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Alltagswissen Rund um das Rätsel Mensch

Haben Erkältungen eigentlich einen Sinn? Warum befällt Betrunkene der Heißhunger? Wie riecht der Frühling, wenn er kommt? Was ist die gefühlte Temperatur? Fragen über Fragen – zu denen wir die Antworten haben.

Stand: 21.02.2017

Frau putzt sich die Nase und hält sich die Hand an die Stirn | Bild: colourbox.com; Montage: BR

Haben Erkältungen einen Sinn?

Schniefnasen-Alarm!

Alle Jahre wieder fangen wir uns in der Winterzeit eine oder mehrere Erkältungen ein. Für die meisten ist das unangenehm und ärgerlich. Doch Forscher sagen: Erkältungen sind auch gut für die Gesundheit!

Viren gibt es schon seit Jahrmillionen

Viren haben zum Beispiel in der Evolution des Immunsystems eine entscheidende Rolle gespielt. Denn sie haben eine Technik entwickelt, um sich selbst unliebsame Viren-Konkurrenz vom Leib zu halten. Das haben sich vor vielen Millionen Jahren Einzeller abgeschaut und so eine erste, rudimentäre Abwehr entwickelt.

Embryos brauchen Viren

Viren sind Weltmeister im Herumreichen und Weiterreichen von Genen. Große Teile des menschlichen Erbguts bestehen aus fossilen Viren, Virenresten oder anderen Virenbestandteilen. Einige sind sogar unentbehrlich für das Überleben von Embryos: Viren setzen das mütterliche Immunsystem zeitweise außer Kraft, sodass der "Fremdkörper" Embryo von der Abwehr der Mutter nicht angegriffen wird, was vor allem zu Beginn der Schwangerschaft wichtig ist.

Erkältungsviren schaden nur ein bisschen

Erkältungsviren schwächen einerseits die Reaktion der Immunzellen und auch die Erkältungssymptome selbst ab. Unsere Nase würde sonst noch stärker laufen. Dreißig bis vierzig Prozent der Infektionen mit Erkältungsviren verlaufen sogar völlig ohne Symptome ab, wir merken gar nicht, dass wir erkrankt sind.

Viren halten das Immunsystem auf Trab

Andererseits aktivieren Erkältungsviren unsere Abwehr, sodass sie in Alarmbereitschaft bleibt und wir uns vor anderen Bedrohungen besser schützen können. Und das tut auch unserem Körper gut, denn der Sparringpartner Erkältungsvirus ist lange nicht so gefährlich wie manch anderer Erreger. Bei Kindern regen Erkältungen übrigens Immunzellen dazu an, bestimmte Hormone auszuschütten, die dazu führen, dass mehr Immungewebe angelegt wird, zum Beispiel in den Lungen, der Nasenschleimhaut oder dem Darm.

Was ist die gefühlte Temperatur?

Gefühlte Temperatur

Im Wetterbericht, im Freundes- und Kollegenkreis ist oft von der sogenannten gefühlten Temperatur die Rede. Da werden in New York aus -15 Grad Celsius plötzlich -30 Grad "gefühlte Temperatur". Und Sie selbst kamen sicherlich auch schon in den Genuss dieses besonderen Fühlens: Wenn das Thermometer zwar +3 Grad versprach, aber es so eiskalt um die Ohren pfiff, dass Sie bibberten und klapperten wie bei -20 Grad.

Ganz offensichtlich weicht die gefühlte Temperatur oft von der tatsächlich gemessenen, objektiven Temperatur ab. Warum ist das so? Und wer stellt sich da eigentlich immer raus und fühlt?

Subjektives Empfinden

Unter der gefühlten Temperatur versteht man die wahrgenommene Umgebungstemperatur, die von unserem subjektiven Wärme- oder Kälteempfinden bestimmt wird. Egal, was das Thermometer anzeigt: Wie warm oder kalt wir es tatsächlich finden, das hängt auch von Wind, Schatten, der Luftfeuchtigkeit und unserer Kleidung ab. In der Sonne und bei hoher Luftfeuchtigkeit fühlt sich die Temperatur höher an, bei trockener Luft und Wind niedriger. "Bei feuchter Luft können wir nicht genügend Schweiß abgeben, weil der Schweiß einfach nicht verdampft, dann findet die äußere Kühlung nicht mehr statt. Bei Wind verdunstet die Feuchtigkeit auf unserer Haut schneller, damit kommt es zu zusätzlicher Kälte", erklärt der Münchner Allgemeinarzt und Tropenmediziner Dr. Nikolaus Frühwein. Die Kälte- und Wärmeempfindlichkeit ist außerdem abhängig von der Durchblutung, der Fettschicht, dem Hormonhaushalt und der Nervenreizbarkeit eines jeden Einzelnen.

Klima-Michel

Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes berechnen das thermische Empfinden täglich mithilfe eines Modells eines standardisierten Menschen: dem sogenannten Klima-Michel. "Er ist männlich, 1,75 Meter groß, wiegt 75 Kilo und ist 35 Jahre alt. Im Sommer hat er nur ein leichtes Hemd an, im Winter kriegt er dann auch richtig dicke Winterkleidung und eine Kopfbedeckung", erklärt Meteorologe Andreas Friedrich. Beim Klima-Michel-Modell werden möglichst viele für den menschlichen Wärmehaushalt relevanten Parameter berücksichtigt, etwa die Lufttemperatur, die Windgeschwindigkeit, die Luftfeuchtigkeit, die Strahlungstemperatur, die Aktivität des Menschen und eben die Wärmeisolation der Kleidung. Die Berechnungen ergeben dann die Temperatur, die der Klima-Michel - der deutsche Durchschnittsmensch - wahrnimmt.

Windchill

Das Klima-Michel-Modell wurde von vielen europäischen Staaten übernommen.

In Amerika misst man die gefühlte Temperatur mit dem sogenannten Windchill-Modell. "Beim Windchill geht überhaupt keine Sonnenstrahlung ein, keine Luftfeuchtigkeit. Da wird nur ausgerechnet, wie stark wirkt jetzt der Wind - vor allem bei negativen kalten Temperaturen - auf den Menschen, wie stark wird die Haut zusätzlich abgekühlt", sagt Meteorologe Andreas Friedrich.

Folgen

Für uns und unsere Gesundheit ist die gefühlte Temperatur wichtiger als die tatsächlich gemessene. Sie bestimmt, wann Warnungen an Alten- und Pflegeheime gehen und bestimmte Bevölkerungsgruppen besonders geschützt werden müssen. Am besten kleiden und verhalten Sie sich entsprechend dieser Angabe.

Übrigens wäre die gefühlte Temperatur ungefähr gleich der tatsächlich gemessenen, wenn Sie bei einer gemäßigten Temperatur im Schatten spazieren gehen, dabei kaum Wind geht und eine normale Luftfeuchtigkeit herrscht.

