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Tierversuche Unverzichtbar oder grausam und unnötig?

Rund 2,8 Millionen Tiere wurden im Jahr 2015 für wissenschaftliche Zwecke verwendet. Tierversuche sind heftig umstritten. Während Forscher ihren Nutzen verteidigen, protestieren Tierschützer.

Stand: 12.07.2017

Äffchen, die am Kopf verkabelt sind, Mäuse, denen etwas gespritzt wird und Ratten in Käfigen – beim Thema Versuchstiere kochen die Emotionen hoch und die Standpunkte scheinen unverrückbar: Für Forscher sind Tierversuche unverzichtbar, die Gegner halten sie für grausam und angesichts neuer Methoden für unnötig.

Im Jahr 2015 wurden dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zufolge, insgesamt 2.799.961 Tiere für wissenschaftliche Zwecke verwendet. Eingeschlossen sind Tiere, die in Tierversuchen verwendet wurden, ebenso wie Tiere die für Alternativmethoden, also zum Beispiel zur Gewinnung von Zellen für Zellkulturen genutzt wurden. Der Anteil der Grundlagenforschung hat von 63 auf 59 Prozent aller Tierversuche abgenommen.

Versuchstierzahlen 2015 nach Bundesländern

Baden-Württemberg vorn

Der Deutsche Tierschutzbund hat vom Bundeslandwirtschaftsministerium die aktuellen Versuchstierzahlen für 2015 in den einzelnen Bundesländern erhalten. Demnach wurden in Baden-Württemberg – wie schon 2014 – die meisten Tiere für wissenschaftliche Zwecke eingesetzt: 461.538 Versuchstiere. Das sind fast 16 Prozent der Gesamtzahl.

NRW vor Bayern

An zweiter Stelle rangiert Nordrhein-Westfalen mit 432.006 Versuchstieren, vor Bayern mit 423.129 Tieren. Fast die Hälfte aller zu wissenschaftlichen Zwecken verwendeten Tiere werden in diesen beiden Bundesländern gemeinsam mit Baden-Württemberg eingesetzt, so der Deutsche Tierschutzbund.

Berlin und Hessen bei Pro-Kopf-"Verbrauch" vorn

An vierter Stelle der Bundesländer und ihrem Einsatz von Tieren zu wissenschaftlichen Versuchen, liegt Niedersachsen mit 338.747 Versuchstieren, vor Hessen mit 280.787 und Berlin mit 259.986. Würde man die eingesetzten Tiere auf die Bevölkerung umrechnen, lägen Berlin und Hessen im, so der Tierschutzbund, Pro-Kopf-"Verbrauch" vorn.

Schlusslicht ist Bremen

An 7: Hamburg mit 152.664 Tieren; an 8: Rheinland-Pfalz mit 133.407 Tieren; an 9: Sachsen mit 89.977 Tieren; an 10: Sachsen-Anhalt mit 60.749 Tieren; an 11: Schleswig-Holstein mit 55.566 Tieren; an 12: Thüringen mit 32.274 Tieren; an 13: Saarland mit 26.351 Tieren; an 14: Brandenburg mit 17.094 Tieren. Schlusslicht ist Bremen mit 2.756 Tieren.

Tierversuche in Deutschland

Große Zentren mit Versuchstierlabors gibt es neben München auch in Berlin, Düsseldorf, Hannover, Heidelberg, Tübingen und Freiburg – eben überall, wo biomedizinische Forschung stattfindet. Dabei werden an Tieren nicht nur Medikamente ausprobiert, sondern auch Dialysetechniken, Impfungen, Bypass-Operationen und neue Gelenke oder Zahnimplantate. Zudem werden Tieren artfremde Organe eingepflanzt, zum Beispiel einem Affen ein Schweineherz, um zu testen, ob tierische Organe auch für den Menschen tauglich wären.

Zwei neue Tierversuchslabors in München

LMU

An der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) werden im neuen Biomedizinischen Centrum (BMC) für Grundlagenforschung Lehrstühle und bestehende Einrichtungen gebündelt. Das Zentrum wurde am 26. Oktober 2015 offiziell eröffnet.

