Hörclubs Kinder mit Förderbedarf
Was ist das Allerwichtigste? Ein dickes, weiches Fell, wie es der Eisbär hat, oder lange Ohren zum Hören wie der Hase? Die Live-Aufführung des Hörspiels vom Streit der Tiere des Waldes war der Höhepunkt einer Veranstaltung am 29. November im Institut für Hörgeschädigte in Straubing. Präsentiert wurden die Ergebnisse des Projekts "Hörclubs mit Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf". Mit dabei war der bayerische Kultusstaatssekretär Sibler, dessen Ministerium das Projekt gefördert hatte.
Mehrere Jahre lang haben 23 Lehrkräfte aus Förderschulen in einer Arbeitsgruppe der Stiftung Zuhören erprobt, wie man Hörclubaktivitäten gestalten sollte, damit sie den besonderen Bedürfnissen ihrer Schüler gerecht werden. Es entstanden didaktische Anregungen für den Einsatz von Hörspielen, eine Sammlung empfehlenswerter Spiele und Hinweise zu den Chancen und Schwierigkeiten, die die Zuhörförderung für diese Schüler bietet.
Die Empfehlungen sind nun in einem Leitfaden zusammengefasst, der in Straubing ebenfalls vorgestellt wurde. Er richtet sich sowohl an Lehrkräfte an Sonderschulen als auch an Kollegen allgemeiner Schulen, die im Zuge der Inklusion Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichten. Auch viele praktische Tipps für die Produktion von Hörstücken sind in dem Leitfaden enthalten, ebenso wie Erfahrungsberichte von Lehrerinnen, die mit ihren Schülern Hörspiele oder Schulradiosendungen gestalteten. Leitfaden und ergänzende Audios stehen zum Download bereit auf der Website der Stiftung Zuhören.
"Das Allerwichtigste" ist eine Fortsetzung der gleichnamigen Geschichte von Antonella Abbatiello, die als Buch mit Hör-CD in verschiedenen Sprachen im Verlag Edition bi:libri erschienen ist und für die sich im Leitfaden viele didaktische Anregungen finden.

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