Unternehmen - Menschen

Die neuen Frühaufdreher Die Dreier-WG von BAYERN 3

Seit rund drei Monaten begleiten Simone Faust, Sebastian Winkler und Philipp Kleininger die BAYERN 3-Hörerinnen und Hörer bei ihrem Start in den Tag. Wie läuft es im neuen Frühaufdreher-Team? Wir haben die drei über ihre morgendliche Dreierbeziehung als WG und Band befragt.

Von: Lena Erhard, Unternehmenskommunikation

Stand: 23.09.2017

Die neuen Frühaufdreher, v.l.n.r Phillipp Kleininger, Sebastian Winkler, Simone Faust | Bild: Markus Konvalin

Sebastian, du hast das Frühaufdreher-Team letztens mit einer WG verglichen, aus der zwei Mitbewohner ausgezogen sind und zwei neue eingezogen sind. Seit fast drei Monaten "wohnt" ihr drei jetzt zusammen. Wie läuft’s denn?

Sebastian Winkler: Es läuft super, und es hat tatsächlich was von einer WG. Man sitzt eine lange Zeit jeden Tag aufeinander und das in einer sehr sensiblen Zeit, zwischen 5.00 und 9.00 Uhr. In einer WG geht man sich genau in der Zeit aus dem Weg. Aber wir verbringen so viel Zeit miteinander, dass ich an manchen Tagen Simone und Philipp länger als meine Frau und mein Kind sehe. Wir sprechen ständig über alles – on air und off air. Da lernt man sich schon sehr gut kennen.

Philipp, du warst bisher als Redakteur bei BAYERN 3 eher hinter den Kulissen tätig. Was macht mehr Spaß: einem Moderator zuarbeiten oder selbst on air im Rampenlicht stehen?

Philipp Kleininger: Ich habe schon früher bei Radio Energy eine Talkshow moderiert und in Augsburg bei Radio Fantasy eine Unterhaltungsshow. Aber ich hatte ganz vergessen, wie viel Spaß es macht, live am Mikro zu sein. In der Redaktion eine Sendung vorzubereiten ist auch cool, aber die Kirsche auf der Torte ist dann doch, wenn man das, was man sich ausgedacht hat, selber rüberbringen kann.

Simone, du arbeitest schon am längsten von euch dreien bei BAYERN 3. Was hast du vor den Frühaufdrehern gemacht?

Frühaufdreherin Simone Faust

Simone Faust: Ich bin schon seit 1999 beim BR, damals hab ich eine Ausbildung zur Medienkauffrau gemacht. Bei BAYERN 3 war ich zuerst in der Musikredaktion als Programmassistentin. Parallel zum Job habe ich studiert, wurde Redakteurin, dann Wetter-Moderatorin. Als Wetter-Sidekick habe ich das erste Mal mit Sebastian moderiert, und später wurden wir ein Team beim Hit-Mix-Nachmittag. Das war die erste Sendung, die ich vorbereitet und moderiert habe.
Ich wollte immer zum Radio und fand es schon toll, als ich zum ersten Mal on air gehen durfte. Jetzt bin ich Teil der BAYERN 3 Frühaufdreher - das ist echt der Wahnsinn!

Was klappt besonders gut in eurem Team?

Simone Faust: Wir haben denselben Humor. Und wenn wir mal unterschiedlicher Meinung sind, finden wir schnell eine Lösung, ohne dass jemand beleidigt ist.

Philipp Kleininger: Ja, wir können gut miteinander. Bei uns ist es wie in einem Sportteam, das einfach gut zusammenspielt. Da weiß man auch blind, wo der andere steht und wo man hinspielen kann.

Sebastian Winkler: Das Wichtigste in dieser Frühsendung ist, dass wir uns jeden Tag aufeinander freuen. Das ist jetzt unser Morgen. Andere stehen um die Zeit auf und frühstücken, und wir sind hier im Studio zusammen. Es gibt selten Situationen, in denen wir nicht einer Meinung sind. Wir haben alle die gleiche Vision, das ist für mich ein totales Geschenk. Das ist nicht selbstverständlich.

Was ich mich immer frage, wenn ich morgens verschlafen im Bad stehe und Radio höre: Wie schafft man es, jeden Morgen so gute Stimmung zu verbreiten?

