alpha Lernen - Biologie


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Von der Urzelle bis zur Geburt Ein Mensch entsteht

Wir alle haben ganz klein angefangen: als Embryo im Mutterleib. Tricksequenzen, endoskopische Aufnahmen und Reportageszenen enthüllen von der Befruchtung bis zur Geburt das Wunder werdenden Lebens.

Von: Eckhard Huber, Heinrich A. Krone, Hans Deuter & Hans Hanrieder

Stand: 13.03.2017

Eine Zelle | Bild: BR

Hier lernst du u. a. Details über:

  • die biologischen Zusammenhänge im Entwicklungsverlauf von der Zeugung zur Geburt kennen,
  • die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen und bewusst gesunder Lebensführung während der Schwangerschaft.

Wie ein Mensch entsteht - Ein kurzer Überblick

Susanne, eine junge Frau von 21 Jahren, erwartet ihr erstes Kind. In der zwölften Schwangerschaftswoche begleiten wir sie zu einer Kontrolluntersuchung beim Frauenarzt. Bisher hat sie das winzige Wesen in ihrem Körper noch nicht einmal gefühlt, aber nun wird sie es am Bildschirm des Ultraschallgeräts zum ersten Mal sehen.

Dritter Monat: 14 Gramm Mensch

Drei Monate nach seiner Entstehung ist dieser werdende Mensch, der Embryo etwa fünf bis sechs Zentimeter groß, das ist etwa die Handlänge eines Erwachsenen. Er wiegt nur etwas mehr als zehn Gramm, hat aber in der kurzen Zeit seines Lebens bereits die erstaunlichsten Verwandlungen und Entwicklungsschritte hinter sich gebracht.

Befruchtung und erste Zellteilungen

Am Anfang steht natürlich die Zeugung. Hunderttausende von Samenzellen wandern nach der Ejakulation durch Scheide, Gebärmutter und Eileiter zum Ei. Aber nur eine Samenzelle kann in das Ei eindringen, danach umgibt es sich mit einer Schutzhülle. Nach der Befruchtung verschmelzen die Zellkerne von Samen und Ei, ein menschliches Leben beginnt. Diese Urzelle beginnt sich sofort zu teilen. Einmal, zweimal, dreimal, viermal, später millionenfach. Die ersten Zellteilungen dauern ziemlich lange, bis zu 12 Stunden.

Angedockt: Einnistung in der Gebärmutter

Einige Tage später: Der werdende Mensch besteht nun aus rund drei Dutzend Zellen, die sich bereits spezialisieren. Aus einem Teil der inneren Zellen entwickelt sich der Embryo, die äußeren Zellen teilen sich besonders schnell und bilden eine Nährhülle. Der Zellverband hat nun die Gebärmutter erreicht und setzt sich auf ihrer Innenseite fest. Sieben Tage nach der Befruchtung nistet sich der Keim endgültig in der Gebärmutterschleimhaut ein. Aus dem Blutstrom der Mutter erhält er Sauerstoff und Nahrung für seine weitere Entwicklung.

Ein Mensch nimmt Gestalt an

Acht Wochen nach der Zeugung: Ein menschenähnliches Wesen ist herangereift, das über die Nabelschnur mit dem Organismus der Mutter verbunden ist. Nach zehn Wochen heißt der Embryo Fötus. Er ist rund sieben Zentimeter lang; sein Knorpelskelett bildet sich in Knochen um.

Nach vierzehn Wochen: Zum Schutz für die weitere Entwicklung der Augen sind die Lider geschlossen. Die Geschlechtsorgane entwickeln sich. In dieser Phase sehen sie bei Mädchen und Jungen noch sehr ähnlich aus. Die Gliedmaßen können sich bereits geordnet bewegen.

Achtzehn Wochen nach der Zeugung: Der Fötus gleicht schon weitgehend einem fertig entwickelten Baby. Die Haut ist durch Behaarung und eine Fettschicht gegen das Aufweichen im Fruchtwasser geschützt. An Fingern und Zehen haben sich Nägel entwickelt.

Zehn Wochen später ist das Baby 30 Zentimeter groß. Bei der fälligen Untersuchung kann auch der Monitor des Ultraschallgeräts nur noch Teile des Körpers zeigen.

