Team 1
Torsten Niederdränk, Birger Kollmeier und Volker Hohmann von der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg und der Siemens AG in München
Zukunftspreis 2012 Auszeichnung für bessere Hörgeräte
Der Zukunftspreis geht in diesem Jahr an Forscher der Universität Oldenburg und Experten des Münchner Elektrokonzerns Siemens. Sie entwickelten gemeinsam Ideen, um Hörgeräte zu verbessern.
In Räumen, in denen viele Menschen durcheinander reden, oder bei lauten Hintergrundgeräuschen fällt es hörgeschädigten Menschen schwer, einem Gespräch zu folgen. Das Team von der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg und der Siemens AG in München um Birger Kollmeier hat ein neuartiges Hörsystem entwickelt, das individuell auf den jeweiligen Hörschaden abgestimmt werden kann. Diese Idee überzeugte und wurde mit dem Zukunftspreis ausgezeichnet.
Insgesamt waren vier Teams aus Berlin, Niedersachsen und Bayern und ihre innovativen Beiträge für den Zukunftspreis 2012 nominiert. In allen Projekten geht es im weiteren Sinne um das Thema Kommunikation. Aspekte wie Effizienz und Sicherheit in einer digitalisierten Welt spielen eine zunehmend wichtige Rolle. Dies bilden auch die praxisorientierten Beispiele in diesem Jahr ab.
Team 2: Radaraugen im All
Alberto Moreira und seine Kollegen vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR in Oberpfaffenhofen haben ein Tandemmodell aus zwei Radarsatelliten geschaffen, das einen 3-D-Blick auf unsere Erde ermöglicht. Eine neu entwickelte digitale Radarantenne stellt zusätzlich rund um die Uhr und aus jedem Blickwinkel der Erde präzise Informationen für intelligente Verkehrssysteme und die Klimaforschung bereit.
Bayerische Nominierte
Team 3: Sicherheit für die digitale Welt
In einer digitalisierten, vernetzen Welt hat fast jeder Angst, dass seine sensiblen Daten ausspioniert werden könnten. Das Team um Stefan Rüping von der Infineon Technologies AG in Neubiberg setzt mit seiner Arbeit gleich an zwei Stellen des Prozessorkerns, dem Herzen des Sicherheits-Chips, an. Die Recheneinheiten kontrollieren sich selbst und leiten im Falle von Manipulation entsprechende Gegenmaßnahmen ein. Und die Daten im Prozessorkern werden erstmals auch verschlüsselt verarbeitet. Das soll den Missbrauch von elektronischen Ausweisen und Chipkarten vermeiden.
Team 4: Videos ohne Qualitätsverlust
Dem Team von Thomas Wiegand vom Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik/Heinrich Hertz Institut in Berlin ist es gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, das Videodaten so effizient komprimiert, dass sie ohne sichtbaren Qualitätsverlust auskommen. Das Verfahren, das inzwischen weltweit angewandt wird, ermöglicht es, Videos mit geringem Speicherplatz auch auf mobilen Geräten zu betrachten oder zu versenden.
Das ist der Deutsche Zukunftspreis
Im Mittelpunkt des Zukunftspreises des Bundespräsidenten steht nicht nur die herausragende Innovation, sondern auch ihre Anwendungs- und Marktfähigkeit. Der Preis wird seit 1997 jährlich an eine Einzelperson oder ein Team vergeben und ist mit 250.000 Euro dotiert. Den Preisträger bestimmt eine Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft. Sie nominiert jeweils bis zu vier Projekte, aus denen später eines ausgewählt und ausgezeichnet wird.

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