Warum folgt dem Rausch der Heißhunger?

Fressattacken im Suff

Betrunkene essen gerne viel und deftig. Der Heißhunger nach einem Gelage ist aber eigentlich paradox, denn Alkohol hat bekanntlich viele Kalorien. Also müssten Bier, Wein und Schnaps ja sättigen. Stattdessen bekommen viele aber starke Essensgelüste, haben sie erheblich über den Durst getrunken. Neurobiologen haben nun herausgefunden, was die Fressattacke im Suff verursacht.

Betrunkene Mäuse

Denis Burdakov und seine Kollegen vom Franics Crick Institute in London haben 2017 für eine Studie Labormäuse so alkoholisiert, wie Menschen an einem durchzechten Wochenende: Sie haben den Mäusen in entsprechenden Abständen entsprechende Dosen Alkohol verabreicht, bis sie entsprechend betrunken waren. Daraufhin fraßen diese Mäuse viel mehr als die nüchternen aus einer Vergleichsgruppe.

Steuerung im Hirn

Während die betrunkenen Mäuse sich vollfutterten, waren in ihrem Hypothalamus die sogenannten Agouti-related-Proteine-Neuronen, kurz AgRP-Neuronen, aktiv. Diese Neuronen steuern und regulieren den Appetit – und zwar nicht nur den der Mäuse, sondern auch den der Menschen. Normalerweise werden sie aktiv, wenn der Blutzucker fällt oder nichts im Magen ist. Dann kommt ein Hungergefühl auf.

Mensch wie Maus

Burdakov fand nun heraus, dass diese AgRP-Zellen auch durch Alkohol angeregt werden, wobei es völlig unerheblich ist, ob die Kalorienbilanz positiv ist oder nicht. Bisher ist dieses Phänomen nur im Gehirn von betrunkenen Mäusen nachgewiesen – die Forscher gehen aber davon aus, dass sich Ähnliches im Gehirn von betrunkenen Menschen abspielt und deshalb auf den Rausch der Heißhunger folgt.

Wie wirkt ein Deo gegen Schweißgeruch?

Wenn die dunklen Flecken wachsen

Wenn wir uns beim Sport verausgaben, in der Sonne brüten oder gestresst sind, färbt sich unser Shirt unter den Achseln dunkel, in immer größer und nasser werdenden Kreisen. Wer jetzt nicht seine Mitmenschen belästigen will, hat vorgesorgt: mit Deo. Doch wie funktioniert das - und warum müffeln schwitzende Menschen überhaupt?

Schwitzen ist gesund

Prinzipiell ist Schweiß etwas Gutes, nämlich unsere eigene Klimaanlage: Zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen sondern täglich einen halben bis mehrere Liter Schweiß ab. Bei körperlicher Schwerstarbeit können das bis zu zehn Liter sein. Die Flüssigkeit verdunstet auf unserer Haut und senkt dadurch die Körpertemperatur.

Bakterien sind die Stinker

Frischer Schweiß riecht eigentlich gar nicht. Für das Stinken verantwortlich sind die Bakterien, die auf unserer Haut leben. Sie zersetzen die organischen Substanzen im Schweiß und erst diese Abbauprodukte miefen. So entsteht zum Beispiel Buttersäure, deren Geruch an Erbrochenes erinnert.

Gene sind verantwortlich

Forscherinnen und Forscher der Universität New York wollten wissen, wie dieser Mechanismus genau funktioniert. Dazu haben sie unter den 150 Bakterienstämmen, die die Achseln besiedeln, die stärksten Stinker herausgesucht - und sich deren Gene genauer angeschaut. Besonders interessiert waren sie an Genen, die die Produktion sogenannter Thioalkohole steuern. Thioalkohole sind für ihren starken Geruch bekannt, sie kommen in Käse, Zwiebeln und Knoblauch vor. Auch bei Stinktieren sind sie im Spiel.

Wie man geruchslose Bakterien zum Stinken bringt

Dann setzten die Forscher diese Gene in geruchsmäßig unverdächtige E. coli-Bakterien ein. Und siehe da, sofort entfalteten die im Labor einen deutlichen Schweißgeruch. Die Forscher hoffen nun, mit neuartigen Deos direkt an diesen Genen ansetzen zu können. Doch bis dahin müssen wir uns wohl noch mit den herkömmlichen Methoden zufrieden geben. Zum Glück ist da die Kosmetikindustrie nicht untätig geblieben.

Deos sagen Bakterien den Kampf an

Deodorants (Lateinisch für Entriecher) hemmen das Bakterienwachstum, sodass die kleinen Stinker sich erst gar nicht an unserem Schweiß laben können. Enthaltene Parfums überdecken zusätzlich Körpergeruch. Gut riechen wollten übrigens schon die alten Ägypter, die Vorläufer eines Deos mit Alaunschiefer benutzten.

Schwitzen war gestern

Neben den reinen Deos, die ja erst helfen, wenn's schon passiert ist, gibt es noch die sogenannten Antitranspirants oder Mischprodukte aus beiden. Die helfen tatsächlich schon gegen das Schwitzen: Sie enthalten Substanzen wie Aluminiumsalze, die die Schweißdrüsen zeitweise verengen und die Schweißmenge so um 20 bis 60 Prozent verringern. Mit ihrer Hilfe bleiben die Achseln tatsächlich trockener, den Bakterien wird die Lebensgrundlage entzogen.

Nicht vergessen!

Ein Deo kann hilfreich sein, um ein bisschen länger frisch zu bleiben. Zumindest unter den Achseln. Denn Schweißdrüsen besitzt unser Körper überall, sogar auf den Fußsohlen - und da sogar besonders zahlreich. Unser ganzer Körper ist also eine potenzielle Schweiß-Müffelquelle. Und dagegen hilft dann doch nur regelmäßiges Duschen.

Warum vergeht die zweite Hälfte des Urlaubs schneller?

Verflixte zweite Hälfte

Ach, wie ist das im Urlaub schön: Neues erkunden, ausruhen und es sich richtig gut gehen lassen. Aber bis man schaut, sind die herrlichen freien Tage schon wieder vorbei. Vor allem die zweite Hälfte des Urlaubs scheint rasend schnell zu vergehen. Warum ist das so?

Rasender Urlaub

Der Sozialpsychologe Roland Deutsch sagt, die Erklärung sei nicht einfach, denn: "Zeitwahrnehmung ist relativ." Mit der Wahrnehmung der ersten und der zweiten Urlaubshälfte könnte es sich seiner Meinung nach so verhalten: Blickt man in der Mitte des Urlaubs auf die schon vergangenen Urlaubstage zurück, denkt man meist "Mensch, ich hab' schon ganz schön viel erlebt". In der zweiten Hälfte werden meist weniger neue Eindrücke gesammelt, zum Beispiel weil man das Hotel und die Umgebung schon kennt. Dadurch meint man am Ende des Urlaubs, die zweite Hälfte wäre schneller vergangen.