Es wird ernst: Die Geburt steht bevor

Nach der 30ten bis 34ten Schwangerschaftswoche ist der Fötus fertig entwickelt, aber er wächst noch und nimmt weiter an Gewicht zu. Ein Anzeichen für die nahe Geburt sind regelmäßige Wehen. Die Gebärmutter zieht sich dabei heftig zusammen und presst das Köpfchen gegen den Muttermund. Die Fruchtblase platzt und das Fruchtwasser läuft ab. Spätestens jetzt muss die Schwangere in die Klinik.

Kurz vor der Geburt dreht sich das Baby, damit es den geöffneten Muttermund und die Scheide passieren kann. Susanne unterstützt die Wehen mit einer besonderen Atemtechnik, die sie bei einem vorgeburtlichen Training gelernt hat. Der Herzschlag des Babys wird während der Geburt akustisch und optisch überwacht. Zwei Hebammen und eine Ärztin helfen Susanne, das Baby gesund zur Welt zu bringen.

Geschafft: Das Kind ist da

Nach einer eingehenden ärztlichen Untersuchung wird Susannes kleine Tochter im Bad von der Schutzschicht befreit, die das Aufweichen der Haut im Fruchtwasser verhindert hat und nun nicht mehr gebraucht wird. Die Nabelschnur wird abgeklemmt und abgeschnitten. Das Reststück unter der Binde trocknet ein und löst sich bald ab. Mit vier Kilogramm und 54 Zentimeter liegt die kleine Anna über dem Durchschnitt aller Neugeborenen in Deutschland. Die Daten des Babys werden später in den Gesundheitspass übertragen und bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen ergänzt.

Zwei bis drei Tage nach der Geburt haben sich die Milchdrüsen der Mutter auf die Produktion von Muttermilch eingestellt. Sie enthält neben einer optimalen Zusammensetzung von Nährstoffen wertvolle Vitamine sowie Abwehrstoffe gegen Infektionskrankheiten. Über die Nahrungsversorgung hinaus sind die Zuwendung der Mutter und der Hautkontakt zum Säugling ein wichtiger Beitrag zur seelischen Entwicklung des Kindes.

11 Fakten zu Schwangerschaft, Geburt und Nachsorge:

1. Ein neues Leben entsteht

Die Entwicklung des Kindes beginnt sozusagen mit einem dramatischen Wettrennen: Millionen von männlichen Samenfäden bewegen sich zielstrebig auf die weibliche Eizelle zu, die sich befruchtungsbereit in einem Eileiter der Mutter befindet. Sobald ein Samenfaden das Ei erreicht und sich mit ihm vereinigt hat, werden die übrigen erfolglosen Samenzellen durch eine Schutzmembran abgewehrt. Die befruchtete Eizelle beginnt nun ihre Wanderung durch den Eileiter und erreicht am vierten Tag die Uterushöhle. Während dieser Zeit teilt sie sich mehrmals. Jede dieser ersten Zellen trägt noch das gesamte, zur menschlichen Entwicklung notwendige genetische Programm in sich, ist sozusagen allmächtig. Es kann deshalb vorkommen, dass zwei durch besondere Stoffwechselvorgänge voneinander getrennte Zellen sich zu zwei Individuen entwickeln, zu eineiigen Zwillingen, die dann ungewöhnlicherweise jeweils eine Plazenta haben. Meist steht aber kurz vor dem Ende der ersten Woche noch nicht fest, ob aus dem Ei nun ein Kind oder Zwillinge werden. Um diese Zeit kann sich die Keimscheibe (also der spätere Embryo) nämlich noch teilen. Aus jedem Teil würde dann ein Embryo hervorgehen. Diese eineiigen Zwillinge oder Drillinge hätten eine gemeinsame Plazenta und wären genetisch identisch. Werden zwei Eier befruchtet und nisten sich im Uterus ein entwickeln sich zweieiige Zwillinge, die nicht mehr gemeinsam haben als "normale" Geschwister.

