. Dezember 2019 wird in privaten Wohnzimmern, in Ladenlokalen, Vereinsräumen und Foyers, in Clubs und Kirchen in ganz Deutschland das musikalische Genie aus Bonn gefeiert. "Beethoven bei uns" heißt die Aktion, an der sich der Internationale Musikwettbewerb der ARD in Form von drei Konzerten beteiligt.

14. Dezember 2019

Marcel Johannes Kits, Violoncello (Semifinalist Wettbewerb 2019)
Sten Heinoja, Klavier


Ort: Siegsdorf (Gewinner der Verlosung des ARD-Musikwettbewerbs)

Programm:

Francis Poulenc:
Sonate für Violoncello und Klavier, FP 143

Ludwig van Beethoven:
Sonate für Klavier und Violoncello D-Dur, op. 102 Nr. 2

Arvo Pärt:
Fratres

Sergej Prokofjew:
Sonate für Violoncello und Klavier, op. 119

Dieses Konzert wurde im Rahmen des ARD-Musikwettbewerbs 2019 verlost. Weitere Infos unter beethovenbeiuns.de

15. Dezember 2019

Milan Siljanov, Bassbariton (2. Preis Gesang 2018)
Nino Chokhonelidze, Klavier


Ort: Grünwald

Programm:

Ludwig van Beethoven:
An die ferne Geliebte. Liederkreis für Singstimme und Klavier, op. 98

Johannes Brahms:
Heimweh II, op. 63 Nr. 8
Auf dem Kirchhofe, op. 105 Nr. 4
Über die Heide, op. 86 Nr. 4
Nicht mehr zu dir zu gehen, op. 32 Nr. 2
Es schauen die Blumen, op. 96 Nr. 3
Nachtigall, op. 97 Nr. 1

Robert Schumann:
Mein Wagen rollet langsam, op. 142 Nr. 4
Der Sandmann, op. 79 Nr. 13
Der Schatzgräber, op. 45 Heft 1 Nr. 1
Herzeleid, op. 107 Nr. 1
Die beiden Grenadiere, op. 49 Nr. 1

Weitere Infos und Tickets unter beethovenbeiuns.de

Musiker und Biografien

Marcel Johannes Kits

Der 1995 geborene Marcel Johannes Kits, einer der vielversprechendsten jungen Cellisten aus Estland, begann bereits im Alter von fünf Jahren seinen ersten Cello-Unterricht. Er studierte ab 2002 bei Laine Leichter und ab 2011 bei Mart Laas an der Musikhochschule Tallinn. Von 2014 bis 2018 studierte er bei Prof. Francis Gouton an der Musikhochschule Trossingen (Deutschland) und setzte anschließend sein Studium an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Jens Peter Maintz fort. Er ist als Solist mit vielen namhaften Orchestern, unter anderem dem Estonian National Symphony Orchestra, dem Latvian National Symphony Orchestra, dem Jerusalem Symphony Orchestra, dem St. Petersburg Symphony Orchestra und der Württembergischen Philharmonie Reutlingen aufgetreten und hat mit Dirigenten wie Risto Joost, Olari Elts, Wolfgang Emanuel Schmidt, Arvo Volmer, Mikk Murdvee und Jüri Alperten zusammengearbeitet.

Nachdem er 2016 den ersten Preis beim Johannes-Brahms-Wettbewerb in Österreich und 2018 beim George-Enescu-Wettbewerb in Rumänien gewonnen hat, wurde er bei den großen Wettbewerben in Estland (TV-Wettbewerb "Classical Stars" 2013 und National String Competition 2015) ebenfalls mit ersten Preisen ausgezeichnet. Beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2019 erreichte er das Semifinale. Der 24-Jährige besuchte zahlreiche Meisterkurse u. a. bei Steven Isserlis, Ivan Monighetti, Maria Kliegel, Wolfgang Emanuel Schmidt, Wen-Sinn Yang und David Geringas. Marcel spielt ein italienisches Violoncello von Francesco Ruggeri, Cremona 1674, eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben.

Sten Heinoja

Sten Heinoja hat in der Vorschulklasse des Tallinner Musikgymnasiums mit Klavierunterricht begonnen und setzte diesen dort bis 2012 bei Marju Roots fort. Ab 2011 studierte er gleichzeitig an der Akademie für Musik und Theater Estland bei Ivari Ilja. 2017 schloss er sein Masterstudium mit summa cum laude an der Royal College of Music in London ab. Sten hat an verschiedenen internationalen Musikwettbewerben teilgenommen – unter anderem war er 2015 Preisträger des Gateway-Wettbewerbs des Royal College of Music in London, worauf Konzerte in der Royal Albert Hall (2016), und in der Wigmore Hall (2017 und 2018) folgten. Im Frühling 2016 gewann Sten den estnischen Fernseh-Wettbewerb "Klassikatähed" ("Klassiksterne") und 2018 den Kendall-Taylor-Beethoven-Klavierwettbewerb London.

