alpha Lernen - Biologie


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Unsere Sinne (1) Das Auge

Sehen ist der wichtigste Sinn, damit wir uns in der Welt zurecht finden und mit anderen Menschen in Kontakt treten können. Ein Baby sieht am Anfang seines Lebens die Welt verschwommen. Es muss erst einen Lernprozess durchmachen, bis es alles genau sehen und erkennen kann.

Stand: 20.03.2017

Kompliziertes Wunderwerk Auge

Das kugelförmige Auge, das von sechs Muskeln bewegt wird, liegt zusammen mit dem Augapfel gut geschützt in der Augenhöhle. Von außen sichtbar ist erst einmal das Weiße im Auge, die blasse Lederhaut. Die Pupille ist das Sehloch. Rund um die Pupille liegt ein farbiger Muskelring, die Iris. Sie hat bei jedem Menschen eine ganz eigene Farbe. Die Iris verändert auf Anweisung des Gehirns die Größe der Pupille. Bei großer Helligkeit zieht sie sich eng zusammen, damit nicht zu viel Licht ins Auge fallen kann. Bei großer Dunkelheit weitet sich die Pupille, damit mehr Licht ins Auge fallen kann. Hinter der Pupille liegt eine kleine Lupe, die Augenlinse. Sie bündelt und bricht das Licht, das durch die Pupille einfällt und schickt es durch den Innenraum des Auges weiter zur Netzhaut, allerdings so, dass dort das Bild auf dem Kopf steht. Von hier aus werden die einzelnen ankommenden Bildpunkte über den Sehnerv zum Gehirn weitergeleitet. Erst hier wird das Gesamtbild aus den verschiedenen Punkten zusammengesetzt.

Kurzsichtig oder Weitsichtig

Spiel: Blinde Kuh

Wenn wir eine Sehschwäche haben, funktionieren Hornhaut oder Linse nicht ganz richtig, dann kommen die Punkte sozusagen unsauber auf der Netzhaut an, das Gesamtbild wird unscharf. Mit gesunden Augen können wir gleich gut nah und in die Ferne sehen. Kurzsichtige Menschen sehen nur in der Nähe scharf, weitsichtige Menschen sehen Gegenstände in der Ferne besser. Mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen kann man das aber leicht korrigieren. Diese Korrekturmittel müssen aber zu den Augen passen, für die sie gemacht sind.

Wie sich das Auge schützt

Um auch das sehen zu können, was mit dem menschlichen Auge nicht mehr zu erkennen ist, haben Wissenschaftler schon vor 500 Jahren Mikroskope entwickelt, die das Gesehene hundertfach vergrößern können. Damit das Auge geschützt wird, befindet sich auf ihm die Tränenflüssigkeit. Sie kann Reizstoffe aus dem Auge spülen und Keime abtöten. Daneben stellen die Wimpern und die Augenbrauen einen weiteren Schutz dar. Die Augenbrauen verhindern vor allem, dass Schweiß von der Stirn ins Auge läuft.

Tiere sehen anders

Es gibt Tiere, die viel schärfer sehen können als Menschen, z. B. die Katzen. Ein Chamäleon kann nach vorne und nach hinten schauen, ohne den Kopf zu drehen, Pferde können nur zur Seite schauen, Libellen haben viele Augen und die Sehstärke des Adlers ist viermal schärfer als bei dem Menschen.


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