In den Versuchslabors sind bis zu 9.000 Käfige für rund 50.000 Mäuse und andere Nager geplant. Zudem sind bis zu 1.700 Behältnisse für Fische und Frösche vorgesehen.

TUM

Mit dem Bau des Forschungszentrums für Translationale Onkologie am Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) wurde im Oktober 2014 begonnen, bis Sommer 2017 soll er fertig gestellt sein. Die Forschungsergebnisse sollen dort auf kurzem Weg rasch in die Patientenversorgung einfließen. Finanziert wird es von Bund und Ländern.

Auf 700 Quadratmetern sollen nach Plan in rund 6.000 Käfigen bis zu 36.000 Mäuse und rund 800 Ratten leben, darunter auch genveränderte Tiere. Diese brächten, so die Erklärung der Universität, gerade bei onkologischen und immunologischen Fragen Erfolge.

Tübinger Max-Planck-Institut stellt Tierversuche mit Affen ein

Tierschützer demonstrieren am 20.12.2014 in Tübingen

Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen hat seine Primatenforschung und Tierversuche mit Affen komplett eingestellt und will zukünftig nur noch mit Nagetieren arbeiten. "Wir bestätigen, dass die Affenversuche endgültig beendet sind und wir keine Affen mehr haben", teilte die Sprecherin des Instituts am 19. April 2017 mit. Damit reagierte dein Forschungseinrichtung auf die anhaltende Kritik von Tierschützern.
Ein als Pfleger arbeitender Tierschützer hatte die Affenversuche und die Haltung der Tiere im Herbst 2014 heimlich gefilmt. Die Aufnahmen zeigen Affen mit Gehirn-Implantaten, eines der Tiere hat einen blutverschmierten Kopf, einem anderen läuft Spucke oder Erbrochenes aus dem Mund. Tierschützer riefen zu Demonstrationen und Mahnwachen gegen das Institut auf.
Institutsleiter Nikos Logothetis hatte schon zu Beginn des Jahres 2016 angekündigt, seine Arbeit an Primaten einstellen und künftig lediglich mit Nagern weiterarbeiten zu wollen. "Ich höre nicht wegen der Anfeindungen der Tierschützer auf", betonte Logothetis im April 2016. Vielmehr habe ihm der Rückhalt aus der Wissenschaft gefehlt.
Die Max-Planck-Gesellschaft in München bedauerte in einer Stellungnahme am 30. April 2016 die Entscheidung von Logothetis und erklärte, sie habe den Forscher zu jeder Zeit unterstützt. Ungeachtet der Situation werde die Max-Planck-Gesellschaft auch weiterhin tierexperimentelle Forschung an Affen durchführen: "Dies ist nach wie vor der einzige Weg, um Behandlungsansätze zu entwickeln für neurologische Gehirnerkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson und psychiatrische wie Schizophrenie."

Tierversuche - wofür?

Warum gibt es noch Tierversuche? | Bild: BR zum Audio Die Frage Warum gibt es noch Tierversuche?

Leben im Labor, Spritzen, Schmerzen, Tests: Millionen Tiere leiden für die Wissenschaft - und es werden immer mehr. Aber was nutzen Tierversuche überhaupt? Die Frage auf den Spuren des versteckten Leidens in Tierlabors. [mehr]

Schönheits- und Pflegemittel, die an Tieren getestet wurden, dürfen seit März 2013 in der EU nicht mehr verkauft werden. Dieses Verkaufsverbot wurde am 21. September 2016 nochmals bekräftigt. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hatte über ein Verfahren in Großbritannien zu entscheiden: Drei Unternehmen hatten Bestandteile von Produkten an Tieren außerhalb der EU getestet, um die Kosmetik in Japan und China zu verkaufen. Daraufhin ging es um die Frage, ob die Waren auch in der EU vertrieben werden dürfen. Der Europäische Gerichtshof hat dies mit seinem Urteil verneint und so dafür gesorgt, dass die Regelung nicht einfach umgangen werden kann.

