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Satellitenempfang Bayerisches Fernsehen und Das Erste auf neuem ASTRA-Satelliten 1N

Im März hat ASTRA-SES einige Satellitentransponder auf der Orbitposition 19,2 Grad Ost auf neue Satelliten verlegt. Unter den betroffenen ARD- und ZDF-Programmen sind auch Das Erste und das Bayerische Fernsehen (in SD und HD Qualität) auf den Transpondern 19, 25 und 71, die seit 11. März über den Satelliten ASTRA 1 N gesendet werden. Der Satellitenbetreiber hat die Position von ASTRA 1 N am 29. April für Skandinavien noch leicht angepasst. Das hat zur Folge, dass sich das Sendegebiet Richtung Norden wieder um ca. 400 km vergrößert hat.

Stand: 07.05.2014

Ausleuchtzone von ASTRA 1 N | Bild: Astra

In Deutschland und im Kernversorgungsgebiet bleibt für Zuschauer alles beim Alten, denn die Übertragungsparameter (Frequenz, Polarisation etc.) ändern sich nicht. Daher muss auch kein Receiver neu programmiert werden. Da sich aber die Ausleuchtzone (Footprint eines Satelliten) ändert, beeinflusst das den Empfang in einigen Regionen Europas.

Mögliche Übersteuerung

Der neue Satellit ASTRA 1 N bietet eine höhere Schlechtwetter-Reserve aufgrund einer höheren Strahlungsleistung gegenüber dem älteren Satelliten. Das kann im Einzelfall zu einer Übersteuerung des Eingangsverstärkers am LNB und Satellitenreceiver  führen. Ist das der Fall, wird die Signalstärke am Receiver mit 100 Prozent trotz gestörten Empfangs angezeigt. Dagegen hilft ein für Satellitenempfang geeignetes Dämpfungsglied oder - falls möglich  - eine Pegel-Korrektur in der Satellitenanlage. Im Zweifel hilft der Fachhändler weiter.

Besonders in Skandinavien ist die Reichweite deutlich geringer als vor dem Satellitenwechsel, da die Ausleuchtzone von ASTRA 1 N diesen Teil Europas nur noch teilweise abdeckt. Durch die für April vorgesehene Lagekorrektur des Satelliten soll sich die nördlich einer Linie von Alesund (Norwegen) bis Helsinki (Finnland) verlaufende Empfangsgrenze für das Bayerische Fernsehen und weitere Programme weiter nach Norden verschieben - Gebiete in den Wüstenregionen Nordafrikas fallen dagegen weg. Die Urlaubsgebiete an der nordafrikanischen Küste und den Kanaren bleiben jedoch versorgt.

Für das ARD-Programm Das Erste gibt es mit Eutelsat auf Hotbird 13 Grad Ost zumindest eine Alternative zu ASTRA, die aber eine Neuausrichtung der Satellitenantenne oder einen Mehrfachempfang von Satellitenpositionen (Multifeed) voraussetzt.

Durch die Ende April durchgeführte Lagekorrektur des Satelliten hat sich die nördlich einer Linie von Alesund (Norwegen) bis Helsinki (Finnland) ursprünglich verlaufende Empfangsgrenze für das Bayerische Fernsehen und weitere Programme um ca. 400 Kilometer weiter nach Norden verschoben - Gebiete in den Wüstenregionen Nordafrikas sind dafür weggefallen. Die Urlaubsgebiete an der nordafrikanischen Küste und den Kanaren bleiben jedoch versorgt.

Ein solcher Umzug im All wird immer dann notwendig, wenn die Lebensdauer eines Satelliten sich dem Ende zuneigt. Zwischen 12 und 15 Jahre kann ein Satellit typischerweise genutzt werden, dann wird der Treibstoff knapp und die Alters- und Verschleißerscheinungen machen den Wechsel für den SAT-Betreiber unumgänglich.

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