Rasendes Leben

Deshalb hat man laut Deutsch auch das Gefühl, dass das Leben mit fortschreitendem Alter immer schneller vergeht: "Am Anfang hat man viele neue Eindrücke, die das strecken. Im Laufe der Jahre werden neue Eindrücke immer seltener. Und dann erscheint das, was verbleibt, im Vergleich zu dem, was vorher gewesen ist, wahnsinnig kurz."

Tipp

Ein Tipp, um zumindest den Urlaub im Kopf zu verlängern: Wenn nicht viel passiert und man sich nur am Strand aalt, vergeht die Zeit währenddessen sehr langsam. Blickt man aber später auf den Urlaub zurück, erscheint er kurz, weil man nicht viele Erinnerungen daran hat. Also erleben Sie möglichst viel! Sammeln Sie neue Eindrücke! Am besten nicht nur im Urlaub ...

Was passiert bei einem Sonnenbrand?

Hauptsache Sonne?

Ein warmer, sonniger Tag löst bei den meisten Menschen einen akuten "Ich muss sofort in die Badesachen und an den See"-Reflex aus. Dort wird dann stundenlang in der Sonne gebraten und das Eincremen grob vernachlässigt. Hauptsache Sonne! Die tut auch erstmal gut - aber nicht lange: Je nach Empfindlichkeit kann sich die Haut schon bald dunkelrot färben, heiß werden, anschwellen, schmerzen - und im schlimmsten Fall Blasen werfen und sich großflächig schälen. Was ist da im Körper geschehen?

Schuld sind die UV-B-Strahlen

Sonnenlicht besteht aus sichtbarem, infrarotem und ultraviolettem Licht. Zu letzterem gehören die UV-A- und UV-B-Strahlen, die uns braun werden lassen. Aber nicht ohne Konsequenzen: Die langwelligeren UV-A-Strahlen greifen das elastische Bindegewebe der Haut an und lassen sie schneller altern. Die UV-B-Strahlen sind kurzwellig und energiereich - und schuld am Sonnenbrand.

Wie entsteht ein Sonnenbrand?

Der dahinterliegende Mechanismus wurde in Versuchen mit Zellkulturen und Mäusen erst Anfang Juli 2012 aufgedeckt: Die kurzwelligen UV-B-Strahlen dringen weit in die Haut ein und schädigen dort kleine Ribonukleinsäure-Moleküle (RNA), die im Zellkern produziert werden und die Aktivität der Gene steuern. Die Moleküle werden so verändert, dass sie sich mit einer Andockstelle in den Hautzellen verbinden können. Das wiederum fördert die Produktion eines entzündungsfördernden Stoffes, des Tumor-Nekrosefaktors Alpha. Die typischen Sonnenbrand-Symptome treten auf.

Vorsicht vor Hautkrebs!

Dadurch, dass die veränderten RNA-Moleküle Substanzen und Reaktionen aktivieren, die als tumorfördernd gelten, könnten sie auch eine Rolle bei der Entstehung von Hautkrebs spielen. Bislang galten vor allem die vom UV-Licht verursachten Schäden in der Desoxyribonukleinsäure (DNS), in der die Erbinformation gespeichert ist, als Hauptursache für Melanome.

Besser vorsorgen!

Sonne in Maßen kurbelt unsere Vitamin D-Produktion an, was unsere Laune hebt. Trotzdem gilt auf jeden Fall, nicht nur die Eigenschutzzeit der Haut zu beachten, sondern sich auch mit dem zum Hauttyp passenden Lichtschutzfaktor einzucremen. Und zwar vor dem Sonnenbad, das man dann am besten im Schatten einnimmt.

Wie wirkt eigentlich Sonnencreme?

Sommer, Sonne, Sonnencreme

Wenn die Sonne vom Himmel lacht, kann uns das Lachen schnell vergehen: Dann, wenn sie unsere Haut verbrennt. Das kann schon nach wenigen Minuten passieren, äußerst schmerzhaft und richtig gefährlich sein. Mit Sonnencreme sind wir besser fürs Sonnenbad gewappnet. Wie schafft sie das?

Sonnenstrahlen

Bei einem Sonnenbad dringen UV-A- und UV-B-Strahlen in unsere Haut ein. Die kurzwelligere UV-B-Strahlung durchdringt die oberste Hautschicht, kann uns einen Sonnenbrand bescheren und das Hautkrebsrisiko erhöhen. Die langwelligen UV-A-Strahlen erreichen tiefere Hautschichten, können die Haut vorzeitig altern lassen und ebenfalls zu Hautkrebs führen.

Der Eigenschutz der Haut

Unsere Haut kann sich bis zu einem bestimmten Grad selbst vor UV-Strahlung schützen. In den Pigmentzellen unter der Hornhaut wird Melanin gebildet. Der Hautfarbstoff wird an die Hautoberfläche transportiert, tönt unsere Haut braun und schützt die darunter liegenden Hautschichten. Ist unsere Haut der Sonne länger ausgesetzt, verdickt die oberste Hautschicht, die Hornschicht, und die sogenannte Lichtschwiele entsteht. Die Hautverdickung reflektiert, filtert und streut dann das Sonnenlicht.

Die Zeit, die man in der Sonne verbringen kann, ohne rot zu werden, wird Eigenschutzzeit genannt. Sie fällt jedoch bei jedem Einzelnen, je nach Hauttyp, anders aus und kann auch nur wenige Minuten betragen.

Lichtschutzfilter

Weil wir uns nur zu gerne draußen aufhalten, im Freien sporteln und unseren Urlaub am Strand verbringen, reichen diese natürlichen Vorgänge in unserer Haut nicht aus, um uns gegen die Sonne zu wappnen. Wir führen ihr künstlichen Schutz zu: Sonnenschutzmittel versorgen uns mit Lichtschutzfiltern, sogenannten UV-Filtern, die weniger UV-Strahlung in die Haut eindringen lassen. Das geschieht auf zwei Wegen: chemisch oder physikalisch.

Chemische und physikalische Filter

Bei einem chemischen Lichtschutz sind im Produkt organische Verbindungen gelöst, die in die oberste Hautschicht eindringen und als Filter fungieren. Sie wandeln die schädliche Strahlung in Wärme um.
Physikalische mineralische Filter reflektieren die Strahlung wie kleine Spiegel und lassen sie nicht in die Haut eindringen. Das geschieht durch unlösliche mikrofeine Pigmente, die auf die Haut aufgetragen werden, zum Beispiel Titandioxid und Zinkoxid. Die Verwendung solcher Teilchen in Nanogröße (1 Nanometer = 1 Milliardstel Meter) muss seit Juli 2013 auf der Verpackung gekennzeichnet sein.

