Wissen - Umwelt

Der Wald Hintergrund
Autor: Ernst Eisenbichler / Grafik: Christian Sonnberger Stand: 12.01.2012

Hochsensibles Wunderwerk der Natur

Tag des Waldes 2012

Am 21. März wird der Internationale Tag des Waldes (World Forestry Day) gefeiert. Ins Leben gerufen hat ihn die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO im Jahr 1971. Der Feiertag soll daran erinnern, welche Bedeutung der Wald für die Menschheit hat und warum er schützenswert ist.

Wunderwerk der Natur? War der "Deutsche Wald" nicht immer schon ein kulturelles Phänomen? Die Germanen verherrlichten ihn, weil die Römer seinem Teutoburger Dickicht nicht gewachsen waren. Das Nibelungenlied ist ohne ihn nicht denkbar. Die Romantiker verfertigten aus ihm Naturlyrik, die Nazis ideologisierten ihn à la Blut-und-Boden-Manier.

2011 - Jahr der Wälder

Die Vereinten Nationen erklärten 2011 zum "Internationalen Jahr der Wälder". Im Mittelpunkt stand die globale nachhaltige Entwicklung von Wäldern, auch hinsichtlich der Armutsbekämpfung.

Man könnte darüber glatt vergessen, dass der Wald schlicht und einfach auch Natur ist: Grüne Lunge, Lebensraum, Wasserreservoir, Holzlieferant. In Bayern gibt es besonders viel davon, auf fast 25.000 Quadratkilometern stehen zusammenhängende Baumareale. Das entspricht beinahe 30 Prozent der Fläche des Freistaats.

Sonne scheint durch Baumkromen | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Der Wald Ökosystem, Schutz, Holzlieferant

Der Wald ist das wichtigste Landökosystem der Erde, nur Meere haben einen noch größeren Einfluss aufs Klima. Aber Baumkollektive können noch viel mehr: Sie liefern Holz, bieten dem gestressten Stadtbewohner Erholung und im Gebirge Schutz vor Lawinen oder Erdrutschen. [mehr]

Waldsauerklee | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Der Wald Kleinkünstler im Lebensraum Wald

Unendlich viele Naturprozesse finden im Wald statt, kaum einen davon nimmt der Spaziergänger bewusst war. Sie laufen viel zu langsam, unauffällig oder im Verborgenen ab. Dabei sähe der Wald ohne die Findigkeit gerade kleiner Protagonisten völlig anders aus. Fünf Beispiele. [mehr]

Abgebrochener Baumstamm | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Der Wald Multikulti statt Monotonie - der Waldumbau

Jahrhundertelang wurde der Wald zu Wirtschaftszwecken quasi "ausgebeutet". Waldflächen wurden stark dezimiert, öde und anfällige Monokulturen entstanden. Zurück zum naturnahen Mischwald lautet nun das Motto. Doch das ist nicht einfach. [mehr]

Umgeknickter Baum | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Der Wald Wer früher stirbt, ist länger tot

Der Tod des Waldes war in den 1980er-Jahren zu früh verkündet worden - mit dem Effekt, dass danach Naturschützern oft nicht mehr geglaubt wurde, wenn auf das anhaltende "Waldsterben" hinwiesen. Dabei ist es nach wie vor mit der Gesundheit vieler Bäume nicht sehr gut bestellt. [mehr]