"Dreileben" (2011)
Bettina Reitz mit Dominik Graf und Christian Petzold am Set von "Dreileben"
Unternehmensstruktur Die Fernsehdirektorin Bettina Reitz
Die Fernsehdirektorin wird mit Zustimmung des Rundfunkrates vom Intendanten berufen. Die Berufung kann längstens auf fünf Jahre erfolgen, wobei wiederholte Berufung zulässig ist.
Zur Person
Bettina Reitz ist seit 1. Juni 2012 Fernsehdirektorin des Bayerischen Rundfunks.
Reitz, geboren in Frankfurt am Main, studierte Germanistik,Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft sowie Psychologie in Frankfurt und Berlin. Ab 1985 war Bettina Reitz freie Mitarbeiterin u.a. beim Hessischen Rundfunk, arbeitete als Regieassistentin, Produzentin, Autorin und Regisseurin von Dokumentationen. Zwischen 1988 und 1990 war sie Redakteurin beim Hessischen Rundfunk. 1991 wechselte sie als Fernseh- und Kinoredakteurin zum ZDF, wo sie - zuletzt als stellvertretende Redaktionsleiterin - bis 1997 tätig war.
1997 arbeitete Bettina Reitz als freie Dramaturgin und Projektberaterin für TV- und Kinofilmprodiktionen und übernahm 1998 für das Bayerische Filmzentrum Aufbau und Leitung von First Movie Programm. 1999 war Bettina Reitz Gründungsmitglied der Film- und Fernsehproduktionsfirma teamWorx GmbH, bei der sie als Produzentin tätig war. Im Januar 2003 startete Reitz ihre Karriere beim Bayerischen Rundfunk: Bis April 2011 war sie Leiterin des Programmbereichs Spiel-Film-Serie in der Fernsehdirektion und Fernsehspielchefin. Ab 2004 bis April 2011 war sie auch Mitglied der Gemeinschaftsredaktion "Vorabend im Ersten". Von Mai 2011 bis Mai 2012 war Reitz Geschäftsführerin der Degeto Film GmbH.
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Filmische Auszeichnungen
Als Leiterin des Programmbereichs Spiel-Film-Serie war Bettina Reitz für zahlreiche preisgekrönte Kinoproduktionen verantwortlich. Die Michael-Haneke -Filme "Amour" und "Das weiße Band" erhielten 2012 bzw. 2010 die Goldene Palme. "Das weiße Band" erhielt zudem den Golden Globe und war für den Oscar nominiert. Den Oscar gewonnen hat 2007 der Film "Das Leben der Anderen" (Regie: Florian Henckel von Donnersmarck). Zu den weiteren Erfolgen, die unter anderem den Deutschen Filmpreis erhielten, zählen "Wer früher stirbt ist länger tot", "Sophie Scholl - Die letzten Tage", "Im Winter ein Jahr" und "Kirschblüten Hanami".
Auch zahlreiche von Bettina Reitz mitverantwortete Fernsehfilme, wie "Marias letzte Reise" oder "Dreileben", diverse "Tatorte" und "Polizeirufe 110", wurden unter anderem mit dem Adolf Grimme Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.
Sonstige Funktionen
Bettina Reitz ist Gastdozentin an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Seit Juni 2012 ist sie Mitglied im Aufsichtsrat des FilmFernsehfonds Bayern. Bettina Reitz ist Mitglied der Deutschen und der Europäischen Filmakademie. Zudem ist sie Koordinatorin der Filmförderung in der ARD. 2009 erhielt sie den Hans-Abich-Preis für besondere Verdienste um den Fernsehfilm.
Aufgaben der Fernsehdirektorin
Die Fernsehdirektorin ist insbesondere zuständig und verantwortlich für die Programmgestaltung, Mitgestaltung und Zulieferungen für elf Fernsehprogramme:
- verantwortlich für Bayerisches Fernsehen und BR-alpha
- Mitgestaltung und Zulieferung für DAS ERSTE (Gemeinschaftsprogramm der ARD), ARTE, Kinderkanal, Phoenix, 3sat, die Digitalprogramme EinsFestival, EinsPlus, Tagesschau24 sowie Deutsche Welle TV.

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