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Aktueller Mondkalender Mond am Maihimmel

Er ist immer der gleiche, doch Nacht für Nacht sieht er etwas anders aus: unser Mond. Er wandert quer durch die Sternbilder übers Firmament - mal als Sichel, mal als Vollmond. Der aktuelle Mondkalender für Mai.

Stand: 01.05.2012

Nacht für Nacht wandert unser Mond übers Firmament: Jeden Abend finden Sie ihn ein Stückchen weiter östlich am Himmel. So reist er einmal im Monat durch alle Sternbilder des Tierkreises und begegnet den Planeten am Nachthimmel.
Nach genau 27,3 Tagen hat er die Erde einmal umkreist und startet zur nächsten Rundreise über den Sternenhimmel.

Wachsender Mond im Frühling

Im Mai beginnt der Mond seine Reise in sehenswerter Begleitung: Am Abend des 1. Mai finden Sie seine wachsende Scheibe eine Handbreit unter einem hellen "Sternenpaar": rechts der hellste Löwenstern Regulus, links unser roter Nachbar Mars. Vom prächtigen Löwen wandert der Mond in den folgenden Nächten weiter zum Frühlingsbild Jungfrau. Dort erreicht er am 4. Mai ein weiteres strahlendes Duo: den Ringplaneten Saturn beim hellen Jungfraustern Spika. Mit seinem strahlenden Licht verdirbt der Mond leider einen schönen Sternschnuppen-Regen, der in den frühen Mainächten funkelt.

Der größte Vollmond des Jahres

Um acht Uhr abends geht am 5. Mai der Vollmond im Osten auf, eine große Scheibe in der Waage. Genauer Vollmondtermin ist am Morgen des 6. Mai um 5.36 Uhr. Unser Begleiter ist jetzt gerade am erdnächsten Punkt seiner elliptischen Bahn um die Erde: rund 50.000 Kilometer näher als zwei Wochen vorher oder nachher. Seine Scheibe am Firmament wächst dadurch um 14 Prozent: 33,5 Bogenminuten scheinbare Größe misst sie, das ist der größte Vollmond des Jahres. Durch die große Nähe wird der Mond viel heller: Fast um ein Viertel nimmt das Mondlicht zu.

Der Rest ist Täuschung

Vollmond über den Alpen

Wirklich riesig wird Ihnen die Mondscheibe aber nur bei Auf- und Untergang vorkommen. Eine optische Täuschung: Es ist die Nähe zum Horizont, die den Mond größer wirken lässt, als er ist. Steigt er im Lauf der Nacht hoch an den Himmel, sieht er deutlich kleiner aus. Seine tatsächliche Vergrößerung durch die Erdnähe nehmen wir dagegen kaum wahr.

Dem Mond selbst auf die Schliche kommen

Pi mal Daumen: Maßnehmen am Firmament

Sie können ganz leicht selbst testen, dass der Mond immer gleich groß ist, am Horizont genau wie hoch am Himmel: Die volle Mondscheibe misst am Himmel ein halbes Grad, der Daumen an Ihrem ausgestreckten Arm etwa zwei.
Der Mond wird also immer etwa ein Viertel Ihrer Daumenbreite groß sein.

Beim sommerlichen Skorpion

Jede Nacht erscheint der Mond rund eine Stunde später im Osten. Am Abend des 6. Mai geht er erst um halb zehn Uhr abends auf, am 7. Mai erst zwanzig Minuten vor Mitternacht. In beiden Nächten lohnt es sich, mal genauer hinzusehen: Der Mond steht beim hübschen Sommersternbild Skorpion, am 7. Mai ganz dicht über dessem hellsten Stern Antares. Diese rote Riesensonne ist nur zwei, drei Fingerbreit vom Mond entfernt.

Von hier aus wandert der Erdtrabant weiter durch das Sommerbild Schütze und zieht in der zweiten Maiwoche durch die wenig auffälligen Sternbilder Steinbock und Wassermann. Seine Scheibe schrumpft dabei vom Halbmond am 12. Mai zur Sichel und verlegt sich komplett auf die zweite Nachthälfte. Dafür ist die Mondsichel auch morgens nach Sonnenaufgang noch am Himmel zu sehen.

Letzter Blick auf die zarte Mondsichel

Abnehmende Mondsichel am Morgenhimmel

Morgens am 18. und 19. Mai ist die Mondsichel sehenswert. Sie taucht gegen halb fünf Uhr als hauchzarter Strich tief im Osten in der Morgendämmerung auf, kurz vor der Sonne. Danach verschwindet der Mond, verschluckt vom Sonnenlicht: Am 21. Mai ist Neumond. In China, Japan und Nordamerika macht er sich dabei sensationell bemerkbar - mit einer ringförmigen Sonnenfinsternis.

Ganz junger Mond beim Abendstern

Junge Mondsichel neben dem Abendstern

Eine erste Chance, den jungen Mond wieder zu erblicken, könnte es am 22. Mai geben: Kurz nach Sonnenuntergang steht die Mondsichel noch über dem Horizont im Westen, wenn auch schon sehr tief. Doch der Anblick lohnt sich: Nur eine halbe Handbreit rechts über ihr erstrahlt die helle Venus, unser Abendstern.

Wachsende Sichel in den Winterbildern

Jeden Abend bleibt die Mondsichel ein wenig länger am Himmel zu sehen, während sie durch das Wintersternbild Zwillinge und den Krebs wandert. Langsam wächst der Mond an: Am 28. Mai steht er als Halbmond wieder bei Mars und Regulus im Löwen und startet somit zu einer neuen Rundreise übers Firmament. In der allerletzten Mainacht erreicht er noch ein zweites Mal das andere Duo: Saturn und Spika.

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