Unternehmen - Medienkompetenzprojekte


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Hörpfade Audioguides von Bürgern für Bürger

Was ist das Besondere an meiner Region? Was zeichnet den Ort aus, an dem ich lebe? Was macht unsere Heimat so unverwechselbar? Volkshochschul-Teilnehmer in Bayern können mit Unterstützung der Stiftung Zuhören und des Bayerischen Rundfunks die Geschichte ihrer Region akustisch erzählen.

Stand: 12.07.2017

Hörpfade - der akustische Weg durch Bayern | Bild: BR

Das Erzählen einer Geschichte ist noch immer die unmittelbarste Form, eine Nachrichte weiter zu geben. Und das Radio ist der schnellste Weg, diese Geschichte anderen zu Gehör zu bringen. Deshalb können Interessierte die Kunst des Radiomachens erlernen: der Bayerische Volkshochschulenverband, die Stiftung Zuhören und der Bayerische Rundfunk bieten jedermann die Möglichkeit, seine Geschichte, die Geschichte seines Heimatsortes oder seiner Region Anderen zu erzählen mit Interviews, Geräuschen und alten Aufnahmen.

Die "Hörpfade"-Autoren interviewen im Rahmen der VHS-Kurse Zeitzeugen und Experten, beschreiben Bauwerke, Personen und Besonderheiten ihrer Heimat, nehmen Naturgeräusche auf und gestalten Hörspielszenen. Mit den so entstehenden Audioguides gestalten sie Hörpfade durch ihren Ort, die die Vielfalt regionaler Geschichte, Kunst und Kultur erlebbar machen.

Mehr als 160 Hörpfade-Audios sind bereits in Bayern entstanden. Nachzuhören sind sie auf der klingenden Landkarte.

Neue Audios auf der Klingenden Landkarte

Welche akustischen Porträts sind im Rahmen der Hörpfade in den letzten Monaten neu entstanden? Für alle, die immer mal wieder reinhören, hier direkte Links auf aktuelle Audios (Darstellung abhängig vom verwendeten Browser):

BR-Profis schulen VHS-Dozenten

Die Kursleiterinnen und Kursleiter der Volkshochschulen werden von Journalisten des Bayerischen Rundfunks intensiv darin geschult, wie man Themen recherchiert und akustische Produktionen erstellt. So sind sie bestens vorbereitet auf ihre Aufgaben: Sie unterstützen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei ihren Interviews, Reportagen und Hörspielen.

Klangräume wahrnehmen – Klangräume gestalten: 5. Hörpfade-Fachtag in Nürnberg

Welche Wirkung Geräusche haben, wie Klänge einen Herrschaftsraum markieren und wie alt die Klage über Lärm ist: Mit solchen Fragen beschäftigt sich der Klangkünstler Kalle Laar. Sein Eröffnungsvortrag beim 5. Fachtag des Projekts „Hörpfade“ war ein Plädoyer dafür, Klänge bewusster wahrzunehmen. Und er gab den Teilnehmenden Impulse, Geräusche bewusster als Gestaltungsmittel einzusetzen, wenn sie im Projekt „Hörpfade“ Städte, Regionen und ihre Bewohner porträtieren. Zum Fachtag in der Kaiserburg in Nürnberg waren sowohl Leitungen und Mitarbeitende von Volkshochschulen gekommen, in denen bereits Hörpfade-Kurse laufen, als auch solche, die neu ins Projekt einsteigen möchten. Angeboten wurden Workshops über Gestaltungsformen für Audios, kreative Methoden der Themenfindung und Stimmtraining sowie eine Beratung für den Start ins Projekt.
Fazit: Die Bandbreite der Gestaltungsmittel ist riesig und inhaltlich gibt es noch viele Themen, die für die Hörpfade entdeckt werden können. Jüngstes Beispiel: Der interkulturelle Hörpfad, der in Neubiberg von jugendlichen Geflüchteten produziert wurde oder die Pläne für einen Hörpfad für Hundebesitzer in Kempten.

Die Partner

Die "Hörpfade" sind eine Kooperation des Bayerischen Volkshochschulverband e.V. zusammen mit der Stiftung Zuhören und dem Bayerischen Rundfunk.


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