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Alltagswissen Rätsel rund um Himmel & Erde

Ist überall gleichzeitig Vollmond? Und warum ist der überhaupt manchmal so riesig? Warum ist der Himmel nachts schwarz, aber tagsüber blau? Und woher kommt das Abendrot? Himmlische Fragen, irdische Antworten ...

Stand: 05.09.2015

Fragen des Alltags: Himmel und Erde | Bild: picture-alliance/dpa

Warum ist der Nachthimmel dunkel?

Wenn Stern um Stern am Himmel stehn

Nachthimmel

Wenn der Tag zu Ende geht und die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, wird es dunkel. Aber warum eigentlich? Ist nicht das ganze unendlich weite All voller leuchtender Sterne? Bei dieser Dichte müsste doch Stern neben Stern stehen und unseren Nachthimmel erhellen?

Eine uralte Frage

Die Frage nach dem dunklen Nachthimmel ist ein recht altes Problem, das schon Astronomen im 16. Jahrhundert beschäftigt hat. Wenn man davon ausgeht, dass unser Universum unendlich groß ist und unendlich viele leuchtende Sterne hat, müsste der Nachthimmel taghell sein, weil es in keiner Sichtrichtung eine sternfreie und damit dunkle Stelle am Nachthimmel geben dürfte. Johannes Kepler führte 1610 den dunklen Nachthimmel als Argument gegen die Vorstellung eines unendlichen Universums an.

Riesige, leere Räume

Für den dunklen Nachthimmel gibt es mehrere Gründe: Erstens ist die Dichte der Sterne nicht überall gleich hoch. Sterne sammeln sich in Galaxien, diese in Galaxienhaufen. Die Räume dazwischen sind leer und riesig groß.

Wenn das Licht zu weit weg ist

Zweitens ist aus heutiger Sicht unser Universum endlich, noch relativ jung und dabei zu wachsen. Deshalb können wir nicht alle Sterne sehen: Ihr Licht ist noch nicht bei uns angekommen - entweder, weil der Stern zu jung oder zu weit weg ist.

Unsichtbares Licht

Drittens entfernen sich viele Sterne durch die Ausdehnung des Universums von uns. Dadurch verschiebt sich die Frequenz ihres Lichts in einen langwelligeren Bereich. Ab einer bestimmten Entfernung ist es für unser Auge unsichtbar - der Stern verschwindet vom Firmament.

Vier Vollmondnächte in einem Monat - wie geht das?

Vier Vollmondnächte in einem Monat

In jedem Monat gibt es eine Vollmondnacht. Und meist auch nur genau eine. Aber im Juli 2015 gab es gleich vier Nächte mit Vollmond. Wie kann das sein?

Blauer Mond

Alle 29,5 Tage ist Vollmond. Ein Monat hat aber meist 30 oder 31 Tage. Daraus ergibt sich, dass hin und wieder in einem Monat der Mond zweimal voll wird: einmal zu Monatsbeginn, das andere Mal am Monatsende. Besonders häufig kommt das nicht vor - durchschnittlich nur alle 2,4 Jahre. Und weil ein zweiter Vollmond im gleichen Kalendermonat so selten ist, wird er "Blauer Mond" genannt.

Vollmond - nur ein Moment

Vollmond ist streng genommen nur ein Moment: Der Augenblick, in dem der Mond auf seiner steten Bewegung um die Erde aus unserer Sicht der Sonne genau gegenüberliegt und voll angestrahlt wird. Dieser exakte Vollmondzeitpunkt ist nicht immer nachts. Beispielsweise war am 2. Juli 2015 um 4.20 Uhr morgens Vollmond.

Doppelte Vollmondnacht, und das zweimal

Als der Mond am Abend des 1. Juli 2015 gegen halb neun Uhr aufging, war seine Scheibe schon zu 99,8 Prozent beleuchtet. Am 2. Juli, dem offiziellen Vollmonddatum, war seine Scheibe abends "nur" noch zu 99,2 Prozent beleuchtet. Für unser Auge schien einfach an beiden Abenden der Vollmond.

Ende Juli geschah noch einmal dasselbe: Am 31. Juli 2015 um 12.37 Uhr war erneut Vollmond. Am Abend des 30. Juli war der Mond schon zu 99,3 Prozent voll, am Abend darauf noch zu 99,7 Prozent. Wir erlebten nochmal zwei Vollmondnächte hintereinander, zum zweiten Mal in dem Monat.

Wie schwer ist die Erde?

Warum ist der Himmel blau?

Eigentlich ist er ja schwarz

Die Bilder aus dem Weltall zeigen es: Eigentlich ist der Himmel ja schwarz. Warum erscheint er uns auf der Erde als blau?

Gestreutes Sonnenlicht

Das weiße Licht der Sonne besteht aus rotem, blauem und grünem Licht. Trifft das kurzwellige blaue Licht auf die Luftmoleküle unserer Atmosphäre, wird es herausgefiltert und weit gestreut, die anderen Lichtfarben dagegen nicht. Das ist die so genannte Rayleigh-Streuung: Das weit gestreute Blau gibt unserem Himmel seine Farbe.

Woher kommt das Abendrot?

Weiße Sonne, mal gelb, mal rot

Abendroter Himmel

Im Weltall ist auch zu erkennen, dass die Sonne eigentlich weiß ist. Wieso sehen wir sie als gelb? Und warum wird sie morgens und abends auch noch rot?

Der große Filter

Weil unsere Atmosphäre das blaue Licht aus dem weißen Sonnenlicht herausfiltert, dringen nur noch ihr grünes und rotes Licht zu uns durch - in der Mischung gelb. Steht die Sonne tief am Horizont, müssen ihre Strahlen schräg durch noch mehr Atmosphäre. Dadurch wird auch das grüne Licht herausgefiltert - übrig bleibt das Abend- oder Morgenrot.

Wie entsteht eine Sonnenfinsternis?

Warum ist der Mond manchmal so riesig?

Rätselhaftes Gestirn

Ist überall gleichzeitig Vollmond?

Sie saßen vielleicht auch schon einmal am anderen Ende der Welt, haben den Vollmond bewundert und sich gefragt, wie der Mond wohl gerade bei den Lieben daheim aussieht: Ist er auch voll, ist er halb oder ist er gar nicht da?

Vollmond für alle!

An Vollmond ist Vollmond - überall! Was wir vom Mond sehen, ist seine sonnenbestrahlte Fläche. Während die Erde sich in 24 Stunden einmal um sich selbst dreht, verändert der Mond in dieser Zeit seine Position nur um ein Dreißigstel seiner Umlaufbahn. Das ändert kaum etwas an der Größe der Fläche, die von der Sonne angestrahlt wird. Der Mond sieht gleich aus, egal, wer ihn von welchem Fleck der Erde aus betrachtet.

Der kleine Unterschied

Und doch gibt es einen Unterschied: Natürlich kann man ihn nicht von allen Orten der Welt aus zum exakt gleichen Zeitpunkt sehen. Innerhalb von 24 Stunden sieht er mit ein paar Stunden Zeitunterschied aber von überall aus gleich aus - zumindest in der Form! Nur der Winkel ist nicht derselbe: Es kann zum Beispiel sein, dass die Mondsichel in Australien auf "Bauch" oder "Rücken" liegt, bei uns jedoch auf der Spitze steht.


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