Wissen

Alltagswissen Rätsel rund um Tiere

Haben's Ohrenkneifer wirklich auf Ihre Ohren abgesehen? Können Fische ertrinken? Wer war zuerst da - Henne oder Ei? Wieviel PS hat ein Pferd? Können sich auch Wildtiere erkälten? Und bekommen Spechte Kopfweh vom Hämmern? Fragen über Fragen - und wir haben ein paar kurze Antworten für Sie!

Stand: 21.04.2011
Fragen des Alltags: Tiere | Bild: colourbox.com

Warum kriegt der Specht kein Kopfweh?

Frage

Warum kriegt der Specht beim Hämmern kein Kopfweh?

Specht am Baum | Bild: picture-alliance/dpa

Bis zu 100-mal in der Minute hackt er in die harten Baumrinden. Ein Boxer wäre nach solchen Schlägen längst k.o. Warum kriegt der Specht dabei kein Kopfweh?

Antwort

Geniales Stoßdämpfersystem

Kopf eines Buntspechts | Bild: picture-alliance/dpa

Das Specht-Gehirn liegt über einer Achse aus stabilen Knochen vom Schnabel zum Hinterkopf und kriegt die Stöße deshalb nicht direkt ab. Kräftige Muskeln am Hinterkopf bilden ein geniales Stoßdämpfersystem. Und sein Schnabel hat einen Knick, der die Stöße auf die Schnabelspitze zu Zugkräften am Kopf verwandelt.

Verschnupft

Frage

Können Wildtiere auch eine Erkältung bekommen?

Reh im Schnee | Bild: picture-alliance/dpa

Kaum wird es draußen nass und kalt, fangen die ersten an, die Nase hochzuziehen. Bei uns Menschen ist das ein ungeschriebenes Gesetz. Aber wie ist das bei Wildschweinen, Rehen, Füchsen und Feldhasen? Sie sind bei Wind und Wetter draußen - können auch sie sich erkälten?

Antwort

Triefnasige Wildtiere

Feldhase im Schnee | Bild: picture-alliance/dpa

Wer bei Wildtieren genauer hinschaut, erkennt: Sie husten, schniefen und haben Triefnasen wie wir. Gerade im Winter, wenn das Futter knapp ist und die Kälte sie quält, ist auch das Immunsystem von Hase, Hirsch und Co. angegriffen. Aber bekommen sie dann tatsächlich eine Erkältung?

Antwort

Fiese Parasiten

Wildschwein im Schnee | Bild: picture-alliance/dpa

Wenn Wildschweine niesen und husten, sind ihre Lungen von einem Wurm befallen, den sie beim Fressen aufgenommen haben und der schwere Lungenentzündungen hervorruft. Hustende Rehe leiden unter Rachenbremsenlarven: Die Parasiten, die in Nase und Rachenraum nisten, sollen herausgehustet oder -geniest werden.

Antwort

Flattermann mit Schnupfnase

Enten auf Eis | Bild: picture-alliance/dpa

Was bei Vögeln wie Schnupfen aussieht und sich durch Schleim in den Nasenlöchern bemerkbar macht, kann Geflügelcholera sein. Diese bakterielle Erkrankung zieht Atembeschwerden und Lungenentzündungen nach sich und kann tödlich enden.

Antwort

Vogelgrippe

Kranke Vögel werden eingesammelt | Bild: picture-alliance/dpa

Vogelgrippe wird durch Influenzaviren hervorgerufen und auch als Geflügelpest bezeichnet. Dementsprechend unterscheiden sich die Symptome von denen einer Grippe in unserem Sinn: Die Tiere leiden an Schwäche, Fieber, Atembeschwerden, Schwellungen, Durchfall und Bewegungsstörungen. Fast alle erkrankten Tiere sterben.

Wie viel PS hat ein Pferd?

Frage

Wie viel PS hat ein Pferd?

Pferd zieht Wagen | Bild: picture-alliance/dpa

Unter der Motorhaube eines Autos verbergen sich viele PS - also Pferdestärken. Pro PS ein Pferd? Ein ganz schönes Gewusel wäre das! Aber es sind doch nicht alle Pferde gleich stark? Hat jedes Pferd tatsächlich nur ein PS?