2. Die Bestimmung des Geschlechts

Geschlechtsbestimmend sind die sogenannten Xund Y-Chromosomen. Zwei X-Chromosomen sind das Kennzeichen des weiblichen Geschlechts, das männliche Geschlecht hingegen wird durch ein X- und ein Y-Chromosom bestimmt. Die männlichen Samenzellen tragen je zur Hälfte ein X- und ein Y-Chromosom. Die Eizelle hat im Gegensatz dazu einen X-Chromosomensatz. Trifft nun ein Spermium mit einem Y-Chromosom auf die Eizelle, so wird daraus ein Junge; Voraussetzung für ein Mädchen ist das Zusammentreffen der beiden X-Chromosomen. Während des Verschmelzungsprozesses von Eizelle und Samenfaden wird nicht nur das Geschlecht des Embryos festgesetzt, sondern der ganze Bauplan des zukünftigen Menschen programmiert. Das bedeutet, dass bereits jetzt über das spätere Aussehen und seine Veranlagungen entschieden ist. Und zwar in einer 0,12 mm großen Zelle, die gerade noch mit bloßem Auge zu erkennen ist.

3. Die Zeit der Umstellung

Obwohl es noch lange dauern wird, bis man auch äußerlich die werdende Mutter erkennt, verändert sich in den ersten Schwangerschaftswochen der Organismus in entscheidendem Maße. Auch wenn das Kind am Ende des zweiten Monats erst etwa 3 cm groß ist (Scheitel-Steiß-Länge), so hat doch bereits nach 21 Tagen das Herz zu schlagen begonnen. Kopf und Extremitäten sind im Ansatz ausgebildet. In diesem Stadium sind ebenfalls Fruchtblase und Mutterkuchen fertig angelegt. Damit sind das Ausscheidungs- und das Versorgungssystem für Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr sichergestellt. Der Hormonhaushalt hat sich auf die veränderte Situation im Körper mit einer Mehrproduktion von Hormonen eingestellt. Aufgrund der einschneidenden Veränderungen im Organismus kann der geregelte Ablauf der Schwangerschaft während der ersten drei Monate sehr leicht gestört werden. Es ist deshalb notwendig, dass sich die Mutter in ihrer ganzen Lebensweise auf das Baby einstellt.

4. Verhaltensregeln für die Schwangere

Wenn sich die werdende Mutter während ihrer Schwangerschaft an folgende generell gültige Regeln hält, hat sie schon viel für sich und die Gesundheit ihres Kindes getan:
• Die werdende Mutter sollte nicht rauchen.
• Die werdende Mutter sollte keinen Alkohol trinken.
• Rauchen und Trinken schaden dem neuen Leben erheblich.
• Rohes Hackfleisch oder rohe Eier werden von der Speisekarte gestrichen. (Gefahr einer Toxoplasmose- Infektion)
• Der Arzt bestimmt, welche Medikamente genommen werden dürfen.
• Sportliche Aktivitäten sollen auf das Schwimmen und auf Gymnastik beschränkt werden.
• Vorsicht beim Umgang mit Tieren. Es kann auch hier zu Infektionen (Toxoplasmose) kommen.

5. Ernährung des kindlichen Organismus

Eine wichtige Voraussetzung für die ungestörte Entwicklung des Kindes ist seine ständige Versorgung mit Sauerstoff und allen notwendigen Nährstoffen. Die Aufgabe dieser Verpflegungsstation übernimmt die Plazenta, auch Mutterkuchen genannt. Dieses Zellgebilde sitzt an der Gebärmutterwand und ist mit dem Fötus durch die Nabelschnur verbunden. Die Plazenta transportiert aus dem mütterlichen Blutkreislauf Nährstoffe und Sauerstoff in den kindlichen Organismus und gibt andererseits Schlackstoffe wieder ab. Außerdem ist die Plazenta für die Hormonherstellung verantwortlich, die zum Erhalt der Schwangerschaft wichtig ist. Nach der Geburt wird die Plazenta mit der Nabelschnur ausgestoßen.

6. Die Entwicklung des Babys

In der 18. bis 20. Woche ist es soweit: Die werdende Mutter fühlt zum ersten Mal, wie ihr Kind sich bewegt. Abgesehen davon, dass dies ein einmaliges Erlebnis ist, bedeutet dieser Tag auch ein weiteres Merkmal zur Errechnung des Entbindungstermins. Inzwischen ist das Kind ungefähr 19 cm groß. Seine Herztöne sind mit absoluter Sicherheit nachzuweisen. Die Kraft, die seine Muskeln entwickeln macht sich jetzt täglich mehr an dem heftigen Strampeln bemerkbar. Außerdem reagiert das Kind auf laute Geräusche und plötzliche Bewegungen. Bei den regelmäßigen Untersuchungen überprüft der Arzt neben den Herztönen des Kindes auch seine Lage in der Gebärmutter und deren Größe. Dabei bedient sich der Arzt meist der Ultraschallmethode.

