Mondfinsternis in Thüringen
Aneinander gefügte Einzelaufnahmen des Mondes, aufgenommen von Patrick Nikolic am 25. April 2013, um 22.10 - 22.30 Uhr, in Eisenach.
Aktueller Mondkalender Mond am Maihimmel
Er ist immer der gleiche, doch Nacht für Nacht sieht er etwas anders aus: unser Mond. Er wandert quer durch die Sternbilder übers Firmament - mal als Sichel, mal als Vollmond. Der aktuelle Mondkalender für Mai.
Übersicht
- 1.-2.5.: Start in den Sommerbildern [Interner Link]
- 3.-6.5.: Bei Steinbock & Wassermann [Interner Link]
- 7.5.: Abschied der Mondsichel [Interner Link]
- 11.-12.5.: Sichel bei Venus & Jupiter [Interner Link]
- 18.5.: Beim mächtigen Löwen [Interner Link]
- 21-22.5.: Dicht an Jungfrau & Saturn [Interner Link]
- 24./25.5.: Vollmond im Skorpion [Interner Link]
Nacht für Nacht wandert unser Mond übers Firmament: Jeden Abend finden Sie ihn ein Stückchen weiter östlich am Himmel. So reist er einmal im Monat durch alle Sternbilder des Tierkreises und begegnet den Planeten am Nachthimmel. Nach genau 27,3 Tagen hat er die Erde einmal umkreist und startet zur nächsten Runde über den Sternenhimmel.
Später Start in den Sommerbildern
Lange müssen Sie warten, bevor Sie in der ersten Mainacht den Mond sehen werden: Erst gegen zwei Uhr taucht seine abnehmende Scheibe auf, tief beim Sommerbild Schütze. Die Nacht darauf erscheint er als Halbmond erst nach zwei Uhr. Doch dafür ist unser Begleiter jetzt auch morgens noch am Himmel zu sehen, wenn die Sonne schon aufgegangen ist.
Durch Steinbock und Wassermann dem Horizont entgegen
Schlau-lesen
Während er gemächlich durch die Sternbilder Steinbock und Wassermann zieht, schrumpft der Mond zur schmalen Sichel und erscheint jede Nacht rund eine Stunde später. Gut so, denn so stört er die wunderschönen Sternschnuppen aus dem Wassermann immer weniger, die in diesen Nächten aufblitzen.
Letzter Blick auf die zarte Sichel
Am Morgen des 7. Mai können Sie einen letzten Blick auf die hauchzarte Mondsichel werfen. Sie steht tief im Osten im Sternbild Fische, wenn der Himmel schon dämmrig hell ist. Erst um halb fünf Uhr geht sie auf, eine gute Stunde vor der Sonne. Danach bleibt unser Begleiter tagelang im hellen Sonnenlicht verborgen: Am 10. Mai ist Neumond. Am anderen Ende der Welt macht sich der spektakulär bemerkbar mit einer ringförmigen Sonnenfinsternis.
Junger Mond bei Venus und Jupiter
Schon am 11. Mai haben Sie erstmals wieder die Chance, die Mondsichel zu erblicken. Erst anderthalb Tage ist sie "alt" und daher noch ganz zart und dünn. Sie ist noch schwer zu entdecken, denn sie versinkt schon kurz nach zehn Uhr, anderthalb Stunden nach der Sonne. Doch die Suche nach dem Mond lohnt sich, denn er ist an diesem Abend in toller Begleitung: Ein Stück über ihm leuchtet Jupiter, der größte Planet des Sonnensystems. Und ein Stück unter den beiden erstrahlt jetzt wieder die Venus, unser heller Abendstern.
Einen Abend später, am 12. Mai, ist der Mond schon ein Stück höher gezogen: Seine Sichel ist dicht neben Jupiter und geht erst um elf Uhr unter. In den folgenden Nächten zieht unser Begleiter weiter durch die Sternbilder Zwillinge und Krebs, während er langsam wächst. Bald ist er bis nach Mitternacht am Firmament zu sehen.
Bei der zarten Jungfrau und dem mächtigen Löwen
Den Krebs kennenlenern
Am 18. Mai ist der Erdtrabant zum Halbmond gewachsen. Nur wenige Fingerbreit über ihm erstrahlt ein auffälliger Stern: Regulus, der hellste Stern im Frühlingsbild Löwe. Mehrere Tage braucht der Mond von hier aus, bis er das Nachbar-Sternbild erreicht: die Jungfrau, das zweitgrößte Sternbild unseres Himmels. Ihr hellster Stern Spika, die Kornähre, erstrahlt am 21. Mai links vom Mond. Noch sehenswerter ist der Anblick einen Abend später, am 22. Mai. Jetzt ist die Spika etwa drei Fingerbreit rechts vom schnellen Wanderer Mond zu finden, während links von ihm ein noch helleres Licht erstrahlt: Saturn, der große Ringplanet. Und einen weiteren Abend darauf ist unser Begleiter bereits ein Stück unter Saturn gerutscht und schon fast zum Vollmond angewachsen.
Vollmond mit zu später Mondfinsternis
Am 24. Mai erscheint der Mond gegen halb neun Uhr im Südosten, knapp vor dem Kopf des schönen Sommerbildes Skorpion. Wenn er am folgenden Morgen gegen fünf Uhr untergeht, ist er fast zum Vollmond angewachsen. Genauer Vollmondtermin ist am 25. Mai morgens um sechs Uhr. Westlich von Deutschland, in Frankreich, Spanien, dem Osten Afrikas, quer über den Atlantik bis nach Amerika ist dann eine Mondfinsternis zu sehen. Sie ist allerdings winzig: Nur für eine halbe Stunde schiebt sich der unterste Rand des Mondes in den Halbschatten der Erde. Wenn bei uns der Mond abends um halb zehn Uhr wieder auftraucht, schrumpft seine Scheibe bereits wieder. Einige Fingerbreit rechts vom Mond strahlt Antares, hellster Stern im Skorpion.
Täuschend große Mondscheibe
So dicht beim tiefliegenden Skorpion wird Ihnen der Vollmond vielleicht besonders groß vorkommen: Es ist vor allem die Horizontnähe, die Sie zum Opfer der Mondtäuschung macht. Am 25. Mai ist die Mondscheibe allerdings tatsächlich ein klein wenig größer als im Durchschnitt, denn am nächsten Tag erreicht unser Begleiter auf seiner elliptischen Bahn um die Erde den uns nächstgelegenen Punkt.
Dem Mond selbst auf die Schliche kommen
Sie können ganz leicht selbst testen, dass der Mond immer gleich groß ist, am Horizont ebenso wie hoch am Himmel: Die volle Mondscheibe misst am Himmel ein halbes Grad, der Daumen an Ihrem ausgestreckten Arm etwa zwei.
Der Mond wird also immer etwa ein Viertel Ihrer Daumenbreite groß sein.
Ende dieser Mondreise
In den letzten Mainächten schrumpft der Erdtrabant wieder zum Halbmond, während er erneut durch die Sternbilder Schütze, Steinbock und Wassermann zieht. Damit vollendet er seine Rundreise übers Firmament und startet sofort zur nächsten Runde durch die Sternbilder, die Sie hier im Juni lesen können.
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