Antwort

Clevere Vermarktungsidee

Ein PS ist laut James Watt, wenn ein Pferd in einer Minute ein Gewicht von 150 Kilogramm 30 Meter hochhebt. Diese Einheit erfand er, um zum Beispiel den Besitzern von Bergwerken - in denen Pferde als Lasttiere eingesetzt wurden - zu zeigen, was seine neue Erfindung, die Dampfmaschine, alles leisten konnte.

Antwort

Leistungsstarkes Hottehüh

Pferde können also durchaus über mehr als ein PS verfügen - wenn sie die von James Watt angegebene Leistung übertreffen können. Rennpferde zum Beispiel bringen es kurzfristig auf bis zu 15 PS. Theoretisch können Pferde sogar bis zu 24 PS leisten.

Warum schwimmen Haie immerzu?

Frage

Warum schwimmen Haie?

Schwimmender Hai | Bild: picture-alliance/dpa

Eine der wesentlichsten Fragen überhaupt: Nur wenige Haiarten sieht man gelegentlich faul auf dem Boden herumliegen, ansonsten sind Haie ständig in Bewegung. Wissen Sie, warum?

Antwort

Darum schwimmen Haie!

Im Gegensatz zu Fischen besitzen Haie keine Schwimmblase. Ohne Schwimmbewegungen würden sie einfach auf den Grund sinken. Außerdem: Um zu atmen, müssen Haie ständig ihre Kiemen mit Sauerstoff durchspülen. Auch dies geschieht durch die kontinuierliche Schwimmbewegung. Dem Hai hilft beim Schwimmen sein perfekt angepasster Körper: Statt eines Knochengerüsts besitzen Haie nur einen einzigen zentralen - und sehr leichten - Knorpel, außerdem sorgt die extrem ölhaltige Leber für zusätzlichen Auftrieb.

Warum können Vögel auf Stromleitungen sitzen?

Frage

Warum können Vögel auf Hochspannungsleitungen sitzen?

Star auf einer Stromleitung | Bild: picture-alliance/dpa

Vögel sind immer auf der Suche nach dem perfekten Ausblick. Von Stromleitungen aus ist der besonders gut. Doch wie überleben die Vögel das, ohne einen Schlag zu kriegen?

Antwort

Nur eine Leitung

Die Drähte stehen unter einer hohen Spannung, doch solange die Vögel dabei nur einen einzigen berühren, kann ihnen nichts passieren. Für kleinere Vögel wie Stare oder Schwalben ist das kein Problem.

Antwort

Gefährliche Strommasten

Störche oder Bussarde berühren aber schnell mal mit ihren weiten Schwingen zwei Leitungen gleichzeitig. Dann laufen bis zu 220.000 Volt durch den Vogel - eine tödliche Dosis.

Gefährlich ist es auch, wenn Vögel auf einer Leitung sitzen und zur selben Zeit auch den Strommasten berühren: Dann wird eine Erdung hergestellt und der Strom fließt durch den Vogelkörper. Rund 10.000 Vögel sterben so in Deutschland jedes Jahr.

Antwort

Schutzkappen auf Masten

Bis 2012 haben die Stromversorger noch Zeit, ihre Strommasten umzurüsten und vogelsicher zu machen. Rund sechzig Zentimeter lange Schutzkappen sollen die Leitungen in der Nähe des Strommastes ummanteln. Eine knifflige Aufgabe: Ohne Helikopter geht das nicht!

Warum sind manche Raubkatzen so gemustert?

Frage

Warum haben manche Raubkatzen ein Muster?

Gepard | Bild: picture-alliance/dpa

Gepunktet, gestreift oder einfarbig - das Fell von Raubkatzen ist einzigartig. Doch - warum eigentlich? Und warum gibt es gemusterte und schwarze Panther?

Antwort

Unterwegs im Grasland

Puma | Bild: Digital Stock

Raubkatzen schleichen sich auf leisen Pfoten an ihre Beute an und machen ihr mit einem Prankenhieb den Garaus. Damit sie dabei nicht zu früh entdeckt werden, tarnen sie sich mit ihrem Fell. Der Puma jagt am liebsten im Grasland - darum ist sein Fell hellbraun und einfarbig.