Lichtschutzfaktor

Je höher der Lichtschutzfaktor (LSF) ist, umso höher ist die Schutzwirkung. Welcher LSF für wen geeignet ist, hängt vom jeweiligen Hauttyp, der Vorbräunung, der Intensität der Sonneneinstrahlung und der Aktivität in der Sonne ab. Je näher man zum Äquator reist und je weiter oben man sich aufhält, umso höher sollte er ausfallen.
Nicht vergessen: Wasser, Schweiß, Schnee und Sand verstärken die Wirkung des UV-Lichts. Und selbst unter Wasser, im Schatten und hinter Fenstern ist man nicht vollständig geschützt.

Tipps

Am besten schützt man sich vor der Sonne, indem man gar nicht in die Sonne geht - vor allem nicht in die Mittagssonne.
Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille schützen vor Strahlung. Körperteile, die nicht bedeckt sind, müssen eingecremt werden.
Achten Sie darauf, dass ihr Sonnenschutzmittel über einen ausreichenden Schutz vor UV-B- und UV-A-Strahlung verfügt.
Wer in der Sonne sportelt, egal, ob auf dem Wasser oder an Land, sollte wasserfeste Produkte verwenden.
Sonnenschutzmittel müssen großzügig aufgetragen werden - am besten, bevor man sich nach draußen begibt.
Ohren, Nase, Lippen, Kopfhaut, Nacken und Fußrücken nicht vergessen und regelmäßig nachcremen!

"Sunblocker"

Übrigens: Komplette "Sunblocker" gibt es nicht. Auch Sonnenschutzmittel mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor bieten nie einen vollständigen Schutz. Ein Teil der UV-Strahlen wird immer die Haut erreichen.

Warum macht Eis-Essen Kopfweh?

Gehirnfrost

Er kommt, wenn das Eis gerade ganz besonders gut schmeckt: der Kältekopfschmerz, auch "Gehirnfrost" genannt. Meistens handelt es sich um ein heftiges Stechen hinter den Schläfen oder der Stirn. Die Schmerzen treten nicht nur bem Eis-Essen auf. Auch sehr kalte Getränke können eine Attacke auslösen.

Wen trifft es?

Wie viele Menschen Kältekopfschmerzen kennen, ist nicht gesichert. Vermutlich hat sie etwa jeder Zweite oder Dritte schon einmal gehabt. Besonders betroffen sind anscheinend Menschen, die auch unter Migräne leiden.

Woher kommen die Schmerzen?

Eine Theorie, woher der Kältekopfschmerz kommt, lautet: Das kalte Eis irritiert die Rezeptoren des Drillingsnervs (nervus trigeminus) am Gaumen. Diese senden dann an das Gehirn nicht nur die Information "kalt", sondern auch "Schmerz".

Sind die Blutgefäße schuld?

Einer anderen Theorie zufolge sind die Blutgefäße im Kopf für die Schmerzen verantwortlich. Sie verengen sich, um zu verhindern, dass das Gehirn zu stark abkühlt. Möglicherweise werden dadurch einzelne Teile des Gehirns kurzzeitig schlechter mit Blut versorgt, was die Schmerzen auslöst. Es könnte aber auch sein, dass die Blutgefäße, die sich verengen, in eine Art Krampf verfallen und auf diese Weise Kopfweh verursachen.

Überdruck im Kopf?

Eine Studie der Harvard Medical School in Boston hat im Frühjahr 2012 ergeben, dass beim eifrigen Eis-Essen Blut ins Gehirn gepumpt wird. Die Wärme des Blutes soll vermutlich die Kälte des Eises ausgleichen. Weil das Blut im Kopf nirgendswohin fließen kann, steigt der Druck und das verursacht Schmerzen. Per Ultraschall haben die Harvard-Forscher beobachtet, dass sich besonders die vordere Hirnarterie weitet, wenn die Kälteschmerzen einsetzen. Wenn sich die Ader wieder verengt und Blut aus dem Kopf abgepumpt wird, lässt auch das Stechen im Kopf nach.

Was kann man gegen den Hirnfrost tun?

Wenn es hinter der Stirn sticht, hilft manchmal, die Zunge an den Gaumen zu pressen. Dadurch erreicht er schneller wieder seine normale Temperatur. Den gleichen Effekt soll haben, wenn man warmes Wasser trinkt. Auch den Kopf zur Seite zu neigen hilft angeblich.

Schmerz vermeiden!

Besser als den Schmerz zu lindern ist, ihn zu verhindern. Daher sollten Eis und Gaumen möglichst nicht in Kontakt kommen. Ein bewährtes Gegenmittel ist: langsam essen! Versuche belegen: Wer sein Eis in aller Ruhe verzehrt, wird deutlich seltener vom Kältekopfschmerz getroffen als Schnellschlecker.

Wie riecht der Frühling?

"Italienischer Frühlingsmorgen kurz nach dem Regen"

"Ich habe einen Duft gefunden, der mich an einen italienischen Frühlingsmorgen kurz nach dem Regen erinnert", schrieb der Italiener Giovanni Maria Farina im Jahre 1708 aus Köln. Wichtigster Inhaltsstoff dieses Duftes war Bergamotte, eine durch Kreuzung entstandene Zitrusart. Farina kreierte damit das erste Markenparfüm der Geschichte und den erfolgreichsten Duft des 18. Jahrhunderts: das Eau de Cologne.

Zitrone, Bergnarzisse, Veilchen

Für Farina entsprach der Frühling dem Duft der blühenden Pflanzen seiner norditalienischen Heimat: Zitrone, Bergnarzisse, Veilchen. Seine Großmutter hatte ihn schon als Kind damit vertraut gemacht. Und so geht es im Grunde allen Menschen: Der Duft des Frühlings ist für sie das, was ihnen als Kind zu dieser Jahreszeit in die Nase gestiegen ist. Egal, was es war.

Gelernt, nicht geerbt

"Den Frühlingsduft haben die Menschen nicht in den Genen, sondern sie haben ihn erlernt, indem sie jedes Jahr, wenn's Frühling wird, einen bestimmten Duft wahrnehmen", erklärt der Duftforscher Hanns Hatt von der Ruhruniversität Bochum. "Dieser Duft wird verknüpft mit der Aussicht auf Frühling, auf Wärme. Das geschieht schon in der Kindheit."

Globalisierte Frühlingsgefühle

In Deutschland sind es oft bestimmte Blumen, die mit dem Frühling assoziiert werden, weil man sich zu dieser Zeit einen Strauß davon auf den Tisch stellt. "Dabei verbinden wir mit dem Frühling viele Pflanzen, die ursprünglich überhaupt nicht bei uns heimisch waren", erläutert die Biologin Gesche Hohlstein vom Botanischen Garten Berlin. So stammt die Hyazinthe aus Zentralasien - ebenso wie die wohl populärste Frühlingsblume, die Tulpe. Sie gelangte im 16. Jahrhundert über die Türkei nach Deutschland - und dann erst in die Niederlande.

