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Das digitale Antennenfernsehen in Bayern

Stand: 30.03.2017

Fernsehen im Freien | Bild: BR/Gertraud Schläger, BR; Montage: BR

Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 HD

Seit 29. März 2017 gibt es nun DVB-T2 HD, das DVB-T bis Mitte 2019 schrittweise ablöst. Die Umstellung ist notwendig, da die Bundesregierung entschieden hat, das 700 MHz- Frequenzband, das bislang von DVB-T genutzt wird, zugunsten des Mobilfunks zu räumen.

Das neue Antennenfernsehen startete am 29. März zuerst in den großen bayerischen Ballungsräumen München und Nürnberg sowie in Teilen Südbayerns und Mittelfrankens - dort werden nun 16 frei empfangbare öffentlich-rechtliche Programme sowie 21 private - großteils verschlüsselte - Programme zukunftsweisend in Full HD über DVB-T2 übertragen. In den Umstellungsregionen wurde an den fünf Senderstandorten München, Wendelstein und Nürnberg, Dillberg, Büttelberg die DVB-T-Ausstrahlung eingestellt. Die anderen Senderstandorte verbreiten DVB-T noch solange bis auch dort auf DVB-T2 umgestellt wird. Bis Mitte 2019 wird in DVB-T2 HD in ganz Bayern verfügbar sein.

Einfache Nutzung

Ein besonderer Vorteil des Antennenfernsehens ist der portable und mobile Empfang und die damit verbundene flexible Nutzung von Fernsehprogrammen im Versorgungsgebiet. Die Installation ist einfach und dadurch auch ideal für  Zweit- und Drittgeräte. Hier werden beim Fernsehen auch keine Datenvolumen wie beim mobilen Internet belastet.

Außer den TV-Programmen besteht auch beim Antennenfernsehen die Möglichkeit zusätzliche Angebote zu nutzen, wie z.B. die Mediatheken. Dazu ist ein HbbTV-taugliches Empfangsgerät erforderlich, das für den Empfang dieser Zusatzangebote ans Internet (schnelles DSL-Zugang) anschlossen sein muss.

Versorgung in Bayern

Über 90 Prozent der bayerischen Bevölkerung können Fernsehprogramme via Dachantenne empfangen. Für mehr als 70 Prozent der Einwohner genügt bereits eine kleine Außenantenne. In Sendernähe reicht in der Regel eine Zimmerantenne. Neben der Antenne ist künftig ein DVB-T2 HD Empfangsgerät erforderlich - diese Geräte empfangen auch DVB-T, solange es auf Sendung ist.

Programmangebot

Zwölf öffentlich-rechtliche Qualitätsprogramme (je vier Programme pro Kanal) bieten der BR und das ZDF über DVB-T an. Bei DVB-T2 HD erhöht sich das frei empfangbare Angebot in Bayern auf 16 öffentlich-rechtliche HD-Programme. Bundesweit eingestellt wurde die DVB-T-Verbreitung kommerzieller Programme; dafür sind die private HD-Programme über DVB-T2 HD seit 29. März in vielen großen Ballungsräumen empfangbar - die meisten davon jedoch kostenpflichtig über FreenetTV zu beziehen.

Digitales Antennenfernsehens seit 2005

Der Umstieg von analog auf digital terrestrisch dauerte in Bayern dreieinhalb Jahre: Am 30. Mai 2005 fiel der Startschuss für die Regionen München/Südbayern und Nürnberg. Am 25. November 2008 ging der letzte analoge Grundnetzsender vom Netz. Am 4. November 2009 wurden schließlich die beiden letzten noch verbliebenen analogen Füllsender stillgelegt. Die Ära der analogen terrestrischen TV-Ära in Bayern war beendet.


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