Antwort

Nachts im Wald

Leopard | Bild: colourbox.com

Raubkatzen, die am liebsten nachts im Wald auf Bäumen jagen, haben meistens ein stark gemustertes Fell. Viele Leoparden aus Afrika leben im Regenwald - durch die Rosetten im Fell sind sie im Blätterwald fast unsichtbar.

Antwort

Schwarzer Kollege

Schwarzer Panther | Bild: picture-alliance/dpa

Der Leopard ist nicht immer bunt - die Unterart Schwarzer Panther hat ein pechschwarzes Fell. Das liegt daran, weil der lieber woanders jagt: In Afrika findet man Schwarze Panther am häufigsten im Äthiopischen Bergland. Rosetten hat der Schwarze Panther auch, nur kann man die kaum sehen, weil sie auch schwarz sind.

Antwort

Mysteriöse Streifen

Tiger | Bild: BR

Streifen statt Punkte oder Kringel - die hat nur der Tiger. Warum gerade sie die einzigen Streifenkatzen sind, das weiß bislang noch keiner. Schön sind sie trotzdem.

Kneifen Ohrenkneifer wirklich ins Ohr?

Frage

Kneifen Ohrenkneifer wirklich ins Ohr?

Gemeiner Ohrwurm | Bild: picture-alliance/dpa

Ihr Ruf ist nicht gerade der beste! Generationen von Kindern haben sich schon vor Ohrenkneifern gegruselt, die auf Kellertreppen, in Hausfluren oder in gerade aufgebauten Zelten herumkrabbeln. Aber würden sich Ohrenkneifer mit ihren Zangen wirklich an Menschenohren zu schaffen machen, das Trommelfell durchstechen und ihre Eier im Gehirn ablegen, wie man sich erzählt?

Antwort

Nicht gemein und auch kein Wurm

Zunächst einmal: Der sogenannte Ohrenkneifer heißt eigentlich "gemeiner Ohrwurm" - aber nicht, weil er gemein wäre. Er ist auch kein Wurm, sondern gehört zur Klasse der Insekten. Weil er Blattläuse und Schmetterlingsraupen, aber auch Blüten frisst, ist er sowohl nützlich als auch schädlich. Sein Hinterleib endet in einer Zange, die zur Jagd, zur Verteidigung und bei einigen Arten auch als Hilfe zur Entfaltung der Flügel verwendet wird. Aber auch zum Ohrenkneifen?

Antwort

Kein Interesse an Menschenohren

Ohrenkneifer haben kein Interesse daran, mit ihren Zangen in Trommelfelle zu zwicken. Die Legende soll daher rühren, dass man früher das Pulver toter Ohrwürmer als Mittel gegen Taubheit oder Ohrenprobleme verwendet hat. Als diese medizinische Anwendung in Vergessenheit geraten war, konnte man sich den Namen der Ohrenkneifer nicht mehr erklären - und schlussfolgerte einfach, dass Ohrenkneifer wohl in Ohren kneifen. Gemein!

Was war zuerst da - Henne oder Ei?

Frage

Was war zuerst da - Henne oder Ei?

Hühner mit Eiern | Bild: picture-alliance/dpa

Beim Versuch, diese Frage zu lösen, drehen wir uns im Kreis. Denn die Henne ist zwar aus dem Ei geschlüpft, aber das wiederum wurde von einer Henne gelegt, und die ist ja bekanntlicherweise aus einem Ei geschlüpft. Wie denn nun? Was war wirklich zuerst da?

Antwort

Weder, noch?!

Aus biblischer Sicht ist die Sache klar: Gott hat alle Tiere geschaffen, also auch die Henne. Und die legte nach der Begattung mit dem Hahn das erste Ei. Doch aus heutiger wissenschaftlicher Sicht gab es weder ein "erstes Huhn" noch ein "erstes Ei" - beide sind das Ergebnis der Evolution.

Antwort

Woher stammt das Huhn?

Der Vorfahre unseres Haushuhns ist das Bankivahuhn. Es stammt aus Asien, wurde ca. 2.500 v. Chr. domestiziert und legte ebenfalls Eier. Paläontologen vermuten, dass dieses Huhn über mehrere Linien letztlich vom Archäopterix abstammt, der als Bindeglied zwischen Dinosauriern und Vögeln gilt.

Antwort

Gab es damals schon Eier?