Frühaufdreher Philipp Kleininger

Philipp Kleininger: Wenn wir morgens in den Sender kommen, sind wir ja nicht nur zu dritt.  Da sind auch Redakteure, Techniker, Wetter- und Nachrichtenleute. Jeden Morgen trifft sich ein Team zu einer absurden Uhrzeit. Es herrscht eine ganz besondere Stimmung, die man so nur in der Früh hat. Da geht es nur darum, eine gute Show zu machen. Jeder freut sich, Teil davon zu sein. Das macht es leicht.

Sebastian Winkler: Du kannst es ein bisschen damit vergleichen, wenn du in der Früh aufwachst und weißt, es geht in den Urlaub. Da bist du auch nicht schlecht gelaunt. Das haben wir fünf Tage die Woche. Es ist etwas ganz Besonders.

Letztes Jahr wurde das Sendungskonzept der Frühaufdreher um einige neue Komponenten erweitert. Hat sich diesen Sommer außer den neuen Mitbewohnern noch etwas verändert?

Sebastian Winkler: Wir achten darauf, jedem Break einen bestimmten Dreh zu geben. Wir wollen vor allem kurz und unterhaltend sein, ganz natürlich. Wir müssen keine Rolle spielen, sondern unterhalten uns einfach über unsere Themen des Tages. Wir sagen, was wir denken, und in Gedanken sitzen die Hörer immer mit am Tisch.

Nachrichtenmann Holger August

Philipp Kleininger: Außerdem ist Holger August unser neuer Mann in den Nachrichten. Er war früher im Vorbereiter-Team der Sendung und ist jetzt von der Redaktion ans Mikrofon gewechselt. Holger ist schon lange ein Frühaufdreher und weiß, wie es klingen soll.

Sebastian Winkler: Wir haben uns überlegt, was uns an Morningshows deutschlandweit gefällt und was nicht. Zum Beispiel, dass viele Morningshows so aufgeregt rüberkommen und man sich als Hörer denkt: Mann Leute, ich bin noch nicht wach, bringt mal etwas Ruhe rein. Wir überlegen uns vor jedem Break ganz klar, über welchen Aspekt von einem Thema wir reden wollen und packen nicht immer alles rein. Unsere Philosophie ist: Ein großes Thema des Tages. Und das teilen wir dann in Häppchen auf, nicht immer alles auf einmal.

Simone Faust: Im besten Fall nimmt der Hörer das genauso wahr, nimmt das Thema mit in den Tag und erzählt weiter, worüber wir in unserer Sendung geredet haben.

Der neue Senderclaim heißt "BAYERN 3 – und du mittendrin". Wie lebt ihr dieses Motto bei den Frühaufdrehern?

Frühaufdreher Sebastian Winkler

Sebastian Winkler: Das "du mittendrin" zeigt sich in so vielen Momenten. Vor allem soll es sagen, dass der Hörer uns am wichtigsten ist. Promiquiz – du kannst mitmachen und bist mittendrin. Oder wir berichten über ein Konzerthighlight und versuchen den Hörern, die nicht mit dabei sein konnten, das Gefühl zu geben, dass sie mittendrin waren. Oder der WhatsApp Kontakt zu BAYERN 3: Da war es mir ganz wichtig, selbst die WhatsApp Nachrichten lesen und beantworten zu können. Dadurch sind wir mitten unter den Hörern.

Simone Faust: Es ist auch toll, über WhatsApp zu sehen, worauf die Hörer reagieren. Manchmal sagen wir irgendetwas nur in einem Nebensatz und es kommen dazu gleich mehrere Nachrichten und wir wundern uns, dass die Hörer gerade das behalten haben. Dann kann man aber genau darauf wieder eingehen. Oder wenn eine Frage kommt: Wir können immer sehr schnell reagieren. Und damit sind unsere Hörer wirklich mitten in der Sendung.

Wenn ihr drei eine Band wärt: Wer würde welche Rolle einnehmen und welchen Sound hätte eure Band?

Philipp Kleininger: Sebastian würde singen, Gitarre spielen und am Schlagzeug sitzen und ich … ich bin der einzige zahlende Zuschauer. Ich wollte immer in einer Band spielen, bin aber sehr unmusikalisch.

Simone Faust: Philipp tanzt aber wahnsinnig gut. Der tanzt mich in der Sendung sehr oft an.

Philipp Kleininger: Genau, ich wäre der Backgroundtänzer. Simone ist der Bass.

Sebastian Winkler: Ja, genau Simone ist das Fundament der Band.

Philipp Kleininger: Was würden wir für einen Sound machen? Finnischen Death Metal!

Simone Faust: Gut gelaunten, finnischen Death Metal.