alpha Lernen - Geschichte


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Soldaten des Schreckens Die Söldnerheere

Die Söldner, wer waren sie und woher kamen sie?

Stand: 18.01.2017

Söldnerheere ziehen durchs Land - Spielszene | Bild: picture-alliance/dpa

Die Herrscher und Fürsten benötigten zur Vergrößerung ihres Reiches und ihrer Macht möglichst viele Soldaten. Um die eigenen Armeen zu füllen, ging man dazu über, Menschen gegen Bezahlung zu rekrutieren. Wer aber wollte Söldner werden? Wirtschaftliche Not oder die Sehnsucht nach Abenteuer waren meist die ersten Motive. Aber auch religiöse Verfolgung bewegte Menschen dazu, sich einer fremden Armee anzuschließen und mit Uniform und einer Waffe durch die Lande zu ziehen. Doch der Dienst wurde im Laufe der Jahre immer härter, der Sold immer weniger und die Heimat immer ferner. Einfach aufhören und desertieren wurde aber mit dem Tode bestraft. Vielen blieb deshalb keine andere Wahl und sie kämpften weiter. Wurden sie verletzt, dann gab es für sie meist keine medizinische Versorgung. Und die Feldzüge zogen sich über Jahre hinweg und trieben die Soldaten weit weg von ihrer Heimat.

In den Anfängen des Dreißigjährigen Krieges spielte die Religionszugehörigkeit noch eine Rolle, so kämpften katholische Soldaten für den Kaiser und evangelische Soldaten für Gustav Adolf. Jahre später zählte Religion und Nationalität nichts mehr. Es zählte nur mehr der Sold. Wer zahlte, für den wurde gekämpft. Selbst gefangengenomme Soldaten wurden überredet bzw. gezwungen, auf die Seite des ursprünglichen Feindes zu wechseln und dann gegen das eigene Land in den Krieg zu ziehen.

Was bedeutet die Strategie der verbrannten Erde?


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