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Alltagsfragen der Chemie Warum brennt Holz?

Wir erklären, wie Brandbekämpfung funktioniert und was dabei mit der Wärme und dem Wasser passiert. Weitere Themen: Warum brennt Holz? Warum lässt Salz Eis schmelzen? Und: Warum konserviert Salz Lebensmittel?

Stand: 27.06.2013

Feuerwehr löscht Brand | Bild: picture-alliance/dpa

1. Warum löscht Wasser Feuer?

Wenn die Feuerwehr Brände mit Wasser bekämpft, hat das einen Grund: Wasser entzieht dem Feuer Energie. Und das geschieht beim Verdampfen, einem höchst energieaufwendigen Vorgang. Die faszinierende Substanz Wasser, die wir trinken, in der wir baden und die wir in die Tanks der Löschfahrzeuge füllen, entsteht aus Wasserstoff und Sauerstoff, im Verhältnis 2:1. Doch diese kleinen Moleküle sausen nicht allein umher, sie ordnen sich und bilden eine Art Netzwerk, in dem die Wassermoleküle über so genannte Wasserstoffbrücken miteinander verbunden sind. Beim Verdampfen werden diese Brücken gesprengt und dazu wird Energie benötigt. Das bedeutet: Beim Löschen mit ausreichend Wasser wird einem brennenden Gegenstand so viel Energie entzogen, dass das Feuer nicht mehr durchdringt. Wie solch ein Löschvorgang abläuft, zeigen wir mittels Thermokamera.

2. Warum brennt Holz?

Frisches Holz, das noch "im Saft" steht, lässt sich kaum abfackeln. Es kokelt und raucht, weil es über einen hohen Wasseranteil verfügt, der im Feuer verdampft. Erst wenn Holz monatelang getrocknet wird, sinkt der Wasseranteil. Im Übrigen sind Cellulose, Hemicellulose und Lignin Grundbestandteile der Holzfasern. Lignin ist ein Biopolymer, Cellulose und Hemicellulose sind Vielfachzucker. Bei diesen all Komponenten bilden Moleküle verzweigte Stränge und Netzwerke. Wird trockenes Holz in Brand gesetzt, kommt es wegen der hohen Temperaturen zum Aufbrechen der Molekülstränge und die Gase Butan, Methan und Propan werden freigesetzt. Wenn Holz also zu brennen scheint, brennen eigentlich Gase, die aus dem Holz austreten.

3. Warum lässt Salz Eis schmelzen?

Schaufel mit Streusalz

Eis ist stets mit einer dünnen Wasserschicht bedeckt, weil die Wassermoleküle an der Oberfläche weniger stark gebunden sind, als im Eisinneren. Salz wiederum hat ein besonderes "Interesse": Es strebt danach, sich mit Wasser zu verbinden und darin aufzulösen. Kochsalz etwa setzt sich aus elektrisch positiven Natriumionen und negativen Chloridionen zusammen. Kommt es mit dem Wasserfilm in Kontakt, löst es sich auf. Und das geschieht so: An die Natriumionen lagern sich Wassermoleküle mit ihren negativen Enden an und an die Chloridionen mit ihren positiven Enden. Die Ionen lösen einzelne Moleküle aus dem Eis - und schon setzt der Schmelzprozess ein.

4. Warum konserviert Salz?

Salz entzieht Lebensmitteln Wasser und sorgt dafür, dass Mikroorganismen wie Staphylokokken keine Lebensgrundlage mehr haben. Sie können sich in wasserarmen Esswaren nicht mehr


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