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Badhaus Pommelsbrunn Wie sah das Leben eines Baders aus?

Das Pommelsbrunner Badhaus ist das einzige in ganz Deutschland, welches es im ländlichen Raum noch gibt. Schüler des Paul-Pfinzing-Gymnasiums Hersbruck haben sich mit der Geschichte des Badhauses und dem Beruf des Baders näher befasst.

Stand: 27.03.2012

Schüler produzieren Audioguide | Bild: BR

Ein Badhaus war früher nicht nur zum Baden da, wie Schülerin Ruth Geer in ihrem Gedicht zusammenfasst: Der Bader kurierte große und kleine Schmerzen der Dorfbewohner. Das Badhaus im mittelfränkischen Pommelsbrunn wurde 1486 erstmals urkundlich erwähnt und bis ins 19. Jahrhundert betrieben. Jetzt ist es ein Museum mit fünf Hörstationen, in denen Kinderstimmen ein Stück Alltagsgeschichte lebendig werden lassen ­- vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert hinein.

"Der Bader, der hat viel zu tun, da hat er keine Zeit zu ruhn.
Haare schneiden, Zähne ziehn, Leute waschen und rasiern.
Und schröpfen tut der Bader sie, mit kleinen Töpfen, aber wie!"

Ruth Geer

Eine 5. Klasse des Hersbrucker Paul-Pfinzing-Gymnasiums hat die Audios gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk produziert. Unterstützt wurden sie dabei von ihrer Lehrerin Barbara Raub und der Hörfunkjournalistin Elke Dillmann. Um dem Leben eines Baders auf die Spur zu kommen, haben die Kinder am eigenen Leib ausprobiert, welche Techniken der Bader Heilpraktiker heute noch anwendet. Sie haben mit dem Archäologen gesprochen, der das Badhaus erforscht hat und mit Menschen, die den letzten Pommelsbrunner Bader noch gekannt haben. Im Hörspiel lassen sie die Besucher miterleben, wie das historische Gebäude einmal fast abgebrannt wäre.


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