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Neue Formate ab 2013 BR baut junge Programmangebote aus

Im Radio, im Fernsehen und im Web wird der Bayerische Rundfunk neue Formate für eine junge Zielgruppe anbieten. So wird das junge Radioprogramm on3-radio zu einem Vollprogramm mit Nachrichten und moderierten Flächen bis in die Nacht ausgebaut. Für das Bayerische Fernsehen, BR-alpha und den Online-Auftritt pilotiert der BR mehrere junge Sendungen.

Stand: 02.11.2012

Radio mit Christina Wolff | Bild: BR/Matthias Kestel

Kommendes Jahr wird sich viel tun im jungen Angebot des BR. In Planung sind TV-Formate, die an das neue junge Radioprogramm und an die auch im jungen Bereich erfolgreiche Welle BAYERN 3 angedockt sind. Der Webauftritt wird für die neuen Programmangebote ausgebaut und noch stärker als bisher in den Online-Auftritt von BR.de integriert.

Ausbau der moderierten Sendefläche im Radio

Beim jungen Radioprogramm on3-radio wird bereits an einem deutlichen Ausbau der moderierten Sendefläche gearbeitet. Waren bislang täglich vier Stunden live moderiert, so wird das Radioprogramm ab Frühjahr 2013 rund um die Uhr neben dem musikalischen Fokus auf Newcomer-Bands ein breites journalistisches Angebot liefern. Neben der mit dem Deutschen Radiopreis gekrönten multimedialen Featuresendung "Die Frage" werden auch eine Morningshow und Nachrichten im Programm sein.

Walter Schmich, als Programmbereichsleiter Bayern 3 und Jugend zuständig für die jungen Angebote, verspricht sich von den eingeleiteten Maßnahmen nicht nur Veränderungen, sondern auch Innovationen: "In der sich schnell weiter entwickelnden Medienwelt ist es gerade bei der Ansprache eines jungen Publikums nötig, regelmäßig mit neuen Angeboten auf den Markt zu gehen."

Neuer Abteilungsleiter

Thomas Müller, Abteilungsleiter Jugend

Ab November wird ihn dabei auch ein neuer Abteilungsleiter im Bereich Jugend unterstützen: Thomas Müller, der nach mehreren Stationen in verantwortlichen Positionen bei anderen Unternehmen (u. a. "Universal Records" und "Apple / iTunes") zum BR zurückkehrt, wird dem Programm neue Impulse geben. So werden im Zuge der Trimedialität einzelne Radio-Sendungen und Sendeflächen ihre Verlängerung nicht nur ins Netz erfahren, sondern auch ins Fernsehen. Musik-, Comedy- und Filmsendungen komplettieren das Angebot junger TV-Formate.

Konkrete Pläne für junges TV-Programm

Nach fünf Jahren, in denen on3-südwild jede Woche aus einer anderen Stadt in Bayern über Themen berichtet hat, wird die Sendung zum Jahresende auslaufen. Anstelle der täglichen Live-Sendung werden zahlreiche neue Sendungen treten. Mit den aus on3-südwild bekannten Woidboyz wurde eine Pilotfolge zu einer neuen Sendung produziert. Auch die Förderung von jungen Filmemachern wird ausgebaut. In zehn Kurzfilmsondersendungen bietet das Bayerische Fernsehen jungen Regisseuren, Autoren und Filmemachern eine Bühne, um ihre Werke einem großen Publikum präsentieren zu können. Die Berichterstattung von Konzerten und Festivals im Bayerischen Fernsehen wird ebenfalls erweitert. Die Produktion der musikalischen Newcomer-Sendung "on3-startrampe" wird von zwei auf drei Staffeln pro Jahr erhöht. Auch von "Die allerbeste Sebastian Winkler Show" produziert der BR zusammen mit Einsfestival wieder 18 neue Folgen. Einsfestival und BR entwickeln derzeit auch ein neues TV-Format rund um das Thema Umzüge, die in einer dynamischen, bewegten Welt oft zu Momenten des Umbruchs im Leben werden. Im Jahr 2013 soll die Sendung sowohl im Bayerischen Fernsehen als auch auf Einsfestival einen Sendeplatz bekommen. Auch mit dem ARD-Digitalkanal EinsPlus sind Kooperationen angedacht. Außerdem plant das Bayerische Fernsehen, das Programm in einigen Nächten jünger zu gestalten. 

Wieder mehr junge Menschen für das Bayerische Fernsehen zu gewinnen ist dabei das erklärte Ziel von Fernsehdirektorin Bettina Reitz: "Dafür arbeiten wir am bestehenden Programm und bestehenden Sendungen, dafür entwickeln wir aber auch neue Formate, dafür wird auch das Programmschema den veränderten Sehgewohnheiten angepasst. Junge Fernsehzuschauer haben ein sehr hohes Qualitätsbewusstsein, sind weltoffen aber auch regional verwurzelt." Bettina Reitz

Konvergenz der Medien

Hörfunkdirektor Johannes Grotzky sieht in der noch engeren Verzahnung des Fernseh-, Hörfunk-, und Multimedia-Angebots, die der Bayerische Rundfunk gerade umsetzt, die große Chance für die Erreichung junger Zielgruppen: "Die Lebenswirklichkeit junger Nutzer sieht mittlerweile so aus, dass sie sich sehr gezielt die Angebote heraus suchen, die sie ansprechen. Die vielbeschworene Konvergenz der Medien ist für junge Zuhörer und - schauer keine Zukunftsvision mehr, sondern schon selbstverständlicher Mediennutzungsalltag."


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