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Albrecht von Wallenstein Feldherr der Katholischen Liga

Albrecht von Wallenstein gilt als der größte Stratege seiner Epoche, als fähigster General und Organisator des Krieges, aber auch als raffgierigster, rücksichtslosester Plünderer in der Geschichte Europas.

Stand: 18.01.2017

Wallenstein | Bild: BR

Albrecht Wallenstein brachte das System der Kontribution ein, um die Finanzierung der Soldaten nicht auf Kosten des Reichskasse, sondern durch die Bewohner aufzufangen. In den Gebieten, die seine Armee durchquerten, mussten die Menschen, die dort lebten, für die Soldaten zahlen und sie versorgen. Je länger der Krieg dauerte, um so brutaler wurden die Ausbeutungen und die Plünderungen.

Lebenslauf Albrecht Wallenstein

Albrecht Wallenstein geboren am 24. September 1583 in Hermanitz (Ostböhmen), gestorben am 25. Februar 1634 in Egern, war Sohn einer böhmischen Adelsfamilie. Unbestätigten Berichten zufolge studierte er Politik, Mathematik, Astronomie und Astrologie in Padua, war Protestant und kämpfte 1604 für die Habsburger gegen die Osmanen.
1606 trat er zum katholischen Glauben über. 1618 warb er mit eigenem Vermögen und Bankkrediten 1000 Landsknechte an und bot sich dem erzkatholischen Habsburger Kaiser Ferdinand an, für den er als Oberst in Mähren Aufständische niederschlug.
1623 erhob ihn der Kaiser in den Fürstenstand, zwei Jahre später wurde er „Herzog von Friedland“.
1625 wurde er zum kaiserlichen Oberbefehlshaber ernannt und befehligte 24.000 Mann.
1627 schlug er die dänisch-protestantischen Truppen.
1628 wurde er „General-Oberst Feldhauptmann“ und ließ sich im selben Jahr vom Kaiser auch zum Herzog von Mecklenburg erheben.
Aber sowohl im protestantischen als auch im katholischen Lager bekam er immer mehr Gegner, die immer stärker ihren Einfluß ausübten.
Die Folge: 1630 entlässt Ferdinand II seinen General. Und Wallenstein zieht sich zurück.
Nach zahlreichen Niederlagen bittet der Kaiser am 15. Dezember 1631 Wallenstein, erneut Oberbefehlshaber seiner Truppen zu werden.
Am 16. November in der Schlacht bei Lützen trifft er auf die Truppen des Schwedenkönigs Gustav Adolf, der dabei stirbt.
Wallenstein zieht sich zurück, - krank, isoliert.
Als er dem Kaiser den Gehorsam verweigert, erklärt dieser ihn im Februar 1634 für abgesetzt.
Auf Befehl des Kaisers wird Wallenstein von Söldnern ermordet.


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