Gesetzlich vorgeschrieben

Anders sieht es aus, wenn Gebrauchsgüter wie Farben oder Pestizide auf ihre Unbedenklichkeit geprüft werden oder Medikamente für den Markt zugelassen werden sollen: Hier sind Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben, schon allein deshalb kann derzeit nicht komplett auf sie verzichtet werden. Rolf Hömke vom Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) erläutert, dass er auch im wissenschaftlichen Sinn die Versuche für unumgänglich hält.

"Bestimmte Dinge kann man nur am Gesamtorganismus sehen. Eine Zellkultur hat keinen Blutdruck, eine Zellkultur hat keine Immunsysteme."

Rolf Hömke vom Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)

Ein Beispiel für aktuelle Forschungsergebnisse, die auf Tierversuche zurückgehen, sind neue Mittel bei der Zuckerkrankheit Diabetes, die auf Beobachtungen an Tieren beruhen. Bei den Tests wurde das Wechselspiel zwischen Darm, Bauchspeicheldrüse, Blut und Appetit überprüft. Dabei müssen viele Organe einbezogen werden und das lässt sich nur am Gesamtorganismus überprüfen, so der Pharmakologe Martin Lohse von der Universität Würzburg.

Versuche an großen Tieren

Welche Tiere?

Die am häufigsten verwendeten Versuchstiere sind Nager und Fische. Doch auch große Versuchstiere sind wichtig für die Wissenschaft: Schafe, Schweine, Rinder, Affen, Katzen, Ziegen oder sogar Alpakas. In Deutschland gab es zum Beispiel 2015 rund 13.200 Versuchsschweine und rund 3.800 Versuchsrinder.

Warum große Tiere?

Nager oder Fische unterscheiden sich in ihrer Anatomie und ihrem Stoffwechsel zum Teil sehr von uns Menschen. Ergebnisse solcher Forschung lassen sich oft nicht auf uns übertragen. Darum greift die Wissenschaft auf große Tiere zurück.

Beispiel Hirnblutung

Hirnoperationen werden zum Beispiel an Schweinen ausprobiert. Forscherinnen und Forscher aus Heidelberg haben bei Versuchen nachweisen können, dass es am besten ist, wenn das Blutgerinnsel bei einer Hirnblutung so schnell wie möglich durch eine Operation entfernt wird.

Beispiel kardiologische Forschung

Ärzte haben an Schafen Operationstechniken entwickelt, bei denen künstliche Herzklappen eingepflanzt werden, sogar solche, die im Laufe des Lebens mitwachsen. Denn die Anatomie des Herzens von Schafen ist der von Menschen sehr ähnlich.

Beispiel Unfallchirurgie

Auch die Unfallchirurgie wäre ohne Schafe nicht so weit, wie sie heute ist. Den blökenden Versuchstieren verdanken wir es, dass es heute selbstverständlich ist, Knochen mit Metallplatten und Schrauben zusammenzuflicken, so die Schweizer Tierärztin und Professorin an der Universität Zürich, Brigitte von Rechenberg. Sie entwickelt neue Behandlungsmethoden für die Orthopädie mithilfe von Schafen.

Beispiel Diabetesforschung

Der Zuckerstoffwechsel von Schweinen ist dem von Menschen relativ ähnlich. Darum forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus München zum Beispiel mit genveränderten Schweinen, um bei ihnen mögliche Medikamente oder neue bildgebende Verfahren zu testen. Darüber hinaus ist das Gehirn von Schweinen ähnlich strukturiert wie unseres.

Beispiel Operationstechniken

An einer Maus auszuprobieren, wie man am besten künstliche Herzklappen einsetzt, ist für die Chirurgie uninteressant. Darum wird das häufig an Schafen ausgetestet, die Anatomie ihrer Herzen ist dem menschlichen Herz ähnlicher. Auch die Methode, Knochen mit Metallplatten und Schrauben zusammenzuflicken, ist anfangs bei Schafen ausprobiert worden. Die Knochen der Schafe sind in ihrer Struktur mit denen von Menschen vergleichbar. Die von Hunden zum Beispiel nicht, die heilen viel schneller ab.