Warme Sonnenstrahlen auf frostigem Boden

Der erste Frühlingsduft unmittelbar nach dem Ende des Winters im März stammt allerdings noch gar nicht von blühenden Veilchen, Narzissen oder Flieder. "Der erste Frühlingsduft beginnt viel früher", sagt Professor Hatt. "Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen den kalten, vielleicht noch gefrorenen Boden treffen, dann wird durch die Wärme Wasser freigesetzt, und die Moose und verrotteten Blätter und all diese Dinge geben aufgrund der höheren Temperatur ihre Duftstoffe in die Luft ab und werden mit dem Wasserdampf hochgerissen in unsere Nase."

Geruch von Moder und Scheuermittel

Das Ergebnis: fauliger Modergeruch! Eigentlich alles andere als angenehm, wie Hatt einräumen muss: "Dieser erste Frühlingsgeruch, wenn man so merkt: 'Ah, jetzt liegt der Frühling in der Luft!', der ist eigentlich gar nicht so toll." Weil das Gehirn die Information aus der Nase aber sofort mit einer angenehmen Erinnerung verknüpft, wird es doch als etwas Positives empfunden. Das kann auch für alle möglichen anderen Gerüche gelten. Wenn Mutter früher bei den ersten Sonnenstrahlen immer den großen Frühjahrsputz gemacht hat, dann kann der Geruch scharfer Scheuermittel ein Leben lang romantische Frühlingsgefühle wecken.

Manchen stinkt der Frühling

Umgekehrt gilt das allerdings auch: Wer die schöne Jahreszeit fürchtet, weil er zum Beispiel Pollenallergiker ist - mit anderen Worten: Wer den Frühling nicht riechen kann - für den duftet er nicht. Er stinkt. Und zwar durchgängig.

Was hat es mit der Frühjahrsmüdigkeit auf sich?

Gähnender Gruß an die Sonne

Kaum erwachen die Tiere aus dem Winterschlaf, fangen wir Menschen ab März das Gähnen an. Doch was ist das eigentlich, Frühjahrsmüdigkeit?

Aufwachen nach dem "kleinen Winterschlaf"

So ganz genau ist die Frühjahrsmüdigkeit noch nicht erforscht, aber eines ist klar: Sie kommt nur in den geografischen Lagen vor, in denen es einen großen Unterschied in der Tageslänge von Winter und Sommer gibt. Wahrscheinlich hat das Ganze damit zu tun, dass sich unser Körper langsam vom Wintermodus auf den Sommermodus umstellt. Mit den längeren Tagen wird unser Hormonhaushalt durcheinandergewirbelt und manchmal springt der zurück von "Sommer" auf "Winter" - das macht müde.

Auch Tiere sind frühjahrsmüde

Übrigens können auch Tiere frühjahrsmüde sein: Hundebesitzer und Zoodirektoren beobachten zwischen März und April vermehrt gähnende Vierbeiner.

Könnte Spiderman echt eine Wand hoch klettern?

Spiderman, der Spinnenmann

Er wird von einer genmanipulierten Spinne gebissen, und seitdem kann Peter Parker, alias Spiderman, die Wände hoch klettern. Senkrecht und auch kopfüber. Kein Problem, zumindest im Comic und Kinofilm - aber könnte Spiderman das auch in der realen Welt?

Geckos als Vorbilder

Es gibt viele Tiere, die Wände hoch gehen können: Geckos, Ameisen oder auch Fledermäuse. Insgesamt sind 225 kletterfähige Arten bekannt. All diese Tiere haben winzige Nanostrukturen an ihren Füßen und kleben so förmlich an der glatten Wand. Adhäsion heißt dieses Phänomen - das bedeutet, dass es trocken, also ohne Klebstoff funktioniert.

Mikroskopische Haftung

An jedem Zeh der Geckos sind hunderttausende mikroskopisch kleine Härchen. Sie sind etwa zehnmal dünner als ein menschliches Haar. Jedes dieser Gecko-Härchen spaltet sich an seinem Ende nochmals hunderte Male auf, in Nanohärchen. Die kommen in Kontakt mit der Oberfläche. Hier entsteht die Haftung: Auf jeder natürlichen Oberfläche ist nämlich ein hauchdünner Wasserfilm und die Nanohärchen tauchen quasi in ihn ein. Über sehr schwache, aber millionenfache Wechselwirkungen zwischen den Atomen und Molekülen von Wasser, Geckofuß und Wand entsteht dann die Haftung, die den Gecko an der Glaswand hält.

Verhältnis von Körpergröße zu Oberfläche

Je größer ein kletterfähiges Tier ist, desto größer müssen die Haftorgane werden, und zwar überproportional. Und darum gibt es eine Obergrenze, das haben im Januar 2016 Wissenschaftler der University of Cambridge herausgefunden. Ein Problem für Spiderman.

Spiderman bräuchte riesige Füße

Ein Mensch müsste nämlich 40 Prozent seiner Körperoberfläche mit Haftorganen bedecken, um sein Körpergewicht zu tragen. Wenn wir nur die Vorderseite rechnen, dann müssten davon sogar 80 Prozent in Haftorgane umgewandelt werden. Zum Beispiel durch riesige Haftfüße, sagt Forscher Walter Federle: "Spidermans Schuhe hätten dann Größe 145." Umgerechnet wären die fast einen Meter lang.

Unpraktisch im täglichen Leben

Es ginge also schon - doch so viel Haftfläche an den Füßen oder der Vorderseite des Körpers wäre im Alltag denkbar unpraktisch. "Das deutet darauf hin, dass es bei kletterfähigen Tieren eine natürliche Obergrenze gibt." Und die Obergrenze liegt in etwa bei der eines Geckos.

Hintertürchchen

Spiderman ist damit also vom Tisch? Nicht unbedingt. Wenn man die Nanostrukturen an den Füßen verbessern würde, könnte es doch noch klappen. Das US-Verteidigungsministerium experimentiert schon heute mit bionischen Haft-Pads, mit denen ein Mensch eine senkrechte Wand nach oben geklettert ist. Die gecko-ähnlichen Pads sind dabei nur so groß wie ein DIN-A-3-Blatt.

Warum bekommt man einen Ohrwurm?

Gemeines Vieh, der Ohrwurm!

Es passiert ganz plötzlich, einfach so, beim Abspülen, Gemüseschnippeln oder Aufräumen. Plötzlich beginnt man zu summen, singen oder pfeifen: "Laaast Christmas, I gave you my heaaart ..." Dabei mag man das Lied vielleicht gar nicht besonders, vielleicht ist auch gerade gar nicht Weihnachten, aber das Lied ist plötzlich da. Und es geht auch nicht mehr weg. Glückwunsch, Sie haben einen Ohrwurm!

