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Lawinen verstehen und vermeiden

Von: Yvonne Maier und Peter Stenz

Stand: 09.03.2017

Lawine in Aktion | Bild: colourbox.com

Samstagmorgen, Gleis 33 am Hauptbahnhof München. Am Bahnsteig in Richtung Oberland drängeln sich neben Rodlern und Langläufern überwiegend Menschen mit Schneeschuhen am Rucksack, Skitourengeher, Freerider und Snowboarder.

Schneeschuhgehen wird immer beliebter, aber abseits von Wanderwegen und Pisten ist die Lawinengefahr besonders hoch ...

Keine Frage: Althergebrachte Wintersportarten wie Tourengehen, Schneeschuhgehen und Variantenfahren erleben seit einigen Jahren einen enormen Zulauf. Die Wintersportler wollen weg von Wanderwegen und Pisten, ins "freie Gelände": Dort ist das Lawinenrisiko am höchsten.

Gefährliche Freiheit: Lawinengefahr jenseits der Pisten und Wanderwege

Die Zahl der tödlichen Lawinenunfälle schwanken stark von Saison zu Saison. Es scheint aber so zu sein, als ob im langjährigen Mittel etwa 100 Lawinentote pro Jahr in den Alpen zu beklagen sind, so die Aussage des Deutschen Alpenvereins (DAV) im März 2017. Ausschlaggebend sind das Wetter und der Verlauf des Winters. Auch einzelne Lawinenunfälle mit vielen Opfern verursachen einen markanten Ausschlag in der Statistik. Der Mittelwert der Lawinentoten in Österreich in den vergangenen zwanzig Jahren lag bei 26, der der tödlichen Lawinenunfälle in der Schweiz bei 23. Die Mehrzahl der Opfer waren Tourengeher, dicht gefolgt von Freeridern bzw. Variantenfahrern.

Wie Lawinen entstehen, was man tun kann, um dieses Risiko gering zu halten und wie man im Notfall am besten reagiert sowie hilfreiche Adressen finden Sie hier.

Lawinenunfälle im Alpenraum

  • "Gefährlicher Schnee - Unterwegs mit den bayerischen Lawinenwarnern": am 12. Oktober 2017 um 19.30 Uhr, ARD alpha

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