Alles inklusive?
Sie haben körperliche Behinderungen, Lernschwächen, geistige Einschränkungen - und trotzdem gehen die Kinder in die Regelschulklasse. Dieses Ideal der UN soll auch in Bayern umgesetzt werden. Seit September 2011 gibt es hier 41 Inklusionsschulen. Doch es gibt Zweifel: "Was wir jetzt machen, ist die Umsetzung der UN-Konvention zum Billigtarif", sagt Schulleiterin Simone Fleischmann, die ihre Schule zur Inklusionsschule machen möchte. Wir haben mit Eltern, Lehrern und Experten gesprochen, haben uns verschiedene Schulen angeschaut und gemerkt: Es gibt eben nicht alles immer inklusive!
Wie dieses Dossier entstanden ist
Dieses Dossier wurde von Hörfunk-Volontären des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) im Rahmen des Seminars "Online/Crossmedia" erstellt. Das ifp ist die Journalistenschule in Trägerschaft der Katholischen Kirche.

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Spiegl, Montag, 28.Januar, 09:42 Uhr
10. Norbert
Der Beitrag INKLUSION KOMPAKT geht an der Wirklichkeit vorbei.
So schaut die Wirklichkeit aus: Es gibt so gut wie keine Bewegung im Bereich der Regelschulen und deren Träger, inklusive Beschulung Wirklichkeit werden zu lassen. Die vielen Kleinigkeiten, die in der Summe erst eine Inklusion ermöglichen, werden von der Verwaltung zu großen Hindernissen aufgebaut. Deren Überwindung ist für Schüler mit Behinderung und deren Eltern kaum möglich.
Zusammenfassung: Schüler mit Behinderung sind nur in SONDERSchulen gern gesehen. Dort bringen sie Geld und schaffen und erhalten schöne Arbeitsplätze.
Elke Bischoff, Montag, 08.Oktober, 08:54 Uhr
9. Inklusion
Unser Sohn Lukas mit dem Down-Syndrom besucht seit der 1. Klasse die örtliche Regelschule. Jetzt ist er in der 9.Klasse angekommen. Wir sind der Meinung es hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn es nicht ganz einfach war. Aber der Schulleiter und die Lehrerschaft standen immer zur Inklusion, wir versuchten immer die Probleme, die ja wirklich auftraten, gemeinsam zu lösen und haben es auch bisher geschafft, dass er immer dabei sein konnte. In den ersten 2 1/2 Jahren funktionierte es sogar ohne Schulbegleiterin. Das was Lukas in dieser Schule gelernt hat, hätte er in einer Sondereinrichtung niemals erreicht. Uns ging es aber hauptsächlich um die soziale Inklusion und ich denke, das haben wir auch geschafft.
Jetzt steht für uns die berufliche Inklusion an. Hier gibt es noch viele Hindernisse, die es gilt aus dem Weg zu räumen.
Volker Müller, Donnerstag, 12.Juli, 16:14 Uhr
8. Inklusion
Ich habe einen Hörgeschädigten Sohn. Regelgrundschule 4 Jahre. Notenschnitt 3,6 . Dann Hörgeschädigten Grundschule in Bamberg. Notenschnitt 1,5. Jetzt Realschule in München. Notenschnitt 2,1. In einer 30 Mann Klaase in einem Altbau kann man mit Hörschaden dem Unterricht nicht folgen. Besonders dann nicht, wenn wie bei uns die Sogenannten Pädagogen zu doof sind um ein Kind zu förderrn. Diese Inklusion soll doch nur die teuren Sonderschulen einsparen, damit die Gelder anderweitig verbrannt werden können. So kann man auch die Grundschulklassen füllen.
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