Kritik der Tierschützer

Doch nicht alle Versuche lassen sich durch bessere Übertragbarkeit erklären, kritisieren Tierschützer. Große Tiere seien in der Handhabung oft einfach praktischer, weil nicht alles so klein ist wie bei Mäusen. Das treffe auch auf viele Versuche mit Affen zu.

Hierarchie der Tiere

Stellt sich die Frage: Ist es nun "besser", ethisch vertretbarer, kleine Tiere statt großer in Versuchen zu verwenden? Tierschützer wollen da keine Zwei-Klassen-Gesellschaft aufmachen. Alle Säugetiere können Schmerz empfinden und sind wohl auch fähig, Emotionen auszudrücken. Ethisch umstritten sind Tierversuche weiterhin.

Für die pharmazeutische Forschung

Für die Forschung sei wichtig, so Rolf Hömke vom Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), dass mit den Tieren gut umgegangen werde, denn: Ungestresste Tiere ergäben aussagefähigere Messergebnisse. Zudem bräuchten die Unternehmen der vfa pro Medikament derzeit weniger Tiere. Dies bestätigt auch Silke Blitz vom Verein "Ärzte gegen Tierversuche".

2015: EU-Kommission lehnt generelles Verbot von Tierversuchen ab

1,17 Millionen Menschen haben die EU-Bürgerinitiative "Stop Vivisection" unterschrieben. Die Tierversuchsgegner wollten ein vollständiges Verbot von Forschungsarbeiten mit Tieren in der EU erreichen. Doch die EU-Kommission lehnte am 03. Juni 2015 ein generelles Verbot ab. Auch das bestehende Gesetz verfolge letztendlich das Ziel der Einstellung von Tierversuchen. "Wir glauben, dass Tierversuche auslaufen sollten", sagte die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Kristalina Georgiewa. Ihr Kollege Jyrki Katainen erklärte: "Ein vollständiges Verbot von Forschungsarbeiten mit Tieren in der EU wäre jedoch verfrüht und birgt die Gefahr, dass die biomedizinische Forschung in Länder außerhalb der EU verlagert wird."

Trendwende bei Tierversuchen

Erstmals seit über zehn Jahren war 2013 die Zahl der Tierversuche in Deutschland zurückgegangen: 2.997.152 Wirbeltiere wurden 2013 in Tierversuchen für wissenschaftliche Zwecke eingesetzt. Das waren 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Noch 2012 war die Anzahl der eingesetzten Labortiere auf rund 3,1 Millionen gestiegen, so das Bundesagrarministerium – 5,8 Prozent mehr als 2011. Und damals wurden rund 60 Prozent mehr Versuchstiere verwendet als noch im Jahr 2000.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium spricht in diesem Zusammenhang von einer Trendwende. Den Rückgang erklärt Ministeriumssprecher Christian Fronczak im Dezember 2014 damit, dass weniger Tiere für toxikologische Sicherheitsprüfungen gebraucht würden. So kamen für diese Prüfungen vermehrt alternative Verfahren zum Einsatz, bei denen keine Tiere benötigt werden. Auf diese Methoden ohne Versuchstiere hatten viele Gegner der Tierversuche immer wieder hingewiesen. Für sie machen diese Verfahren Labortiere ganz überflüssig.

"Es gibt eine ganze Bandbreite von tierversuchsfreien Forschungsmethoden etwa an Zellen, es gibt ausgeklügelte Computermodelle, da kann man den ganzen Verlauf mit einer Substanz durchspielen und Stoffwechselvorgänge und Nebenwirkungen im menschlichen Körper digital nachahmen."

