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Durchgehender Empfang Radio im Tunnel

Das Lieblingsprogramm rauscht im Tunnel? Das ist nicht nur lästig, sondern auch ärgerlich. Umso mehr, wenn der Verkehr länger stockt. Deswegen plant der BR, in den kommenden Jahren weitere Tunnel mit allen BR-Radioprogrammen auszustatten.

Stand: 30.08.2016

Illustration: Tunnel mit Radiowellen und Lautstärkeregler | Bild: John Foxx, Montage: BR

Bis vor einigen Jahren waren Tunnel meist nur mit wenigen Servicewellen versorgt, wie beispielsweise BAYERN 3. Denn an erster Stelle steht die Sicherheit: Bei einem Brand oder Unfall müssen die Autofahrer schnell informiert werden, was zu tun ist – mit einer Radiodurchsage, die natürlich nur im Tunnel zu hören ist.

Tunnelversorgung

bereits ausgerüstet mit UKW und DAB+:

Farchant / Garmisch-Partenkirchen (B2): Tunnel Farchant
Furth im Wald (B 20): Deschlbergtunnel
Haßfurt (A70): Tunnel Schwarzer Berg
Landshut: Josef-Deimer-Tunnel
München (Stadtgebiet): Brudermühl-Tunnel, Richard- Strauss-Tunnel, Petueltunnel, Altstadtring-Tunnel, Luise-Kiesselbach-Tunnel, Heckenstallertunnel, Trappentreutunnel
München (A 99): Tunnel Allach und Aubing
Ruhpolding: Schlosstunnel (bei UKW - nur Bayern 3)
Traunstein (B304): Ettendorfer Tunnel

Wichtige Durchsagen im Notfall

Petueltunnel in München

Die "Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln" (RABT) schreiben deshalb vor, in Straßentunneln mindestens ein Radioprogramm einzuspeisen.
Dabei gilt: Je mehr Autofahrer Radio hören, desto eher hören sie im Notfall die Durchsagen und reagieren schneller. Und je mehr Radiostationen empfangbar sind, umso besser erreicht man dieses Ziel.

In den kommenden Jahren plant der BR deshalb weitere Tunnel mit allen BR-Hörfunkprogrammen (UKW und Digitalradio) auszurüsten. Hohe Priorität haben Tunnel, die stark befahren sind. Autofahrer in der Landeshauptstadt München können bereits in den meisten Tunneln alle BR-Radioprogramme via UKW oder wahlweise DAB+ empfangen. Mit Durchfahrtzahlen von etwa 100.000 Fahrzeugen pro Tag haben die Tunnel auf dem Mittleren Ring ein besonders hohes Verkehrsaufkommen. Der neue gebaute Tunnel am Luise-Kiesselbachplatz, hat von Beginn an eine vollwertige Radioversorgung erhalten. Der Landshuter-Allee-Tunnel wird aufgrund des geplanten Neubaus vorab nicht mehr nachgerüstet.

Auch andernorts sind Nachrüstungen in Planung, konkrete Termine stehen noch keine fest.

Technik in aller Kürze

Die Radiosignale werden an der Oberfläche mit einer Richtantenne empfangen und auf ein im Tunnel verlegtes Schlitzkabel geleitet. Dieses Koaxialkabel besitzt kleine Schlitze in der Schirmung und strahlt wie eine lang gestreckte Sendeantenne die Radioprogramme auf derselben Frequenz wieder ab. Eine "Durchsage"-Einrichtung ist dazwischen geschaltet und kann bei Notfällen von der Polizei aktiviert werden.


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