alpha Lernen - Biologie

Verdauung Was macht der Magen?

Von: Christine Walter, Reinhard Sinterhauf

Stand: 05.12.2016

Schau dir zunächst das Video auf die folgenden Fragen hin an:

  • Welche vier Hauptaufgaben übernimmt der Magen im Rahmen der Verdauung?
  • Warum kann die Magensäure dem Magen selbst nicht schaden?
  • Warum kann man den Magen auch als "Chemiefabrik" bezeichnen?
  • Was ist der sogenannte Pförtner und welche Aufgabe erfüllt er?

Weiter unten findest du die Antworten auf die Fragen und vertiefende Informationen.

Aufbau und Aufgabe des Magens

Der Magen liegt im oberen Bauchbereich, etwas links von der Körpermitte. Mäßig gefüllt ist er 20 - 30 Zentimeter lang und kann 1,2 - 1,6 Liter Inhalt fassen. Die Magenwand besteht aus mehreren Muskelschichten und ist im Inneren mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Die Magenmuskulatur ist zur peristaltischen Muskelbewegung fähig und zerdrückt den Nahrungsbrei noch weiter.

Hauptaufgabe des Magens ist es, die Speisen eine Zeit lang zu lagern. Während dieser Zeit wird sie durch die Zugabe von Magensäften und Enzymen verflüssigt und zur weiteren Verdauung im Dünndarm vorbereitet. Der Magensaft wird von spezifischen Drüsen der Magenschleimhaut produziert. Seine Ausschüttung wird ausgelöst durch den mechanischen Berührungsreiz der eintretenden Speisen. Er besteht aus Säuren, die mit der Speise aufgenomme Bakterien abtöten. Täglich werden ca. 1,5 - 2 Liter Magensaft von besonderen Drüsen der Magenschleimhaut gebildet. Das ebenso im Magensaft enthaltende Enzym Pepsin spaltet die über die Nahrung aufgenommenen Eiweiße in verdauliche Stücke. Kohlenhydrate und Fette passieren den Magen dagegen nahezu ungehindert. Ein Ringmuskel, der Pförtner, trennt den Magen von dem sich anschließenden Zwölffingerdarm.

Die Verweildauer der Nahrung im Magen hängt davon ab, wie leicht sie zu verwerten ist. Besonders fettreiche Fleisch- und Fischgerichte machen dem Magen viel Arbeit. Um Ölsardinen, fettes Fleisch oder gebratenes Geflügel für die weitere Verdauung vorzubereiten, benötigt der Magen oft bis zu 8 Stunden. Völlegefühl, Blähungen und Sodbrennen können die Folge sein.

Daher ist es ratsam, auf diese Speisen als Abendessen zu verzichten, da sie "wie ein Stein im Magen liegen" und uns die Nachtruhe rauben können. Besonders leicht verdauliche Speisen sind kohlenhydrathaltige Erzeugnisse wie Nudeln, Reis und Brötchen, gekochter Fisch und weichgekochte Eier. Diese kann der Magen bereits innerhalb einer Stunde aufschließen.

Lerncheck: Magen

Frage

Welche vier Hauptaufgaben übernimmt der Magen im Rahmen der Verdauung?

Antwort

  • Muskelbewegungen schaukeln den Speisebrei hin und her.
  • Der Speisebrei wird dabei mit Magensäure vermischt.
  • Die Magensäure spaltet Eiweiße in kleinere Bestandteile.
  • Bakterien werden durch die Säure abgetötet.

Frage

Warum kann die Magensäure dem Magen selbst nicht schaden?

Antwort

Eine dicke Schleimschicht schützt die Mageninnenwände vor der Salzsäure.

Frage

Warum kann man den Magen auch als "Chemiefabrik" bezeichnen?

Antwort

Der Magen stellt Enzyme her, die die in der Nahrung enthaltenen Eiweiße weiter aufspalten. Außerdem produziert er aggressive Salzsäure, die eingedrungene Krankheitserreger abtötet.

Frage

Was ist der sogenannte Pförtner und welche Aufgabe erfüllt er?

Antwort

Der Pförtner ist ein Ringmuskel am Magenausgang. Er schließt den Magen ab und lässt nur Nahrungsbestandteile, die kleiner als 1 mm sind, durch.