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Gustav II. Adolf König von Schweden

Gustav Adolf war eine der bedeutensten Persönlichkeiten der schwedischen Geschichte und des Dreißigjährigen Krieges. Warum war er für Schweden so wichtig und welche Rolle spielte er während des Krieges?

Stand: 10.08.2016

Büste Schwedenkönig Gustav Adolf | Bild: picture-alliance/dpa

Obwohl er der König von Schweden war, stand er persönlich an der Spitze seiner Armee. Er war ein gebildeter erzprotestantischer Gegenspieler Wallensteins mit außergewöhnlichem militärischem Talent und großer Gier. Außerdem verstand er sich als Retter der deutschen Protestanten und entschiedener Gegner eines Weltreichs der Habsburger.

Durch seine Reformen und sein militärisch-politisches Handeln trug Gustav Adolf wesentlich dazu bei, Schweden eine Hegemonialstellung, also eine Vormacht- und Überlegenheitsstellung, im nördlichen Europa zu verschaffen, die bis Anfang des 18. Jahrhunderts andauerte. Sein Eingreifen in den Dreißigjährigen Krieg in Deutschland verhinderte einen Sieg des kaiserlichen Lagers der Habsburger und sicherte indirekt damit die Existenz des deutschen Protestantismus.

Gustav Adolf - König von Schweden

Gustav Adolf wurde am 9. Dezember 1594 in Stockholm geboren, und starb am 6. November 1632 in der Schlacht bei Lützen, nahe Leipzig. Er stammte aus dem schwedischen Königsgeschlecht der Wasa und begleitete bereits als Sechsjähriger seinen Vater bei dessen ersten Feldzug. Von 1611 bis 1632 war er König von Schweden. Mit 23 Jahren nahm er Russland alle Zugänge zur Ostsee und verteilte das eroberte Gebiet an seine Gefolgsleute. Ab 1621 verheerte er Polen. 1630 marschierte er ins Reich ein, schlug General Tilly und seine Truppen im Jahre 1631, übernahm große Teile Frankens, dann Frankfurt am Main und Mainz. Dann schlug er 1632 Tilly erneut und ließ sein Heer das Land plündern - gründlicher als dies je zuvor ein Heer getan hatte. Dabei verschonte er die protestantischen Städte Nürnberg und Augsburg und zog im Triumphzug nach München. 1632 standen sich die Truppen Gustav Adolfs und Wallensteins in Nürnberg  über zwei Monate lang gegenüber, beide Armeen zunehmend hungriger und durch Seuchen geschwächt. Am 16. November 1632 traf Gustav Adolf in der Schlacht bei Lützen auf Wallenstein und wurde von feindlichen Soldaten getötet.


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