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Kriegsparteien Protestanische Union

1608 schlossen sich acht protestantische Fürsten und 17 protestantische Städte im Heiligen Römischen Reich zusammen. Angeführt wurden sie vom calvinistischen Kurfürsten der Pfalz, Friedrich IV.

Stand: 18.01.2017

Konfessionen 1618

Wie kam die Protestantische Union zustande?                 

Seit der religiösen Spaltung des Abendlandes in ein katholisches und ein protestantisches Lager standen sich die Seiten argwöhnisch gegenüber. Um gegen Angriffe der Gegenseite gewappnet zu sein, gründeten am 14. Mai 1608 die protestantischen und calvinistischen Reichsfürsten - ohne das traditionell kaisertreue Kursachsen und angeführt von der Kurpfalz - die protestantische „Union“ – mit bis zu 20.000 Soldaten. Friedrich V. von der Pfalz wurde ihr Anführer.

Ziel dieses Bündnisses war die gegenseitige Unterstützung seiner Mitglieder, falls eines von ihnen angegriffen werden sollte.  

Mit dabei waren unter anderem der Landgraf von Hessen-Kassel, der Herzog von Württemberg und die Markgrafen von Baden-Durlach und Brandenburg-Ansbach.

Im Mai 1609 traten die Städte Nürnberg, Straßburg und Ulm der Union bei, später die Städte Schweinfurt, Rothenburg, Weißenburg, Windsheim, Hall, Heilbronn, Kempten, Memmingen, Nördlingen, Esslingen, Aalen, Giengen, Speyer und Worms.

Außerdem verbündete sich die Union mit Mächten außerhalb des Reiches: 1612 mit England, 1613 mit den Niederlanden. Auch Frankreich und Dänemark standen der Union wohlwollend gegenüber.

Am 24. April 1621 wurde das Bündnis aufgelöst.


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