Sten Heinoja gibt regelmäßig Konzerte als Solist, u.a. mit dem Staatlichen Symphonieorchester Estlands, dem Tallinner Kammerorchester, dem Jugendorchester der Järvi-Akademie, Kymi Sinfonietta, dem Opernorchester Tel Aviv, des Staatlichen Akademischen Kammerorchester Russlands. Er hat mit Dirigenten wie Mihhail Gerts, Paul Mägi, James Feddeck, Olari Elts, Risto Joost, Alexei Izmirliev, Eimear Noone und Andres Mustonen zusammengearbeitet. Beim Kammermusikwettbewerb "In Corpore" 2015 wurde Sten gemeinsam mit der Violinistin Linda-Anette Suss mit einemPreisträger-Diplom und einem Sonderpreis des Estnischen Radios ausgezeichnet.

Milan Siljanov

Der 1987 in der Schweiz geborene Bass-Bariton Milan Siljanov studierte Gesang an der Zürcher Hochschule der Künste und absolvierte unter Leitung von Professor Rudolf Piernay den Opera Course der Guildhall School of Music & Drama (London). Er sang bereits Partien wie Antonio in Mozarts Le nozze di Figaro (Bayerische Staatsoper), den Vater in Humperdincks Hänsel und Gretel (Bayerische Staatsoper) sowie Leporello in Mozarts Don Giovanni bei der Verbier Festival Academy, wo er mit dem Prix Yves Paternot ausgezeichnet wurde. Zudem war er Stipendiat der Independent Opera Voice Fellowship der Wigmore Hall.

Ab 2016 war er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper; seit der Spielzeit 2018/19 ist er Ensemblemitglied. Höhepunkte der Saison 2018/19 beinhalten Beethovens Symphonie Nr. 9 mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne, Haydns Nelson Mass mit dem Orchestre National de Lyon und Cileas Adriana Lecouvreur auf dem Verbier Festival. Er gewann zahlreiche Preise, darunter die Wigmore Hall/Kohn Foundation International Song Competition 2015 (London). Im Jahr 2014 wurde er mit dem ersten Preis und dem Publikumspreis der 50. International Vocal Competition (Niederlande) ausgezeichnet. Beim 67. Internationalen Musikwettbewerb der ARD München 2018 gewann er den zweiten Preis und den Publikumspreis.

Nino Chokhonelidze

Nino Chokhonelidze | Bild: NN

Die aus Tiflis stammende Pianistin Nino Chokhonelidze erhielt ihre Ausbildung am Staatlichen Konservatorium in Tiflis und der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Hans-Jürg Strub. Des Weiteren besuchte sie den Kurs für Liedinterpretation bei Daniel Fueter und Hans Adolfsen. Sie vertiefte ihre Studien mit Meisterkursen bei Thomas Hampson, Helmut Deutsch, Julius Drake, Christa Ludwig, Roger Vignoles, Thomas Quasthoff und Wolfram Rieger.   

Zusammen mit ihrem langjährigen künstlerischen Partner Milan Siljanov, gewann sie renommierte internationale Liedwettbewerbe, u. a. den Pianistenpreis des Internationalen Schubert Wettbewerb in Dortmund 2013, den 1. Preis und Publikumspreis beim Internationalen Vokal Wettbewerb in ´s-Hertogenbosch 2014, sowie den 1. Preis und den Publikumspreis der Wigmore Hall Song Competiton 2015. 

Am 14. Dezember 2019 gibt außerdem auch das Lux Trio (3. Preis Klaviertrio 2018) ein Hauskonzert, präsentiert von Sweet Spot. Neugierig auf Musik.

Der Internationale Musikwettbewerb der ARD

Ausgetragen vom Bayerischen Rundfunk im Auftrag aller ARD-Rundfunkanstalten, ist der Internationale Musikwettbewerb der ARD München mit seinen 21 jährlich wechselnden Fächern der größte Wettbewerb für klassische Musik weltweit. Er findet stets im September statt und war für viele heute weltberühmte Künstler das Sprungbrett für eine internationale Karriere: Jessye Norman, Francisco Araiza, Natalia Gutman, Christoph Eschenbach, Mitsuko Uchida, Thomas Quasthoff, Yuri Bashmet, Christian Tetzlaff, Sharon Kam, Heinz Holliger, Peter Sadlo, Maurice André, das Quatuor Ebène, um nur einige zu nennen. Seit 2001 wird durch die Vergabe von Kompositionsaufträgen an prominente Komponisten die Präsenz zeitgenössischer Musik maßgeblich gestärkt. Ungebrochen hoch sind die Bewerberzahlen: Jährlich melden sich durchschnittlich 300 bis 400 junge Musiker zum Wettbewerb. Davon treten nach einer Vorrunde etwas 200 Kandidaten aus 35 bis 40 Ländern an. Das internationale Renommee des ARD-Musikwettbewerbs lässt sich auch an dem hohen Prozentsatz ausländischer Teilnehmer (bis über 90 %) ablesen.


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