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Pflanzen und Tiere auf Wanderschaft

Stand: 21.12.2016

Waschbär | Bild: picture-alliance/dpa

"Neophyten" und "Neozoen"

Als Neophyten werden Pflanzenarten bezeichnet, die seit der Entdeckung Amerikas 1492 durch den Einfluss des Menschen in eine für sie neue Region gelangt sind. Der Begriff ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet so viel wie "Neu-Pflanzen". Die entsprechenden Tiere heißen Neozoen.

Waschbären, Grauhörnchen oder der Riesenbärenklau sind Beispiele für Arten, die erfolgreich bei uns eingewandert sind. Die Ausbreitung von eingewanderten Pflanzen (Neophyten) und Tieren (Neozoen) geht oft auf Kosten ihrer neuen Heimat. Neben dem Verlust von Lebensraum gelten diese invasiven Arten als größte Bedrohung für die heimische Artenvielfalt. Und verursachen dazu auch ökonomischen Schaden: Rund zwölf Milliarden Euro Schäden verursachen invasive Arten EU-weit, schätzt die EU-Kommission.

Invasive Arten in Deutschland

Auf dem Informationsportal neobiota.de des Bundesamtes für Naturschutz können Sie mehr über invasive und gebietsfremde Arten in Deutschland erfahren.

Die Europäische Union hat kürzlich eine Liste mit 37 eingewanderten Arten herausgebracht, die sie als besonders gefährlich einstuft. Für diese Arten gelten jetzt strenge Regeln. Sie dürfen zum Beispiel nicht mehr gezüchtet oder von einem Ort zum anderen transportiert werden. Eines der Tiere auf dieser "schwarzen Liste" ist der chinesische Muntjak, eine Art Mini-Hirsch mit einem großen Zahn, der aus seinem Maul ragt.

Neophyten

Essigbaum | Bild: picture-alliance/dpa zum Video mit Informationen Neophyten Gefahr für heimische Pflanzenarten

Vor Jahren wurde der Riesenbärenklau als Futterpflanze nach Bayern geholt - jetzt wird man ihn nicht mehr los. Wie das Indische Springkraut und andere Neophyten breitet sich die Pflanze unkontrolliert aus und droht heimische Arten zu verdrängen. [mehr]


Sommerflieder  | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie Neophyten Pflanzen auf Wanderschaft

Breiten sich eingewanderte oder importierte Pflanzen unkontrolliert aus, gelten sie als invasiv. Bilder von Riesenbärenklau, Topinambur, Sommerflieder, Indischem Springkraut, der beifußblättrigen Ambrosie und anderen Neophyten zum Klicken. [mehr]

Neozoen

Mink, nordamerikanische Nerzart | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie mit Informationen Neozoen Fast zu pudelwohl im fremden Land

Waschbären, Grauhörnchen, Minks und Flohkrebse haben eines gemeinsam: Sie sind weit verbreitet, gehören aber eigentlich nicht in unsere Breiten. Fremde Tierarten, die Neozoen, können zur Bereicherung oder zur Bedrohung der Artenvielfalt führen. [mehr]


Freilebender Nandu in Mecklenburg-Vorpommern | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie Neozoen Tiere auf Wanderschaft

Neozoen sind Tierarten, die seit der Entdeckung Amerikas vom Menschen in Gebiete außerhalb ihrer Heimat verschleppt wurden und die dort über längere Zeit wild leben. In Deutschland sollen sich inzwischen rund 300 Neubürger etabliert haben. [mehr]

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Ein Europäischer Nerz schaut hinter einem Stamm hervor. Die Tierart gilt als stark gefährdet. | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Bedrohter Nerz Verdrängt vom amerikanischen Bruder

Der Europäische Nerz gilt als stark gefährdet. Nur noch rund 1.000 Tiere leben in ganz Europa. Schuld am Schwund der Tiere ist unter anderem der Mink, der sich in Europa ausbreitet. [mehr]


Sandthymian | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie mit Informationen Heimische Wildblumen verschwinden Was Gartler für die Artenvielfalt tun können

In deutschen Blumenbeeten und Balkonkästen ist Exotik angesagt: Buchsbaum und Geranie sind in, das heimische Wiesenschaumkraut dagegen fast unbekannt. Dabei locken diese Wildpflanzen Tiere an, mit denen keiner gerechnet hat. [mehr]


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Ein unheimlicher Schrei ertönt in der Nacht, es knackt im Gehölz, nagt am Holz und schnuppert fast lautlos: Wilde Tiere, die bei uns längst ausgestorben waren, pirschen wieder durch Bayern. [mehr]


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