Attacke im Advent

Der musikalische Ohrwurm kriecht einem vom Ohr ins Gehirn und nistet sich dort ein. Besonders häufig geschehen solche Ohrwurm-Attacken in der Adventszeit, weil man überall die gleichen Lieder hört: "Last Christmas", "Feliz Navidad" und "Wonderful Dream" in den Kaufhäusern, auf Weihnachtsmärkten und im Radio.

Futter fürs Hirn

"Ohrwürmer sind musikalische Zwangsgedanken, halten aber das Hirn wach", erklärt Christoph Reuter, Musikwissenschaftler der Uni Wien. Jan Hemming, Musikwissenschaftler und Ohrwurmforscher von der Universität Kassel, vermutet, dass das Gehirn die Endlosschleifen bevorzugt dann produziert, wenn es sich langweilt. Seinen Untersuchungen zufolge entstehen Ohrwürmer zu mehr als 70 Prozent in Alltagssituationen wie beim Abwaschen oder Aufräumen oder bei langen Leerlauf- und Wartephasen.

Miststück Musikstück

Je vertrauter jemand mit einem bestimmten Lied ist, umso bessere Chancen hat es, zur Dauerschleife zu werden. Am Kasseler Institut für Musik zeigte sich, dass zwei Drittel der Stücke, die sich zum Ohrwurm entwickelten, bei den Probanden bereits vorher bekannt und beliebt waren. Pure Wiederholung reicht trotzdem nicht aus, um das Gehirn zu infizieren. "Das Auftreten eines Ohrwurms ist immer unwillkürlich", erklärt Jan Hemming. Ein Musiker kann ihn nicht planen, ein Musikhörender nicht vorhersehen. Professionelle Songwriter setzen in ihren Liedern natürlich gezielt eingängige Elemente ein. Das macht vieles gefälliger, steigert den Wiedererkennungswert, letztlich den Erfolg eines Liedes - und die Chance, zum Ohrwurm zu werden. Eine "Ohrwurmformel" gebe es aber nicht, betont Hemming.

Unkalkulierbares Risiko

Es kann sein, dass sich die akustische Endlosschleife schon nach einmaligem Hören im Kopf einnistet. Manchmal passiert das erst nach Tagen, oft erwischt man sich beim Ohrwurm-Singen aber auch einfach so mitten im Jahr, ohne konkreten Hör-Auslöser. Ebenso unmöglich zu kalkulieren ist die Dauer: Vielleicht lässt einen der Ohrwurm schon nach einigen Minuten wieder in Frieden, vielleicht verschwindet er aber auch erst nach Wochen wieder aus dem Kopf.

Weg mit dem Wurm!

Wie kann man einen Ohrwurm wieder los werden? "Indem man sich auf etwas anderes konzentriert", empfiehlt Jan Hemming. Also an die fällige Steuererklärung denken, andere Musik als Gegenprogramm hören, die offensichtlich unterfordernde Tätigkeit schnell beenden und das Gehirn wieder mit einer neuen Beschäftigung fordern. Laut einer Studie aus England soll auch Kaugummikauen helfen. Natürlich können Sie sich auch einfach über eine nette Erinnerung freuen: Hemming hat herausgefunden, dass zwei Drittel aller Ohrwürmer als angenehm empfunden werden. "Unangenehme bleiben allerdings stärker in Erinnerung." Na dann: "Feliz Navidad, Feliz Navidad ..."

Ohrwürmer sind ansteckend

Sollten Sie jetzt zufälligerweise einen Ohrwurm haben: Probieren Sie doch mal, ihn weiterzugeben! Summen Sie ihn ganz leise, ganz zufällig, ganz nebenbei einem Freund oder Familienmitglied vor. Es wird nicht lange dauern und Ihr Gegenüber wird genau dieses Lied zum Besten geben. Ohrwürmer sind hochgradig ansteckend! Und vor lauter Schadenfreude darüber vergessen Sie vielleicht Ihren eigenen wieder. "What a wonderful dream"!

Was knackt beim Fingerknacken?

Finger ziehen

Manche Menschen können ihre Finger so auseinanderziehen, dass es dabei zu einem ploppenden Geräusch kommt. Doch was knackt hier eigentlich? Es gibt viele Theorien ...

Zerplatzen Blasen?

Allen ist eines gemeinsam und zwar, dass das Knacken seinen Ursprung irgendwo im Gelenkspalt haben muss. Dieser Raum ist ziemlich schmal und mit Gelenkflüssigkeit gefüllt. Einige Wissenschaftler vermuten, dass der Knacklaut deswegen entsteht, weil eine Blase im Gelenkspalt zerplatzt.

Knallen Bänder?

Andere sagen genau das Gegenteil: Die Oberflächen der Gelenkflächen bewegen sich voneinander weg und so entstehen unter Unterdruck in der Flüssigkeit Gasblasen. Diese sogenannte Tribonucleation sei verantwortlich für die Geräusche und nicht das Zerplatzen. Zu guter Letzt sind auch die Bänder an den Fingergelenken im Visier der Forscher. Wenn die Bänder nach dem Ziehen zurückschnellen, könnten sie das laute Geräusch verursachen, wie bei einer Peitsche.

Blick ins Innere

Forscher aus Alberta in Kanada wollten das nun genau wissen. Dazu legten sie einen Studienteilnehmer in einen Kernspintomografen und befestigten alle zehn Finger nacheinander mit einer Art Verband an einem starken Kabel. Dann wurde das Kabel so lange gezogen, bis der jeweilige Finger knackte. Währenddessen blickten die Forscher mit dem Kernspintomografen laufend in das Gelenk hinein und spitzten die Ohren.

Blase im Vakuum knackt

Das Resultat: Wenn die Fingergelenke auseinandergezogen wurden, entfernten sich kurzzeitig die Gelenkflächen voneinander, es entstand ein Hohlraum, eine kleine Blase. In dem Moment knackten die Finger. "Es ist ein bisschen so, als ob ein Vakuum gebildet wird. Wenn sich die Gelenkoberflächen plötzlich trennen, ist keine Flüssigkeit mehr vorhanden, die das zunehmende Gelenkvolumen füllen kann", sagt Greg Kawchuk von der University of Alberta. So werde das Geräusch erzeugt, nicht dadurch, dass die Blase wieder zusammenfällt, und damit ist zumindest in diesem einen Fall die Tribonucleation bestätigt.

Finger knacken nicht gefährlich

Übrigens: Vielen Menschen stellt es ja die Nackenhaare auf, wenn jemand neben ihnen mit den Fingern ploppt. Doch dass das schädlich für die Gelenke ist, hat bislang noch niemand nachweisen können.

