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Gustav Adolf greift ein Der Schwedische Krieg

Die Schlacht bei Lützen und die Schlacht bei Nördlingen

Stand: 10.08.2016

Schwedenkönig Gustav Adolf  | Bild: BR

1630 greift Gustav Adolf in den Krieg ein. Der "Schwedische Krieg" beginnt. Der König möchte Schweden zu einer europäischen Großmacht führen. Doch dazu braucht er einen Sieg über die kaiserlichen-katholischen Truppen. Gustav Adolf erobert immer mehr Land und marschiert 1632 in Richtung Süden. Bayern erlebt nun den Durchzug fremder Heere. In Lützen bei Leipzig greift die schwedische Armee Wallensteins Truppen an. An einem Tag kommen mehr als 6000 Menschen um - auch Gustav Adolf stirbt in der Schlacht bei Lützen.

Wallenstein, der Anführer der Kaiserlichen, hat gesiegt und doch hat er das feindliche Heer ziehen lassen. Es gibt keine endgültige Entscheidung. Der Krieg tobt weiter. Zwei Jahre später wird Wallenstein im Auftrag des Kaisers ermordet.

Kaiser Ferdinand II hat seinen besten General töten lassen. War das wirklich eine kluge Entscheidung? Denn die Schweden kämpfen weiter. Weite Teile Bayerns werden geplündert, verheert und zerstört: Das Leid der Menschen in den Dörfern ist unermesslich.

Die Schlacht bei Nördlingen 1634 ist die blutigste Schlacht des Krieges. Die Kaiserlichen werden von spanischen Truppen unterstützt und besiegen auch ohne Wallenstein die Schweden. Diese müssen sich in den Norden zurückziehen.

Der Kaiser Ferdinand II möchte seine Position stärken und den Frieden im Reich herstellen. In Prag beginnen am 30. Mai 1635 die ersten Friedensbemühungen zwischen dem Kaiser und dem protestantischen Kurfürsten Johann Georg von Sachsen. Fast alle Reichsstände treten bei. Das Restitutionsedikt von 1629, wonach die protestantischen Fürsten katholischen Kirchenbesitz zurückgeben müssen, wird aufgehoben und für vier Jahrzehnte ausgesetzt. Auch soll ein gemeinsames Heer die fremden Truppen aus dem Land vertreiben. Die Katholische Liga wird aufgelöst. Bei den Friedensbemühungen bleiben die Calvinisten jedoch ausgeschlossen.


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