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Der Schwarze Tod Die Pest

Medizinische Hilfe gegen die Pest wie heute gab es damals nicht. Wer sich infizierte, starb meistens.

Stand: 18.01.2017

Szene aus dem Film Black Death | Bild: picture-alliance/dpa

Der grausame "Schwarze Tod", die Pest, wütete hauptsächlich in den Städten. Denn hier lebten viele Menschen auf engsten Raum zusammen. Begünstigt durch unhygienische Bedingungen und Unterernährung griff die Krankheit schnell um sich. Die Soldaten zogen kreuz und quer durch die Länder und brachten ansteckende Krankheiten mit. Schon Mitte des 14. Jahrhundert kam die Pest aus Asien nach Europa. Erst 1894 wurde der Pesterreger vom Schweizer Arzt Alexandre Yersin entdeckt.

Übertragung durch infizierte Ratten

Die Pest ist eine bakterielle Infektionskrankeit, die hauptsächlich durch Ratten und andere Nagetiere auf Flöhe und dann auf den Menschen übertragen wird. Die Ratten tragen das verantwortliche Bakterium in sich und werden von Flöhen gestochen. Sterben die Ratten, befallen die Flöhe auch die Menschen und infizierten sie. Flöhe und Ratten waren zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges alltäglich und deshalb konnte sich die Krankheit gut ausbreiten.

Die Menschen kannten zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges die Ursachen der Seuche noch nicht und konnten sich deshalb auch nicht richtig schützen. Bei Gefahr versuchten sie zu fliehen. Doch richtig fliehen, ohne ihr Hab und Gut zu verlieren, konnten jedoch nur Adelsfamilien. Und wie im Mittelalter wurde nach Schuldigen gesucht. So kam es in dieser Zeit auch verstärkt zu Hexenverfolgungen.


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