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Sprecher Peter Veit

Einmal verschlief er seinen Einsatz und es herrschte für anderthalb Minuten Funkstille im Radio – ein findiger Regisseur machte daraus ein Hörspiel, in dem Peter Veit die Hauptrolle spricht.

Von: Olga-Louise Dommel

Stand: 06.06.2016

Peter Veit bei den Aufnahmen des Hörspiels "Tristram Shandy" von Laurence Sterne im Studio 10 | Bild: BR/Ulrike Kreutzer

"Ouh, ich hab' so Bauchweh", jammert der Osterhase, weil er zu viele Schokoeier gegessen hat. "Ein Montag 1953. Ernest Hemingway ist auf seiner Motoryacht Pilar draußen vor Kuba, als ihn die Nachricht erreicht." "8 Uhr. Guten Morgen, heute ist Dienstag, der 13. April." Schon beim Lesen spürt man, wie unterschiedlich diese Sätze klingen. Dabei ist es ein und derselbe Sprecher, der sie spricht: Peter Veit. Seit 1990 kann man ihn als Nachrichtensprecher und Zitator im Radio und in Fernsehtrailern und -sendungen des Bayerischen Rundfunks hören.

"Diese Vielfalt macht mir sehr viel Spaß. Das ist wirklich mein Traumberuf."

Peter Veit über seine Tätigkeit beim BR

Angefangen hat Peter Veit beim Privatsender Radio Lindau als Redakteur, Techniker, Sprecher und Musikredakteur in Personalunion. Dann folgte die Ausbildung zum Sprecher beim BR, mit Atemtechnik, Stimmbildung, Artikulation, Phonetik. Heute arbeitet er auch selbst als Sprechtrainer und moderiert die radioJazznacht in Bayern 2. "Da spiele ich nur Musik, die ich mag und die man nachts gut anhören kann, keinen spezialistischen Freejazzfusionwahnsinn." Unfreiwillige Berühmtheit erlangte Peter Veit, als er in der Frühschicht einmal die Nachrichten verschlief und auf Bayern 1 und BAYERN 3 anderthalb Minuten Funkstille herrschte. Seine kranke Tochter hatte ihm eine schlaflose Nacht beschert. Eran Schaerf machte daraus später das preisgekrönte Hörspiel "Heute ist Mittwoch, der 10. Dezember". "Das war für mich wirklich eine Ehre." Und für die Hörer ein Genuss.