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Wenn die Welt aus den Fugen gerät

Zerstörtes Haus in Indonesien | Bild: picture-alliance/dpa

Durchschnittlich einmal pro Jahr bebt die Erde mit einer Momenten-Magnitude von über 8,0. Erdbeben dieser Stärke können ganze Landstriche verwüsten und Tausende von Menschen töten. Die Ursache dieser Naturkatastrophen war jahrhundertelang ein Rätsel. Erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es eine schlüssige Theorie zur Entstehung von Erdbeben. Doch die nahm zunächst niemand ernst.

Erdbebenstärken

Was je nach Stärke bei einem Erdbeben passieren kann:

  • 1-2: schwaches Beben, nur durch Instrumente nachzuweisen
  • 3: nur in der Nähe des Epizentrums zu spüren
  • 4-5: 30 Kilometer um das Zentrum zu spüren, leichte Schäden
  • 6: Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen
  • 7: in weiten Gebieten stürzen Häuser ein, viele Tote
  • 8: Verwüstung im Umkreis von hunderten Kilometern, sehr viele Tote
  • 9: Verwüstung im Umkreis von tausend und mehr Kilometern, sehr viele Tote

Mit jedem Stärke-Punkt Unterschied steigt die Erschütterungsenergie um das über 30-Fache. Ein Beben der Stärke 6 setzt rund 1.000mal so viel Energie frei wie ein Beben der Stärke 4.

Wegeners bewegte Theorie

Karte der Erde mit der Darstellung der Kontinentalplatten und ihrer Drift | Bild: BR zum Video mit Informationen Plattentektonik Kontinente in Bewegung

Am 6. Januar 1912 formulierte Alfred Wegener die Hypothese, dass die Kontinente im Lauf der Zeit "wandern". Vor hundert Jahren schien diese Vorstellung noch abwegig. Doch längst ist seine Theorie belegt. [mehr]

Erdbeben-Vorhersage

Seismogramm | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio mit Informationen Erdbeben Die Suche nach einer Erdbeben-Vorhersage

Eine Vorhersage von Erdbeben ist unmöglich - so lautet das Dogma der Geophysiker. Aber muss das so bleiben? Wissenschaftler suchen nach Vorzeichen an der Erdoberfläche, aus denen man auf das Geschehen im Erdinneren schließen kann. [mehr]

Beben menschengemacht

2011: Erdbeben in Lorca | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Ursachen für Erdbeben Von Menschenhand ausgelöst

Dass der Mensch durch Eingriffe in die Natur Erdbeben auslösen kann, ist nicht neu. Die Förderung von Erdgas, Kohle und Erdöl sind Beispiele dafür. Doch eine Studie zeigt, dass auch das konstante Absenken von Grundwasser Erdstöße verursachen kann. [mehr]

Heimtückische Welle

Nach dem schweren Erdbeben am 11. März 2011 bricht eine gigantische Tsunami-Welle über den Nordosten Japans herein, hier in Natori in der Präfektur Miyagi | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Tsunamis Mächtige Wogen mit Tiefgang

Seit 2004 kennt die ganze Welt die Riesenwellen. Damals verwüstete ein Tsunami Teile Asiens und Ostafrikas. Im März 2011 überrollte ein anderer Tsunami Japan. Wodurch entstehen die Erdbeben-Wellen und woher nehmen sie ihre immense Kraft? [mehr]

Simulation von Erdstößen

Erdbeben-Simulator e-Defense | Bild: picture alliance/dpa zum Artikel Erdbeben Ein Krankenhaus wird durchgeschüttelt

Gerade bei Erdbebenkatastrophen werden Krankenhäuser dringend gebraucht. Wissenschafter suchen daher nach Wegen, Hospitäler sicherer zu machen - mit dem größten Erdbebensimulator der Welt. [mehr]

Erdbeben in Japan

Hier bricht bei der Mündung des Flusses Hei die Tsunamiwelle herein, nach dem schweren Beben im Nordosten Japans am 11. März 2011 | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie mit Informationen Erdbeben Japan als Spielball geologischer Kräfte

Kaum ein Land ist derart gut für Erdbeben gerüstet wie Japan. Doch die Kräfte, die am 11. März 2011 über das Land hereinbrachen, waren mit nichts zu vergleichen. Japan wurde nicht nur erschüttert, sondern buchstäblich verrückt. [mehr]


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