7. Die Ultraschalluntersuchung

Bei der Ultraschallmessung wird nach dem Prinzip des Echolots der Bauch der Schwangeren abgetastet und die Umrisse werden auf einen Bildschirm geworfen. Auch Regelmäßigkeit und Stärke des Herzschlags und die Vitalität lassen sich dabei feststellen. Gleichzeitig werden so vor allem die Lage, die Größenentwicklung und damit der Geburtstermin des Kindes überprüft. Dies ist zur Früherkennung einer Querlage für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft ungemein wichtig. Bei 96 von 100 Babys liegt übrigens der Kopf unten. Diese endgültige Lage haben die meisten Kinder bereits zum Ende des 7. Monats eingenommen.

8. Vorzeichen der nahenden Geburt

Im 9. Monat treten vermehrt Schwangerschaftswehen auf. Die Gebärmutter übt sich sozusagen im Zusammenziehen ihrer Muskulatur und schiebt das Baby dabei weiter in eine geburtsgerechte Lage. Irgendwann beginnen dann die Wehen stärker einzusetzen. Kommen die Wehen in regelmäßigen Abständen - alle 10 Minuten über eine halbe Stunde hinweg, wird es Zeit, in die Klinik zu fahren. Dort kann anhand des Zustandes des Muttermundes schnell festgestellt werden, ob die Geburt tatsächlich eingesetzt hat oder ob es lediglich ein falscher Alarm war. Die Schwangere wird auch in diesem Fall für einige Zeit unter Beobachtung in der Klinik bleiben.

Schnelles Handeln ist geboten, wenn es zu einem vorzeitigen Blasensprung kommt. Darunter versteht man den Abgang von Fruchtwasser, der nicht unbedingt von Wehentätigkeit begleitet werden muss. Ob mit oder ohne Wehentätigkeit - die Mutter sollte sofort ins Krankenhaus gebracht werden, und zwar möglichst liegend. So kann die Gefahr des Nabelschnurvorfalls am besten gemindert werden.

9. Die Geburt

Der eigentliche Geburtsvorgang wird in drei Hauptabschnitte unterteilt. Die ersten Stunden der Geburt bezeichnet man als Eröffnungsperiode. Sie beginnt mit den ersten Wehen und endet mit der vollständigen Öffnung des Muttermundes. In den meisten Fällen platzt gegen Ende dieser Phase die Fruchtblase, und das darin enthaltene Fruchtwasser fließt nach und nach ab. Die Farbe des Fruchtwassers gibt unter anderem den wichtigen Aufschluss über mögliche Gefährdungen für das Kind. Selbstverständlich wird der Geburtsablauf bereits in dieser Phase sorgfältig kontrolliert. Dazu gehört die laufende Überwachung der Herzschläge des Babys. Dazu wird die Mutter meistens an ein spezielles Gerät angeschlossen.

Die entscheidende Phase

Mit ungefähr acht bis zehn Zentimetern ist die vollständige Öffnung des Muttermundes erreicht. Damit beginnt die zweite Phase der Geburt, die sogenannte Austreibungsperiode. Sie dauert bis zur Geburt des Kindes. Normalerweise ist sie bei Erstgebärenden in einer Stunde abgeschlossen. Bei Mehrgebärenden ist sie kürzer.

10. Komplikationen bei einer Geburt

Es können sich im Verlauf der letzten Schwangerschaftsphase Komplikationen einstellen, die eine operative Entbindung notwendig machen. Die Medizin ist heutzutage soweit, dass derartige Eingriffe nahezu risikolos sind.

Der Kaiserschnitt

Der Kaiserschnitt zählt heute zu den gebräuchlichsten Methoden. Die wichtigsten Situationen, in denen eine Schnittentbindung (Kaiserschnitt) erforderlich ist, sind folgende:
• Regelwidrige Lage des Kindes in der Gebärmutter.
• Störungen der Plazenta.
• Missverhältnis zwischen Kind und mütterlichem Becken.
• Ausbleiben der Wehentätigkeit.

Es kann aber auch sein, dass der Arzt sich erst während der Geburt zu einem derartigen Eingriff entschließen muss, z. B. bei Notsituationen mit einer Gefährdung des Kindes.

