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Kommunikation und Sprache Sender-Empfänger-Modell

Von: Maria Geipel

Stand: 03.04.2017

Hier beantworten wir folgende Fragen:

  • Was ist unter Kommunikation zu verstehen?
  • Wie funktioniert Kommunikation?
  • Mit welchen Mitteln kann kommuniziert werden?

Wenn Menschen miteinander kommunizieren, werden sie zu Sendern und Empfängern. Der Sender möchte etwas mitteilen, zum Beispiel Gefühle, Ansichten, Wünsche oder eine Sachinformation. Das geschieht aber nicht durch Gedankenübertragung, sondern das, was ausgedrückt werden soll, wird codiert. Sprache, Schrift oder Körpersignale "transportieren" die Botschaft zum Empfänger. Es wird also ein Signal ausgesendet.

Sender-Empfänger-Modell (nach W. Weaver/C. E. Shannon: The Mathematical Theory of Communication, Illinois 1949)

Der Empfänger muss das Signal wieder entschlüsseln, also decodieren. Erst wenn er den Code "geknackt" und die Botschaft interpretiert hat, kann er darauf reagieren und selbst zum Sender werden.

Mit welchen Mitteln kann kommuniziert werden?

  • Verbale Kommunikation: Sprache, das gesprochene/geschriebene Wort
  • Paraverbale Kommunikation: Art der Artikulation, also das Spektrum der Stimme (z. B. Tonfall, Lautstärke, Sprechtempo)
  • Nonverbale Kommunikation: Gestik (Bewegungen außerhalb des Gesichts, z. B. mit den Schultern zucken, die Faust ballen); Mimik (Bewegungen im Gesicht, z. B. lachen, mit den Augen rollen, auf die Unterlippe beißen); Körperhaltung, Bewegung im Raum

Wozu dient nonverbale und paraverbale Kommunikation?

  • Sie unterstützt, bestärkt oder entkräftet das, was verbal kommuniziert wird.
  • Sie ersetzt die Sprache (z. B. schweigen, weinen).
  • Sie drückt Emotionen aus – manchmal deutlicher als die sprachliche Äußerung selbst.
  • Sie zeigt die Einstellung zum Gegenüber und zur Situation.

Leitfragen, um Kommunikationssituationen zu beschreiben

Wer übermittelt (Sender)?
Wie (Kommunikationsmittel)?
Was (Nachricht)?
An wen (Empfänger)?
Mit welcher Wirkung (Effekt auf Seiten des Empfängers)?
Mit welcher Reaktion (Empfänger wird zum Sender)?

Unsere Körpersprache ist teilweise angeboren und wird über die Kulturen hinweg einheitlich verstanden, z. B. das Schreien eines Babys oder das Würgen bei Ekel. Doch es gibt auch Verhaltensweisen, die kulturell erlernt sind. Wenn in Japan die Zuhörer eines Vortrages nicken und dabei ihre Augen schließen, sind sie nicht gelangweilt, sondern sie drücken so ihr Interesse und ihre Aufmerksamkeit aus.

Typische Fehler

1.

Kommunikation als 1:1-Übertragung von einem Kopf in den anderen zu verstehen

2.

Die Wirkung paraverbaler und nonverbaler Kommunikation zu unterschätzen

3.

Gespräche ohne paraverbale und nonverbale Kommunikation führen zu wollen

4.

Vorschnelle Urteile aufgrund des ersten Eindrucks zu fällen

Spickzettel

Sender/Empfänger

  • Die Nachricht wird durch den Sender verschlüsselt.
  • Die Nachricht wird durch den Empfänger entschlüsselt.

Interaktion

Die Kommunikationspartner reagieren aufeinander. Der Empfänger rekonstruiert die Nachricht des Senders, indem er das Gesehene, Gehörte, Gelesene aus seiner Sicht interpretiert bzw. deutet.

Codieren/Decodieren

Codieren (auch: kodieren): Die Nachricht wird verschlüsselt durch den Sender.
Decodieren (auch: dekodieren): Die Nachricht wird entschlüsselt durch den Empfänger.

Signal

Codierte Nachricht (auch: kodierte Nachricht)

Kommunikationsmittel

Verbale Kommunikation: gesprochene oder geschriebene Sprache
Paraverbale Kommunikation: Artikulationsweise (Lautstärke, Tempo)
Nonverbale Kommunikation: Gestik, Mimik, Körperhaltung, Bewegung im Raum

Körpersprache

Körpersprache lässt sich nicht immer kontrollieren, sie ist mitunter angeboren und kommt instinktiv oder unbewusst zum Einsatz.

Paraverbal und nonverbal

Das nonverbale und paraverbale Verhalten sagt häufig mehr aus als tausend Worte.
Paraverbal und nonverbal Kommuniziertes kann kulturell unterschiedlich verstanden werden.