Sowohl Ur-Vögel als auch Dinosaurier legten bereits Eier. Als sich vor rund 400 Millionen Jahren die ersten Tiere vom Wasser ans Land wagten, mussten ihre Eier vor dem Austrocknen in der Sonne geschützt werden. Deshalb erfand die Natur die harte Schale.

Antwort

Was war vor dem harten Ei?

Das weiche Ei von Fischen und Amphibien. Aber auch das hat Vorläufer. Die ersten Eier stammen vermutlich von Mehrzellern, die vor rund 600 Millionen Jahren entstanden sind. Sie haben sich ähnlich fortgepflanzt wie heutzutage Schwämme: durch Abgeben von Ei- und Spermienzellen.

Antwort

Das Henne-Ei-Problem ...

... ist also gelöst. Aus evolutionsbiologischer Sicht war das Ei zuerst da, lange bevor es die Henne gab. Allerdings war es eben kein Hühnerei. Also bleibt die Frage, war der Fisch oder das Ei zuerst da? Der Dinosaurier oder das Ei? Sagen wir mal so: Eier gibt es, seitdem sich mehrzellige Lebewesen fortpflanzen. Der Dichter Eduard Mörike hat aber noch eine ganz andere Erklärung.

Antwort

Wer brachte das Ei?

"Die Gelehrten und die Pfaffen stritten sich mit viel Geschrei: Was hat Gott zuerst erschaffen, wohl die Henne, wohl das Ei? Wäre das so schwer zu lösen? Erstlich ward ein Ei erdacht, doch weil noch kein Huhn gewesen, darum hat's der Has gebracht."

Trinken Fische Wasser?

Frage

Trinken Fische Wasser?

Clownfisch | Bild: picture-alliance/dpa

Sicher - Fische machen unter Wasser immer wieder den Mund auf und zu, saugen Wasser ein und filtern mit ihren Kiemen den Sauerstoff für sich heraus. Aber trinken Fische eigentlich auch Wasser? Und wie ist es bei Salzwasser?

Antwort

Trink-Automatik

Teils, teils: Süßwasserfische müssen nicht trinken, in sie dringt das Wasser einfach von außen durch die Haut ein. Da die Zellen des Fischs mehr Salze enthalten als das Wasser um ihn, "saugt" der osmotische Druck Wasser in seinen Körper. Der Süßwasserfisch muss im Gegenteil regelmäßig Wasser ausscheiden, sonst würde er platzen.

Antwort

Trinken Meeresfische Salzwasser?

Salzwasserfische hingegen müssen sogar trinken, da der hohe Salzgehalt ihrer Umwelt das Wasser aus ihrem Körper förmlich heraussaugt. Doch ihre Kiemen enthalten eine spezielle Filteranlage, die aus dem salzigen Wasser Trinkwasser macht.

Definition

Und was ist Osmose?

Mit Osmose wird der Austausch verschieden konzentrierter Lösungen untereinander bezeichnet: Nach den physikalischen Gesetzen der Diffusion gibt es zwischen zwei Lösungen einen Ausgleichsprozess von der Lösung mit höherer Teilchendichte zu der mit niedrigerer Teilchendichte. In der Natur beruhen viele organische Prozesse auf Osmose, sowohl in Pflanzen- als auch Tier- und Menschenzellen.

Sterben Kobras, wenn sie sich auf die Zunge beißen?

Frage

Sterben Kobras, wenn sie sich auf die Zunge beißen?

Kobra | Bild: picture-alliance/dpa

Ihr Gift ist gefürchtet: Es wirkt sehr schnell und ist extrem stark. Doch was passiert, wenn sie sich selbst auf ihre gespaltene Zunge beißen?

Antwort

Die Natur denkt mit

Nein, denn Schlangen sind gegen ihr eigenes Gift immun! Zudem ist der Kopf der Kobra so gebaut, dass ihre Giftzähne erst "ausfahren", wenn der Kiefer weit aufgesperrt ist. Die hohlen Giftzähne sind durch einen feinen Kanal mit den Giftdrüsen verbunden. Die Speikobra muss übrigens gar nicht erst zubeißen: Sie kann ihr Gift über zwei Meter weit spucken!

Können Fische ertrinken?