Durch Nabelschnurkomplikationen kann die Sauerstoffzufuhr zum Kind gedrosselt werden, oder die Geburt kommt durch Ausbleiben der Wehen zum Stillstand. Die Frequenz der kindlichen Herztöne verändert sich dabei charakteristisch.

Im Allgemeinen dauert eine Schnittentbindung nicht länger als eine Stunde. Im Gegensatz zur normalen Geburt ist die Belastung für das Kind geringer. Allerdings kann die schnelle Geburt beim Kaiserschnitt auch einige Umstellungsschwierigkeiten für das Neugeborene mit sich bringen.

Geburtszange und Saugglocke

Neben dem Kaiserschnitt gibt es noch zwei andere Methoden, um eine Geburt operativ zum Ende zu bringen: die Zangengeburt und die Vacuummethode. Die Zangengeburt hat auch noch heute in vielen Kreisen einen ausgesprochen schlechten Ruf. Zu Unrecht. Denn die Gefahr, dass bei diesem Operationsverfahren das Kind bleibende Schäden davontragen könnte, ist weitgehend gebannt.

Eine Zangengeburt wird dann angewendet, wenn die Geburt beschleunigt werden muss, z. B. wenn die Gefahr des plötzlichen Absterbens des Kindes droht. Dann ist dieser Eingriff eine sichere Möglichkeit, das Leben des Kindes zu retten. Eventuelle Druckstellen am Kopf des Kindes gehen nach zwei bis drei Tagen wieder zurück.

Bei der Vacuummethode wird in der letzten Geburtsphase eine Saugglocke am Kopf des Kindes angebracht, mit der der Körper aus dem Mutterleib herausgezogen wird. Hierbei kann sich aufgrund des ausgeübten Zuges die Kopfhaut leicht erheben. Spätestens in drei Tagen hat sie sich aber bereits wieder zurückgebildet.

11. Nach der Entbindung

Die ersten Wochen nach der Geburt bezeichnet man als Wochenbett. Die Mutter ist nun zur Wöchnerin geworden. In dieser Zeit stellt ihr Körper sich wieder auf seinen Normalzustand ein. Es ist einsichtig, dass dies nicht von heute auf morgen geschieht, sondern eine geraume Zeitspanne in Anspruch nimmt. Erst nach insgesamt zwölf Wochen ist der körperliche Zustand wie vor der Schwangerschaft wiederhergestellt.

Diese Fragen/Arbeitsaufträge solltest du beantworten/lösen können

• Welches Gerät benutzt der Frauenarzt bei den regelmäßigen Schwangerschafts- Untersuchungen?
• Wie viele unreife Eizellen besitzt eine Frau?
• In welchen Zeitabständen wird mindestens ein Ei reif zur Befruchtung?
• Wo befindet sich das reife Ei? • Welche Form weist die Gebärmutter auf?
• Welchen Weg nimmt die Eizelle? • Wie viele Tage dauert diese Wanderung?
• Beschreibe den Weg einer Samenzelle bis zum Ei!
• Wie viele Samenzellen können in das Ei eindringen?
• Was geschieht nach der Befruchtung von Samen und Ei?
• Nach wie viel Tagen nistet sich der Keim in der Gebärmutterschleimhaut ein?
• Wodurch ist der Embryo mit dem Organismus der Mutter verbunden?
• Wie bezeichnet man den Embryo nach zehn Wochen?
• Schreibe Anzeichen für die nahende Geburt auf!
• Was macht das Baby kurz vor der Geburt?
• Womit unterstützt die werdende Mutter die Wehen?
• Wer hilft bei der Geburt mit?
• Notiere was mit dem Neugeborenen gleich nach der Geburt geschieht!
• Womit leistet die Mutter einen wichtigen Beitrag zur seelischen Entwicklung des Kindes?

Artbeitsblätter und didaktische Hinweise für Lehrer

Didaktische Hinweise:

Lehrplanbezüge (Bayern)

Der Lehrplan Biologie für die 6. Jahrgangsstufe nennt als Lernziel "Einen Einblick in die Entstehung menschlichen Lebens erhalten". Diesem Lernziel sind folgende Lerninhalte zugeordnet:
• Befruchtung der Eizelle,
• Schwangerschaft,
• Schutz ungeborenen Lebens.


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