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Grenzgeschichten P-Seminar-Preis für Cham

Erst waren sie die Gewinner der Oberpfalz, jetzt gehören sie zu den vier Siegern des bayernweiten P-Seminar-Preises 2015: Die Schülerinnen und Schüler des Robert-Schuman-Gymnasiums Cham mit ihren Projekt “Grenzgeschichten - Überwachung früher und heute”, ein gemeinsames Projekt mit der Stiftung Zuhören und den BR Bildungsprojekten.

Stand: 20.04.2015

Die Schülerinnen und Schüler des Robert-Schuman-Gymnasiums Cham bei der Verleihung des P-Seminar-Preises im Kultusministerium. | Bild: Stiftung Zuhören

Der Preis wird alljährlich vom Bayerischen Kultusministerium und seinen Kooperationspartnern ausgeschrieben, in diesem Jahr waren das die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. und die Eberhard von Kuenheim Stiftung. Jetzt wurde die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung im Bayerischen Kultusministerium in München verliehen.

"Grenzgeschichten – Überwachung früher und heute"

Die Schüler des Robert-Schumann-Gymnasiums Cham erhalten den Preis für ihr P-Seminar im Leitfach Deutsch "Grenzgeschichten – Überwachung früher und heute". Sechs Wochen lang haben sich die Gymnasiasten intensiv mit der Überwachung zur Zeit des Kalten Krieges und dem Wissenstand seit den Enthüllungen von Edward Snowden beschäftigt. Sie besuchten die ehemalige NATO-Abhörstation am Hohen Bogen, sprachen mit Zeitzeugen und hinterfragten den Datenschutz. Ihre Erfahrungen verarbeiteten sie in crossmedialen Geschichten, die sie in grenzgeschichten.net veröffentlichten.

Unterstützung durch BR-Mediencoaches

Angeleitet und unterstützt wurden die Schüler von ihrem Lehrer Stefan Amberger und den Mediencoaches des Bayerischen Rundfunks Lukas Hellbrügge und Christian Lösch. Die Schüler beschäftigten sich über Wochen mit der Frage, wo sie welche Daten hinterlassen, wer darauf mit welchen Interessen Zugriff hat und wie man sich gegen Datenmissbrauch schützen kann. Anfang April 2014 folgten drei intensive Produktionstage an der Schule. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler Audio- und Videoschnittprogramme kennen, sprachen Texte ein und montierten Audioslideshows und Filme (Link zu #grenzgeschichten Cham - Das Fazit).

Das Projekt “Grenzgeschichten – crossing borders”

Das Projekt “Grenzgeschichten – crossing borders” ist ein bundesweites Bildungsprojekt der Stiftung Zuhörenund der Bayerischen Sparkassenstiftung. Schüler und Studenten erproben darin gemeinsam mit Profi-Journalisten, Künstlern, Filmemachern, Museumsexperten und Zeitzeugen das ortsbasierte, crossmediale Storytelling im Internet. Ihr Thema: Geschichten, die aus Ländergrenzen heraus entstehen. Die Jugendlichen veröffentlichen ihre Texte, Fotos, Videos und Audios selbst auf grenzgeschichten.net. Dabei nutzen sie die besondere Erzählstruktur des Storytellingportals: die Geschichten werden an ihren unterschiedlichen Schauplätzen erzählt und per Geocoordinaten auf der Landkarte verortet. Die Autoren und die Figuren, die in den Geschichten vorkommen, werden ebenfalls mit diesen Schauplätzen verbunden. So entsteht ein Beziehungsgeflecht aus Menschen, Orten und Geschichten. Mit dem Smartphone oder Tablet sind die Geschichten vor Ort, also direkt an ihren Schauplätzen, abrufbar.

Grenzgeschichten ist ein Projekt der Stiftung Zuhören und der Bayerischen Sparkassenstiftung.


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