Silke Bitz, Sprecherin von 'Ärzte gegen Tierversuche'

Künstliche Haut statt Versuchstier

Ein Beispiel für solch eine Methode ist die von der Freien Universität Berlin entwickelte künstliche Haut, die allergisch reagieren kann. Eine weitere mögliche Methode bei Tests zu Lungeninfektionen ist es, statt Labortiere Lungenstücke einzusetzen, die bei Operationen übrig geblieben sind. Um herauszufinden, welche Nebenwirkungen und Heileffekte ein Mittel hat, müsste man die Versuchstiere nicht töten und sezieren. Man könnte sie auch betäuben und per Computertomografie untersuchen.

Multiorgan-Chip gegen Tierversuche

An der TU Berlin entwickelt: der Multiorgan-Chip

An der Technischen Universität Berlin tüfteln Forscher am Nachbau des menschlichen Kreislaufsystems samt innerer Organe – auf einem winzigen Zell-Chip. Es geht ihnen darum, verschiedene gezüchtete Organgewebe über eine Nährlösung miteinander zu verbinden, zum Beispiel Zellen von Leber und Haut. Der Zwei-Gewebe-Chip werde bereits in zwanzig Forschungs- und Industrieprojekten genutzt, sagt Projektleiter Dr. Uwe Marx von der TU Berlin. Langfristiges Ziel ist eine Art Mikroorganismus, der aus adulten Stammzellen gewachsen ist und in ein Smartphone passen würde. Für Biomediziner wäre das eine perfekte "Testperson" und auf längere Sicht wohl auch eine preiswertere Alternative zu Tierversuchen.

Sind Mensch und Tier gleich?

Zudem kritisieren "Ärzte gegen Tierversuche" auch, dass Tier-Experimente nicht nur grausam sind, sondern auch gefährlich, weil sie eine "falsche Sicherheit vorgaukeln", so Silke Bitz.

"Im Tier kann man seit Jahrzehnten Krebs heilen – das hat mit der menschlichen Erkrankung einfach nichts zu tun."

Silke Bitz, Sprecherin von 'Ärzte gegen Tierversuche'

Rolf Hömke ist dagegen der Meinung, dass viele Medikamente bei Mensch und Tier identisch wirken würden. Nicht alles sei übertragbar, aber die Tierversuche verbesserten vor klinischen Tests an Menschen deren Schutz.

Wissenschaftler werben mit Information für Akzeptanz

Zehn deutsche Forschungseinrichtungen haben Anfang September 2016 die Internetplattform www.tierversuche-verstehen.de an den Start gebracht.
Mit Artikeln über ihre Arbeit und Berichten aus Laboren, angereichert mit Fakten und Grafiken, wollen die Wissenschaftler die Akzeptanz für Tierversuche in der Forschung erhöhen. Zugleich soll die hitzige Debatte um das Thema versachlicht und die wissenschaftliche Arbeit verständlicher gemacht werden. Daneben bietet die Webseite Materialien speziell für Schüler, Lehrer, Journalisten und Wissenschaftler. Ergänzt wird das Angebot mit einem eigenen Youtube-Kanal.

Mitglieder der Allianz sind: die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), die Helmholtz-Gemeinschaft (HGF), die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die Leibniz-Gemeinschaft (WGL), die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und der Wissenschaftsrat (WR).

  • "Tiere als Ersatzteillager; Tiere im Dienste der Medizin", Notizbuch, Bayern 2, 24.02.2014
  • "Aggressive Anzeigenkampagne - Warum der Streit um Tierversuche eskaliert", IQ - Wissenschaft und Forschung, Bayern 2, 25.04.2014, 18.05 Uhr
  • "Wie jetzt? Aus die Maus - Über die Aussagekraft von Tierversuchen", nano, 29.10.2014, BR-Alpha, 15.00 Uhr
  • "Biochip statt Tierversuch", nano, ARD-alpha, 15.30 Uhr 24.04.2015, 16.30 Uhr
  • "Umstrittene Tierversuche - Hausdurchsuchung im Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik (Tübingen)", IQ - Wissenschaft und Forschung, Bayern 2, 04.02.2015, 18.05 Uhr
  • "Tierversuche in Tübingen", nano, ARD-alpha, 07.05.2015, 16.30 Uhr
  • "Tierversuche auf dem Prüfstand", Abendschau, BR Fernsehen, 04.10.2016, 18.00 Uhr
  • "Tierversuche: Was bedeutet das Ende der Affenversuche?", IQ - Wissenschaft und Forschung, Bayern 2, 26.04.2017, 18.05 Uhr
  • "Große Versuchstiere in der Forschung: Schweinehirne und Schafsknochen", IQ - Wissenschaft und Forschung, Bayern 2, 14.10.2014, 18.05 Uhr, 12.04.2016, 18.05 Uhr und radiowissen, Bayern 2, 13.07.2017, 15.05 Uhr








