alpha Lernen - Geschichte


11

Tote in den Wirren des Krieges Entvölkerung

Wieviele Menschen in den Wirren des 30jährigen Krieges umgekommen sind, darüber gibt es sehr unterschiedliche Angaben.

Stand: 18.01.2017

Der Grund: Verlässliche Daten fehlen, da Archive geplündert oder Unterlagen verbrannt wurden, es keine umfassenden Volkszählungen oder Datenerhebungen gab, und Erzählungen oft übertrieben oder parteiisch waren.

Schätzungen von 3 bis 9 Millionen Opfern

Unterschiedlichen Schätzungen zufolge lebten um das Jahr 1600 zwischen 15 und mehr als 20 Millionen Menschen im Römisch-Deutschen Reich zwischen den Flüssen Somme und Oder sowie den Meeren Nordsee und Adria. Während die einen von 3 bis 4 Millionen Menschen ausgehen, die während des 30jährigen Krieges ums Leben kamen, sprechen andere Quellen von bis zu 7 Millionen Toten, wiederum andere gar von 9 Millionen.
Günther Franz kommt in seiner Studie "Der Dreißigjährige Krieg und das deutsche Volk" zu dem Schluss, dass im Durchschnitt 40 Prozent der ländlichen Bevölkerung und 33 Prozent der städtischen Bevölkerung Opfer des Krieges geworden seien.

Grausamste Phase des Krieges

Sie fielen in den mehr als 30 großen Schlachten, wurden als Zivilisten von plündernden Soldaten getötet oder starben an Hunger und Seuchen wie etwa an Typhus, Ruhr, Pest, Cholera oder der Grippe.
Zu den wirklich großen Verwüstungen kam es dabei erst ab 1635, als der Krieg vollkommen aus dem Ruder gelaufen war. Nie zuvor gab es in einem Krieg so viele Tote. Die Landstriche wurden dabei so stark entvölkert, dass die Kriegsparteien schließlich bereit waren, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Das Ergebnis: Der Westfälische Friede.


11