Frage

Können Fische ertrinken?

weißer Hai taucht auf | Bild: picture-alliance/dpa

Warum ertrinken Fische eigentlich nicht? Weil es sonst keine Fische mehr gäbe! Aber das stimmt nicht ganz. Es gibt Fische, die sehr wohl ertrinken können. Viele Menschen kennen sie sogar. Doch der Reihe nach:

Antwort

Wie atmen Fische?

Fische brauchen wie die Menschen Sauerstoff zum Leben. Aber sie haben keine Lungen. Sie nehmen vielmehr den im Wasser gelösten Sauerstoff durch ihre Kiemen auf. Der Atmungsapparat der Fische ist also darauf ausgelegt, ständig mit Wasser gefüllt zu werden.

Antwort

Wieso Fische ersticken

An Land funktionieren die Kiemen nicht. Deswegen müssen die Fische an der Luft ersticken. Es gibt aber auch Fische, die haben zwar Kiemen, die funktionieren aber nicht. Stattdessen haben sie ein Atmungsorgan entwickelt, das Labyrinth heißt.

Antwort

Labyrinthfische ertrinken

Zum Luftholen müssen die Labyrinthfische regelmäßig an die Wasseroberfläche kommen. Gelingt ihnen das nicht, ertrinken sie. Bei Aquarianern sind Labyrinthfische wegen ihres prächtigen Aussehens und ihres interessanten Lebenswandels sehr beliebt. Am bekanntesten sind die Kampffische und die Prachtguramis.

Antwort

Bedrohte Haie

Auch einige Hochseehaie wie der Mako oder der Weiße Hai können ertrinken. Bei diesen Haien funktioniert die Kiemenatmung nur, wenn der Fisch ständig in Bewegung ist und immer frisches Wasser durch die Kiemen fließt. Deswegen verenden viele Millionen Haie jährlich in den Netzen. Über 200 Hai-Arten sind mittlerweile vom Aussterben bedroht.

Warum haben wir "Schwein gehabt"?

Frage

Warum haben wir "Schwein gehabt"?

Schwäbisch-Hällisches Schwein mit Ferkeln. | Bild: picture-alliance/dpa

An Silvester ein echtes Muss - egal ob aus Gummi oder Marzipan: das Glücksschwein. Doch auch ohne haben wir oft genug "Schwein gehabt" - warum eigentlich? Und braucht man dazu ein Sparschwein?

Antwort

Wenn wir "Schwein haben", ...

... ist kein Sparschwein vonnöten. Die Redensart stammt vermutlich noch vom mittelalterlichen Brauch, bei Wettspielen und Lotterien dem Letzten ein Ferkel zum Trostpreis zu geben: das unverdiente Glück.

Ach übrigens ...

Das Sparschwein - ein Missverständnis

Warum unsere rosigen Haustierchen auch für den Notgroschen herhalten, hat wiederum mit Glück nichts zu tun, sondern liegt an einem sprachlichen Missverständnis: Im mittelalterlichen England wurde aus "Pygg", einer Lehmart, Geschirr gefertigt - auch Töpfchen zum Sammeln von Kleingeld. Daraus wurde irgendwann die "Piggy Bank" in Form eines Schweins.

Warum gibt es keine Naschkatzen?

Frage

Warum gibt es keine Naschkatzen?

Katze | Bild: picture-alliance/dpa

So gut wie alle Säugetiere stehen auf Süßes. Einzige Ausnahme sind Hauskatzen und ihre wilden Verwandten wie Tiger und Geparden. Sie lassen Süßigkeiten völlig kalt. Alle anderen Geschmacksrichtungen, wie Bitter, Sauer oder Salzig dagegen sind bei Katzen ähnlich ausgeprägt wie bei Menschen. Warum bliebe Katzenschokolade mit Sicherheit ein Ladenhüter?

Antwort

Schmeckt nicht

Ganz einfach: Katzen können Süßes überhaupt nicht schmecken. Katzenschokolade wäre für sie einfach nur ein geschmackloses Etwas. Den Tieren fehlen Teile des Gens, das für die Wahrnehmung von Süß verantwortlich ist. Ob Katzen wegen ihrer veränderten Geschmackswahrnehmung zu Fleischfressern wurden oder ob der ständige Fleischkonsum die Geschmackswahrnehmung verändert hat, ist allerdings unklar.