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BR startet trimediale Reform "Stark, sichtbar und relevant"

"Der Bayerische Rundfunk soll auch in Zukunft stark, sichtbar und relevant bleiben – für alle Menschen in Bayern. Wir wollen den Bürgern das bieten, was sie von uns erwarten. Wir werden weiterhin die seit Jahren bekannten und beliebten Fernseh- und Hörfunk-Sendungen produzieren. Und gleichzeitig werden wir verstärkt Formate anbieten, die im Internet gängig sind. Denn das Internet verändert die Mediennutzung in unverkennbarem Ausmaß", erläutert BR-Intendant Ulrich Wilhelm die Pläne für eine umfassende Organisations-Reform des Bayerischen Rundfunks.

Stand: 17.10.2012

Illustration des BR-Funkhauses | Bild: BR/Ralf Wilschewski; Montage: BR

Mit diesen Plänen will der BR-Intendant auf die Veränderungen der Medienlandschaft reagieren. Die mit der Reform verbundenen Baumaßnahmen werden zirka zehn Jahre in Anspruch nehmen. Nach jetziger Schätzung sind sie 2023 abgeschlossen.

Der Bayerische Rundfunk gehört in Bayern seit Jahrzehnten zu den Institutionen und Unternehmen mit dem höchsten Ansehen. "Dies ist eine Verpflichtung für die Zukunft. Der BR bleibt der Sender der Bayern, auch in einer sich rasch ändernden Medienwelt", betont Wilhelm. Der BR wird im Rahmen der Reform seine Kräfte bündeln und Fachredaktionen aus Hörfunk, Fernsehen und Online schrittweise zusammenführen. Ziel ist die größtmögliche, enge journalistische Vernetzung der Mitarbeiter. Künftig wird sich der Bayerische Rundfunk nicht mehr als reiner Hörfunk- und Fernsehsender definieren, sondern als ein Qualitätsanbieter von Audio- und Videoinhalten, die auf allen Wegen, also wie bisher über Hörfunk, Fernsehen und verstärkt auch über das Internet verbreitet werden.

Unterstützung von Rundfunkrat und Verwaltungsrat

Der Rundfunkrat und der Verwaltungsrat des BR unterstützen den Prozess:

"Der Rundfunkrat begrüßt ausdrücklich, dass Intendant Ulrich Wilhelm zusammen mit den Führungskräften und vielen Mitarbeitern ein schlüssiges Gesamtkonzept entwickelt hat, den öffentlich-rechtlichen Auftrag auch im digitalen Zeitalter im Sinne der Grundversorgung und der Vielfalt demokratischer Meinungsbildung optimal zu erfüllen. Nicht zuletzt stellt das Gesamtkonzept die notwendigen organisatorischen und baulichen Veränderungen in den Zusammenhang der sich rasant verändernden Mediennutzungsgewohnheiten,"

Bernd Lenze, Vorsitzender des Rundfunkrates

Die Verwaltungsratsvorsitzende Barbara Stamm begrüßt die Pläne ebenso:

"Der BR reagiert mit dem Konzept der Trimedialität adäquat auf die Herausforderungen des digitalen Zeitalters. Der Verwaltungsrat unterstützt den Veränderungsprozess grundsätzlich und wünscht allen Beteiligten viel Erfolg bei der weiteren Umsetzung,"

Barbara Stamm, Vorsitzende des Verwaltungsrates

Stärkung des Qualitätsjournalismus

Hörfunk und Fernsehen sind am Unternehmenssitz in München organisatorisch und räumlich getrennt entstanden: Der Hörfunk ist am Stammsitz in Nähe des Hauptbahnhofes angesiedelt, Fernsehen in Freimann, die TV-Unterhaltung in Unterföhring. Im Zuge der Reform werden künftig mehr Journalisten der gleichen Fachrichtung an einem Ort zusammenarbeiten, Themen gemeinsam planen und recherchieren können. Durch diese Bündelung der Kompetenzen will der BR seinem Publikum ein vertieftes Themenangebot unterbreiten.

"Die Reform leistet beides: Wir stärken unsere Redaktionen durch eine Bündelung auf dem Campus in Freimann. Zugleich wird der BR im Stadtzentrum erlebbarer dank attraktiver Publikumssendungen und BR-Veranstaltungen."

Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks

Aktualitätenzentrum in Freimann

Ein Jahr lang haben sechs Projektgruppen des BR unter Einbeziehung von mehr als 2.500 Mitarbeitern Modelle entwickelt, wie solche trimedialen Arbeitsstrukturen aus Hörfunk, Fernsehen und Internet geschaffen werden können. Die Geschäftsführung des BR hat die Ergebnisse in einer Klausur Anfang Oktober intensiv geprüft und sich dafür entschieden, am jetzigen Fernseh-Standort Freimann das Gros der bisher auf die verschiedenen Münchner Standorte verteilten Fachredaktionen zu bündeln. Dort soll ein neues, trimediales Aktualitätenzentrum entstehen. Auch die Hörfunkwellen Bayern 1, Bayern 2, Bayern 3 und B5 aktuell sollen in ein paar Jahren aus Freimann senden.

"Rund 500 Praktiker von Hörfunk, Fernsehen, Online und Technik haben ein Jahr lang fundierte Vorschläge entwickelt, wie wir durch engere Zusammenarbeit aller Redaktionen im digitalen Zeitalter künftig relevant bleiben. Die Reform eint uns als Medienhaus und stärkt uns als Qualitätsanbieter."

Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks

Publikumsnaher Standort im Zentrum

An allen Standorten des BR, auch im bisherigen Funkhaus am Rundfunkplatz wird künftig multimedial produziert. Die Präsenz des BR im öffentlichen Leben wird noch sichtbarer: Attraktive Sendungen und Veranstaltungen mit Publikumsbeteiligung werden in einigen Jahren regelmäßig im Stadtzentrum stattfinden. BR-Klassik, das Rundfunkorchester und der Chor des BR bleiben ebenso am Innenstadtstandort wie die Redaktionen München und Oberbayern. Voraussichtlich 2023 wird der BR-Standort Unterföhring aufgegeben und die Unterhaltungs-Produktion an die verbleibenden Standorte verlagert.

Starke Regionalität

“Die regionale Ausrichtung des BR wird insgesamt gestärkt“, unterstreicht BR-Intendant Wilhelm. Der Ausbauprozess habe bereits begonnen. So wird beispielsweise im Rahmen der trimedialen Reform in Augsburg ein "Studio Schwaben“ entstehen.

"Ein hochmoderner Medienstandort schöpft seine Kraft aus der Fähigkeit der Unternehmen, sich an neue Entwicklungen anzupassen. Wir ordnen unsere Standorte in München neu und setzen gleichzeitig unseren Weg der Regionalisierung konsequent fort. Der BR wird mit dieser Reform seine starke Stellung in Bayern unterstreichen. ... Der BR hält seinem Publikum die Treue! Wir wissen, wie stark nicht nur die Bürger in Bayern an vielen Sendungen hängen und werden an unseren erfolgreichen Formaten natürlich festhalten."

Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks


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