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Meteore im Mai Sternschnuppen vom Halleyschen Kometen

Im Mai gibt es Sternschnuppen zu zählen! Die Mai- oder Eta-Aquariden flitzen nächtelang über den Himmel - mit einem funkenreichen Gruß vom Halleyschen Kometen. Wir verraten, wann und wo Sie die meisten Schnuppen finden werden.

Stand: 01.05.2012

Meteorschauer entstammen meist einer Spur aus Staub und Gestein, die Jahre zuvor ein Komet auf seiner Reise um die Sonne hinterlassen hat. Wenn die Erde diese Schweifspur kreuzt, bringen deren Staubteilchen beim Eintritt die Erdatmosphäre zum Glühen: eine Sternschnuppe. Auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne begegnet die Erde immer wieder den gleichen Kometenspuren, daher treten viele Meteore periodisch zum gleichen Datum auf.

Gruß vom Halleyschen Kometen

Halleyscher Komet

Der Halleysche Komet, der zuletzt 1986 an der Erde vorbeizog, hat eine Staubspur hinterlassen, die wir immer Anfang Mai kreuzen. Die daraus entstehenden Sternschnuppen sorgen fast den ganzen Monat lang für ein schönes Funkeln. Von Ende April bis zum 28. Mai flitzen sie über den Himmel, aber immer erst in den Morgenstunden.

Mit leuchtendem Schweif

Mit langer Spur

Es lohnt sich, auf die hellen Sternschnuppen zu warten, von denen manche sogar eine lange, leuchtende Spur am Himmel hinterlassen. Es sind sehr schnelle Schnuppen, die mit etwa 65 Kilometern pro Sekunde über den Himmel flitzen.

Wann & wo Sie die meisten Schnuppen sehen

Sternschnuppen-Sturm

In den Nächten vom 3. bis zum 10. Mai sinkt die Zahl der Sternschnuppen kaum einmal unter dreißig Schnuppen pro Stunde. Am Morgen des 6. Mai erreicht der Meteorstrom dann seinen Höhepunkt mit rund siebzig, in manchen Jahren sogar knapp neunzig Schnuppen pro Stunde. Diesmal verdirbt uns allerdings der Vollmond das Schauspiel, der mit seinem hellen Licht die ganze Nacht lang strahlt. Da er morgens schon tief im Westen steht, während die Schnuppen aus Südosten kommen, können Sie versuchen, den Mond hinter einer Hauswand oder Ähnlichem auszublenden. Oder Sie suchen schon am Morgen des 3. Mai nach den Sternschnuppen: Da geht die wachsende Mondscheibe um vier Uhr unter, es gibt allerdings nicht ganz so viele Sternschnuppen.

Je später, desto besser

In diese Richtung sollten Sie gucken

Der scheinbare Ausstrahlungspunkt, der Radiant der Mai-Aquiriden, liegt von uns aus gesehen sehr tief über dem Horizont - im Sternbild Wassermann (Aquarius), nahe dessen Stern Eta (η Aqr). Das gab den Sternschnuppen ihren Zweitnamen: Eta-Aquariden.

Bei uns steigt der Wassermann erst nach zwei Uhr über den Horizont. Am Äquator dagegen, wo das Sternbild hoch über den Himmel zieht, treten die Mai-Aquariden als prachtvoller Schauer mit der maximalen Fallrate auf. Doch auch in Bayern sollten Sie noch zwanzig Meteore pro Stunde sehen können. Die beste Zeit sind die späten Morgenstunden kurz vor Beginn der Morgendämmerung gegen vier Uhr.

Wie viel Sie sehen

Die Höchstzahl an Sternschnuppen sehen Sie nur, wenn der Radiant senkrecht über Ihnen steht. Ist er tiefer, sinkt die Zahl deutlich. Sind die Sternschnuppen noch dazu weit vom Radianten entfernt, verpassen Sie viele, denn Sie können nur ein Drittel des Firmaments im Blick haben.

Die sogenannte maximale Fallrate ist nur dann zu sehen, wenn man sich senkrecht unter dem scheinbaren Ausstrahlungspunkt der Sternschnuppen befindet. Das ist in Bayern leider nicht der Fall.

Tipps zum Fotografieren von Sternschnuppen

Zeit, Geduld & Übung

Eine Sternschnuppe aus dem Strom der Perseiden. | Bild: Sebastian Wehrle

Sternschnuppen sind mit 35 bis 70 km/s ausgesprochen schnelle Objekte und daher schwer zu fotografieren. Hier ein paar Tipps, falls Sie die Jagd mit der Kamera versuchen wollen. Bringen Sie Zeit und Geduld mit, um sich mit der Kamera erst einmal auf die Nachtfotografie "einzuschießen".

Ausrüstung für Nachtfotografie

Nachtfotografien müssen Sie so lange belichten, dass Sie die Bilder nicht mehr aus der Hand machen können.

  • Verwenden Sie Stativ und Fernauslöser (oder den Selbstauslöser), um die Bilder nicht zu verwackeln.
  • Sie benötigen eine Kamera, bei der Sie den Blitz ausschalten und Belichtungszeiten manuell einstellen können.
  • Benutzen Sie ein Objektiv mit möglichst kurzer Brennweite (Weitwinkel).

... und dann Licht, Licht, Licht

Sternschnuppen sind ausgesprochen lichtschwach. Um sie überhaupt abzulichten, hilft nur eins: So viel Licht wie möglich muss auf den Film! Die übrigen Objekte wie Bäume, Sterne etc. werden Sie damit überbelichten, allerdings sollte der Himmel dabei nicht allzu hell werden.

  • lange Belichtungszeiten wählen (bis zu 3 Minuten und mehr!)
  • Blende weit öffnen (kleine Blendenzahl)
  • hohe ISO-Werte einstellen

Wenn Sie bei der Suche nach Sternschnuppen eine sternklare Nacht erwischt haben, dann bleiben Sie noch ein bisschen: Denn jetzt erstrahlen am Nachthimmel endlich wieder die Sternbilder des Frühlings. Und wenn Sie beim Schnuppenzählen von Wolken gestört werden, dann schauen Sie doch mal genauer hin: Im Mai können Sie manchmal leuchtende Nachtwolken entdecken.

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  • A99 Westumfahrung München Richtung Nürnberg in Höhe Lochhausen ist die Parallelfahrbahn wegen Bauarbeiten bis 29. Mai gesperrt. Es gibt eine Umleitung (05:44)

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