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Kommentare

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Eichinger, Erika, Sonntag, 08.Oktober, 16:38 Uhr

14.

Tierversuche bringen dem Menschen KEINE Heilung durch "Erkenntnisse". Sie sind ganz klar das Abbild der satanischen Bedürfnisse der sogenannten Forscher,denen es um gutes Einkommen, einen bekannten Namen und in der Karriereleiter höher zu steigen, geht. Sie besitzen keinerlei menschliche Emotionen, sondern arbeiten nur mit bösartigster Brutalität an Tierversuchen, deren Ergebnis eben NICHT kompatibel für den Menschen ist.
Das ist aus zahlreichen Versuchen durchaus bekannt. Die gesamte Pharmaindustrie und die Chemische Industrie, für die diese Tests bevorzugt gemacht werden,stellt ja ohnehin keine Heilmittel her, sondern nur chemische Produkte, die mit ihren Wirkungen und Nebenwirkungen wieder andere Leiden u. Krankheiten hervorrufen. Z.B. die Chemo- u. Strahlentherapie zur Behandlung von Krebs heilt nie, sondern zögert das Leiden der Kranken nur unter Schmerzen und Leiden hinaus,so lange, bis die Pharma-Industrie und die Ärzte genug daran verdient haben. Danach stirbt der Patient .

Karola, Samstag, 07.Oktober, 17:12 Uhr

13. Tierschützer desinformiert..

Also wenn man sich in die Materie einarbeitet erfährt man schnell, dass es nunmal viele nötige Versuche gibt die nicht durch Zellkultur ersetzt werden können. Für Medikamente die Menschen helfen. Ich finde das gut.

Petra twardoch, Samstag, 07.Oktober, 11:02 Uhr

12. Tierversuche

Tierversuche sind ein Milliarden-Geschäft und so lange Menschen mit dem Leid der Tiere in irgendeiner Form Geld verdienen, wird dies auch weiter praktiziert.
Mich ekelt vor diesen Empathie losen Menschen!
Es gibt so viele alternative Methoden, deren Ergebnisse weitaus besser auf den Menschen übertragbar sind.

Anna, Montag, 24.April, 14:46 Uhr

11. Tierversuche

Beim menschlichen Leid wird gejammert, Tier Leid kann man für gut heißen und es werden Ausreden gefunden, warum es "nötig" ist. Ich gebe vielen Kommentarschreiber recht, es muß nicht mehr sein. Ausreden dass es für den guten Zweck ist, welcher den? Zum Schluß muß es trotzdem am Menschen "geprüft" werden. Also gibt es keinen Grund Tiere zu quälen!

as, Mittwoch, 06.Mai, 16:47 Uhr

10. Unerträglich

Warum erforschen diese Labors nicht an menschlichen Artgenossen? Ach, Schmerzen, keine Freiwilligen? Warum müssen dann Tiere herhalten, die sich nicht wehren können?
In der Kosmetik kann man ja zum Glück schon ganz gut ausweichen auf Produkte ohne Versuche. Medikamente werden eh zu viele genommen. Und hier stellt sich auch immer raus, dass der Wirkstoff oft gar nicht hilft oder Schäden anderer Art verursacht. Hierzu gibt es heute zahlreiche Literatur, was Medikamente und Wechslewirkungen im Menschen an Schäden anrichten.
Also kann man auch im medizinischen Bereich auf Tierversuche verzichten.