Warum wird Juckreiz vom Kratzen schlimmer?

Juckreiz in Ruhe lassen

"Nicht kratzen!", das hört so ziemlich jedes Kind von seinen Eltern, wenn es dem Mückenstich am Arm nur zu nahe kommt. "Dann wird's nur noch schlimmer!". Aber warum eigentlich? Forscher der Washington University School of Medicine in den USA sind dem Mechanismus jetzt auf die Schliche gekommen.

Schmerz gegen Juckreiz

Wer sich an der Haut kratzt, trickst seine Nervenzellen im Rückenmark aus. Denn statt des Juckreizes melden sie nun Schmerzreize an das Gehirn. Das Jucken geht zurück. Doch leider nicht für lange.

Glücksbotenstoffe feuern den Teufelskreis an

Denn das Gehirn reagiert auf den Schmerzreiz - indem es einen Hirnbotenstoff ausschüttet, das Serotonin, das auch für Suchtzustände mitverantwortlich ist. Es soll den Schmerz lindern und wandert das Rückenmark hinab bis zur schmerzenden Stelle. Und nun geht der Teufelskreis los, denn Serotonin verstärkt unglücklicherweise den Juckreiz. Man muss sich also kratzen, damit der Juckreiz wieder weggeht. Besser ist es also, erst gar nicht damit anzufangen.

Wie viel Wasser ist gesund?

Wie viel Wasser kann der Körper aufnehmen?

Bevor ein Mensch auf Toilette muss, vergehen maximal 3,5 Stunden Zeit. In dieser Zeit kann der Magen drei bis sechs Liter, der Darm bis zu 15 Liter, die Harnblase 1,5 bis drei Liter aufnehmen und rund ein Liter Wasser geht ins Blut und Gewebe. Das sind insgesamt maximal 25 Liter Flüssigkeit. Trinkt man zu viel Leitungswasser auf einmal, nimmt die Salzkonzentration im Blut ab. Der Körper möchte das ausgleichen und Wasser strömt aus den Blutgefäßen in die umliegenden Zellen und bringt diese zum Platzen. Das nennt der Mediziner Wasservergiftung.

Wie man richtig trinkt

Darum lautet die Empfehlung: Man sollte ungefähr eineinhalb bis zwei, zweieinhalb Liter am Tag trinken. Doch neben der Menge ist der Zeitpunkt wichtig, wann wir trinken: Am besten man trinkt Wasser über den Tag verteilt und immer in kleinen Mengen. An einem ruhigen Wintertag verliert der Körper rund einen halben Liter Wasser. An einem heißen Sommertag dagegen rund vier Liter, bei intensivem Sport leicht das Doppelte. Trocknet dann der Körper aus, muss nicht nur das Herz schwerer arbeiten, auch das Gehirn hat Probleme beim Denken.

Warum werden Finger im Wasser schrumpelig?

Schrumpelhaut nach langem Bad

Wer lange in der Badewanne sitzt, bekommt schrumpelige Finger und Zehen. Lange dachte man, das liegt daran, dass die Haut aufweicht und dann aufquillt. Forscher von der Universität Newcastle konnten aber Anfang 2013 zeigen: Das vegetative Nervensystem sorgt dafür, dass die Haut im Wasser faltig wird: Es verengt die feinen Blutgefäße, und das führt dazu, dass sich die Haut nach innen zieht.

Was haben wir von Schrumpelfingern?

Aber warum lässt der menschliche Körper die Haut an Fingern und Zehen unter Wasser Falten schlagen? Um diese Frage zu klären, machten die Wissenschaftler ein Experiment: Sie ließen zwanzig Testpersonen Glasmurmeln aus einem Behälter nehmen und in einen anderen legen.

Glaskugeln unter Wasser

In der ersten Runde lagen die Kügelchen unter Wasser, im zweiten Durchgang waren sie trocken. Diesen Versuch führten die Teilnehmer zuerst mit trockenen Händen durch, dann mit Fingern, die sie zuvor eine halbe Stunde in warmes Wasser getaucht hatten und entsprechend schrumpelig waren. Dabei zeigte sich: Die Probanden konnten trockene Gegenstände immer schneller als feuchte von einem Ort zum anderen legen. Dabei spielte es keine Rolle, ob ihre Finger schrumpelig waren oder nicht.

Schrumpelhände greifen Nasses besser

Feuchte Gegenstände hingegen bewegten die Versuchspersonen deutlich schneller, wenn ihre Haut an den Fingern faltig war. Schrumpelhaut hat also anscheinend einen Vorteil, wenn man mit feuchten Gegenständen hantiert, meinten die Forscher aus Newcastle.

Zweifel in Berlin

Forscher vom Max-Delbrück-Centrum (MDC) für Molekulare Medizin in Berlin-Buch hegten allerdings Zweifel an dem Forschungsergebnis aus Nordengland. Deshalb wiederholten sie kurz nach dessen Veröffentlichung das Experiment. Julia Haseleu und Damir Omerbasic vom MDC ließen vierzig Probanden mit aufgeweichten und trockenen Händen nasse wie trockene Gegenstände greifen und in eine kleine Öffnung bugsieren, darunter auch Glasmurmeln wie in Newcastle.
Das Ergebnis des Berliner Experiments lautete: Schrumpelfinger bringen keine Nachteile, aber auch keinerlei Vorteile. Tastsinn und Fingerfertigkeit blieben ebenfalls gleich. "Ob Schrumpelfinger überhaupt von Vorteil sind, ist fraglich. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie eher ein Nebeneffekt der Gefäßverengung sind", sagte Haseleu.

Wie Reifenprofil auf den Fingern

Zum Berliner Ergebnis passt auch, dass die Neurowissenschaftler aus Newcastle keine Theorie dafür hatten, warum Menschen mit Schrumpelfingern nasse Gegenstände besser greifen können sollten. Sie vermuteten, dass die Falten auf Fingern und Handflächen das Wasser wie das Profil eines Autoreifens ableiten, um die Griffigkeit zu verbessern. Sie hielten es aber auch für denkbar, dass sich Hauteigenschaften wie Flexibilität oder Haftfähigkeit ändern.

Gänsehaut vom Kreidequietschen?

Schon der Gedanke daran schmerzt

"Kreide quietscht auf Tafel" gehört zu den unangenehmsten Geräuschen dieser Welt. Wir zucken zurück und bekommen manchmal schon alleine beim Gedanken daran eine Gänsehaut - warum eigentlich?

Gefahrquietschen

Kreidequietschen und Messer-auf-Teller-Quietschen erzeugen sehr hohe Frequenzen: 2.000 bis 5.000 Hertz - in dieser Tonlage liegen auch hohes Kreischen und Schreien. Die Geräusche wiederum lösen einen Alarm im Gehirn aus, denn Schreien oder Kreischen sind bei uns evolutionär als "Gefahr" abgespeichert.

