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Religiöse Konflikte Der Kampf zwischen Katholiken, Protestanten und Calvinisten

Die Folgen des Augsburger Religionsfriedens und der Kampf um Glaube und Macht.

Stand: 18.01.2017

Konfessionen 1618

Die Reformation Martin Luthers hatte die christliche Welt erschüttert und das Abendland gespalten: In Katholiken und Protestanten. Und obwohl man sich im Augsburger Religionsfrieden auf ein unabhängiges und friedliches Nebeneinander der Konfessionen geeinigt hatte, beäugten sich beide Seiten dennoch argwöhnisch. Sie stritten sich darum, wer über das Heil der Menschen bestimmen durfte und kämpften um Macht und Gläubige.

Denn zu dieser Zeit waren Kirche und Staat noch lange nicht voneinander getrennt; die Religion war in der Politik allgegenwärtig. Dies war im Römisch-Deutschen Reich so, aber auch in seinen Nachbarländern.

War es ein Streit um die wahre Religion?

In Frankreich kämpfte der katholische König gegen die protestantischen Hugenotten. Die calvinistisch geprägten Vereinigten Niederlande führten einen Krieg um ihre Unabhängigkeit gegen das katholische Spanien und der protestantische König in Schweden konkurrierte mit dem katholischen König in Polen.  

Halb Europa rang mit Waffengewalt vermeintlich um den richtigen Glauben - in Wahrheit aber ging es um Macht und Einfluss.


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