Unternehmen - Medienkompetenzprojekte


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TurnOn 2017/2018 Basisworkshop Bamberg Radiocrashkurs statt Englischstunde

Während ihre Mitschüler im Englischunterricht schmoren, dürfen eifrige Jungreporterinnen und -reporter im weihnachtlichen Bamberg mit dem Mikro losziehen und Interviews führen, aus denen danach spannende Beiträge entstehen. Diesmal finden gleich zwei Workshops direkt hintereinander statt.

Von: Kilian Nickol und Leonie Paeschke

Stand: 19.12.2017

Eindrücke vom TurnOn Basisworkshop in Bamberg. | Bild: BR

„Boah, ist das cool, schon so früh auf der Straße zu sein! Normalerweise hätten wir jetzt Englisch“, freut sich Anna. Es ist kurz vor halb zehn und die Gruppe ist gerade auf dem Weg zu Schneiders Hutmanufaktur. Die auszubildende Modistin Viktoria Heindl zeigt ihnen, wie man einen Hut macht und beantwortet alle Fragen, die die Nachwuchsreporter an sie haben. Von chique bis verrückt sind im Laden alle Hutmodelle zu finden – und die Schüler dürfen natürlich ein paar davon anprobieren. „Ich seh ja aus wie ein Waldjäger“, amüsiert sich Thanh, als er einen Herrenhut aufsetzt.

Währenddessen besuchen andere Reporter das Bamberger Krippenmuseum. In den Museumsräumen kann man handgefertigte Krippen aus aller Welt in den verschiedensten Größen ansehen. Gleich zwei andere Themen haben mit Theater zu tun: Im Marionettentheater dürfen die Schüler hinter die Kulissen schauen und selbst einmal versuchen, die Marionetten zu bewegen. Und im Theater am Michelsberg trifft sich ein Reporterteam mit einem professionellen Schauspieler und darf im Kostümfundus wühlen.

Stella, Marisha, Lotte und Jean-Raphael wagen sich in den Bamberger Escape Room "Quest4exit". Für 60 Minuten lassen sie sich in einen Raum einsperren und nun geht es nicht nur darum, in der kurzen Zeit möglichst viele knifflige Rätsel zu lösen und so das Schloss zu öffnen, sondern auch noch eine spannende Reportage von diesem Abenteuer mitzubringen.

Natürlich darf auch eines der größten Wahrzeichen Bambergs nicht fehlen: der Dom. Hier steht Manfred Heinz als Interviewpartner zur Verfügung, der hier schon seit Jahren Führungen gibt und von unheimlichen Erscheinungen zu berichten weiß. Gleich nebenan ist eine andere Reportergruppe ebenfalls historisch unterwegs: Fünf Schüler dürfen ihre Nasen in die uralten Bücher in der Bamberger Staatsbibliothek stecken.

Sportlich wird es für eines der Interviewteams bei Brose Bamberg, dem erfolgreichsten Basketballverein der Stadt. Die Schüler schauen beim Damentraining der zweiten Mannschaft zu – und werden prompt zu einer kleinen Partie gegen die Profis herausgefordert. Nach einem spektakulären Wettkampf drei gegen drei, können sich die Schüler immerhin mit einem knappen 1:2 zufrieden geben. Und dann kommt sogar noch so was wie ein Ersatz für die verpasste Englischstunde: Beim anschließenden Interview sind die Fremdsprachenkenntnisse der Reporter gefragt, denn zwei ihrer Interviewpartnerinnen kommen aus den USA. Erstes Interview auf Englisch – Respekt!

Während die Schüler also ihre Fähigkeiten in Sport, im Sprechen und im Radiomachen trainieren, sind auch ihre Lehrer nicht faul. Bamberg ist als Bierhauptstadt bekannt – natürlich müssen sie da der Rauchbierbrauerei Schlenkerla einen Besuch abstatten! Martin Knab zeigt die Produktionsstätte und erklärt, was hinter dem Namen steckt. Im Anschluss gibt es eine kleine Bierverkostung. Die Meinungen zum Geschmack gehen dabei auseinander, in einem aber sind sich die Lehrer einig: „Es schmeckt definitiv nach Schinken!“

Auch für die Schüler gibt es während ihrer Zeit in Bamberg natürlich lokale Spezialitäten: Auf dem Christkindlesmarkt werden im winterlichen Schneegestöber Bamberger Bratwürste, Schneebälle und Flammkuchen probiert – Bamberg hat auch in kulinarischer Hinsicht viel zu bieten!

So gestärkt geht die Beitragsproduktion viel leichter von der Hand. Pünktlich zur Live-Sendung am letzten Workshoptag sind alle Beiträge fertig, alle Moderationen geschrieben, Jingles gemischt und Musiktitel ausgesucht. Jede Sendung bekommt reichlich Applaus, dann machen sich Schüler wie Lehrer geschafft, aber mit leuchtenden Augen auf den Heimweg.


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