Migräne und Autismus

Bei diesen Tonhöhen schaltet sich dann sofort ein Gehirnteil ein, der für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist: die Amygdala. Sie löst die Abwehrreaktion und die Überempfindlichkeit aus und wir halten uns am liebsten die Ohren zu. Interessant ist, dass Menschen mit Migräne oder Autismus auch besonders geräuschempfindlich sind - vielleicht reagiert bei ihnen die Amygdala besonders stark, sagen Forscher.

Die Top Ten der unangenehmsten Geräusche

In einem Experiment bewerteten die Versuchsteilnehmer das Geräusch von Messer oder Gabel auf Glas als am unangenehmsten, direkt danach kam das Quietschen der Kreide auf der Tafel. Das Kreischen einer Frau, das Quietschen einer Fahrradbremse und das Weinen eines Babys waren auch unter den Top Ten.

Babylachen mögen alle

Babylachen, Applaus und überraschenderweise auch Donner gehören zu den angenehmeren Geräuschen, das liegt wohl daran, dass diese Geräusche eher tief klingen und hohen Schwankungen haben. Das scheinen wir Menschen als weniger bedrohlich zu empfinden.

Wieso vergeht die Zeit im Alter schneller?

Zeitmesser Gehirn

Eigentlich vergeht sie immer gleich schnell, die Zeit. Doch je älter wir werden, desto schneller - so scheint uns zumindest. Aber wieso? Auch im Alltag verrinnt die Zeit unterschiedlich schnell - an der Bushaltestelle ganz anders als im Kino. Unser Gehirn kann Zeit nicht so objektiv wie eine Uhr messen. Aber wie nehmen wir die Zeit wahr?

Mal kurz, mal lang

Wenn viel passiert, dann muss unser Gehirn viel verarbeiten. Die Zeit vergeht uns in diesem Moment schnell, weil wir abgelenkt sind. Je mehr Ereignisse, desto schneller. Wenn wir aber zurückblicken, misst unser Gehirn die Zeit anders. Es greift auf die Anzahl der erinnerten Ereignisse zurück, um die gefühlte Zeit zu "messen". Der gleiche Zeitraum erscheint in unserer Erinnerung sehr lange, weil ja so viel los war. Das Warten auf den Bus wirkt dagegen auf einmal kurz. Es ist ja nichts passiert.

Alter Hut im Alter

Wenn wir jung sind, erleben wir tausend neue Sachen, müssen ständig frische Eindrücke verarbeiten. Ein Berg an Erinnerungen bildet sich. Im Rückblick für unser Gehirn: eine lange, lange Zeit. Im Alter haben wir dagegen schon viel erlebt, vieles ist Routine und nur wenige Ereignisse werden als "neu" in unser Gedächtnis eingetragen. Da "tickt" der Zeiger unserer Erinnerung viel schneller und rückblickend wirkt es, als ob die Zeit schneller vergeht.

Lebenstempo-Limit

Es könnte noch andere Gründe dafür geben, dass im Alter die Zeit zu galoppieren scheint. Vielleicht ist das Zeitempfinden an die Körperfunktionen gekoppelt: Die werden im Alter langsamer, das Lebenstempo sinkt - die Zeit außenrum scheint zu beschleunigen. Oder die schrumpfende Zukunft wirkt auf die Zeitperspektive: Haben wir noch viel Zeit vor uns für unsere vielen Pläne, können wir entspannt bleiben: Wir haben Zeit. Doch je näher der Lebensabend rückt, umso hektischer wird es: Die Zukunft dauert nicht mehr lang, die Zeit verrinnt wie im Flug.

Warum funkt's beim Händeschütteln?

Eine gewischt bekommen

Eigentlich wollte man dem Kollegen nur die Hand schütteln - und ihm nicht noch eine mitgeben. Häufig macht's aber genau dann, wenn sich die Hände berühren, "peng". Besonders heftig kommt's, wenn man wenig später auch noch vom Fenster- oder Türgriff eine gewischt bekommt. Warum fliegen beim Anfassen die Funken?

Elektrostatische Auf- und Entladung

Gabriele Schrag von der Technischen Universität in München kann das Phänomen erklären: "Das entsteht durch elektrostatische Aufladung: Verschiedene Materialien reiben aneinander. Wenn man entsprechend isoliert ist, bildet sich eine elektrische Spannung. Fasst man dann etwas an, das leitet, entlädt sich die elektrische Spannung, was man als Funken spürt."

Weil der menschliche Körper ein Leiter ist, entlädt man sich praktisch gegenseitig, wenn man sich berührt. Doch auch Metall ist ein Leiter und so kann auch das Öffnen von Türen und Fenstern kurzfristig schmerzhaft sein.

Aufladestationen und -zeiten

Möglichkeiten, sich elektrostatisch aufzuladen, gibt es viele: Das passiert zum Beispiel beim Tragen von synthetischer Kleidung und Schuhsohlen aus Gummi oder beim Laufen auf Teppichböden.

Besonders in geschlossenen Räumen - und deshalb auch so oft im Büro - funkt's unangenehm: Die kleinen Stromschläge treten nämlich gehäuft auf, wenn die Luft sehr trocken ist, dann können sich die Ladungen nicht abbauen. Besonders trocken ist die Luft im Winter, weshalb wir in der kalten Jahreszeit öfter einen Schlag abbekommen.

Sind die kleinen Stromschläge schädlich?

Oberarzt Prof. Dr. Stephan Kääb vom Klinikum Großhadern in München beruhigt: "Gefährlich sind sie nicht, es können keine bleibenden Schäden entstehen. Dazu ist die Stromstärke einfach zu gering." Effekte auf das Herz-Kreislauf-System schließt er aus.

Anders sieht es bei der Spannung von 220 Volt aus, die durch unsere Stromleitungen fließt: Wer in eine Steckdose fasst oder Reparaturen an einem freigelegten Kabel versucht, und dabei einen Stromschlag bekommt, muss mit Folgen von Brandverletzungen bis hin zu schweren Herzrhythmusstörungen rechnen.

Damit der Funke nicht so leicht überspringt

Die kleinen Stromschläge im Alltag sind einfach nur lästig. Mit ein paar Tricks kann man ihnen aber den Saft abdrehen: die Raumluft im Winter feucht halten, Kleidung aus Naturfasern und Schuhe mit Ledersohlen anziehen, noch im Sitzen einen Metallgegenstand berühren, Klinken mit der ganzen Hand anfassen oder zuerst mit einem Metallgegenstand, einem Schlüssel etwa, berühren.

Und wenn der Funke doch noch manchmal überspringt: Einfach nicht erschrecken, kann ja nichts passieren, beim kleinen privaten Feuerwerk.

Warum werden wir immer größer?

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