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Rodler auf Medaillenjagd Heim-WM am Königssee soll golden werden

Die deutschen Rodler um die Topstars Felix Loch und Natalie Geisenberger starten am Freitag als absolute Favoriten in die Heim-Weltmeisterschaften am Königssee. Erstmals werden sieben Goldmedaillen vergeben - so viel wie noch nie.

Stand: 27.01.2016

Natalie Geisenberger und Felix Loch | Bild: picture-alliance/dpa

Auf der Jagd nach dem WM-Rekord muss Felix Loch nicht nach dem Weg fragen. Gerade mal zehn Minuten braucht der Olympiasieger von seiner Haustür bis zur Rodelbahn am Königssee. Näher als der 26-Jährige hat es kein anderer WM-Teilnehmer. Ab Freitag steigen hier im Berchtesgadener Land die Weltmeisterschaften, und nicht nur Loch kennt jeden Zentimeter der Bahn. Das gesamte deutsche Team kennt sich hier bestens aus und macht Jagd auf die Medaillen.

Felix Loch: "Freue mich sehr darauf"

"Vor den eigenen Fans anzutreten, das ist etwas ganz Besonderes, ich freue mich sehr darauf", sagt Loch, und es gibt einen besonderen Anreiz. So viele Goldmedaillen wie nie zuvor werden am Königssee vergeben, dafür sorgt eine WM-Premiere: Vor den Rennen der Doppelsitzer, Frauen (jeweils Samstag) und Männer (Sonntag) werden bereits am Freitag in jeder Disziplin die neu eingeführten Sprints ausgetragen. Mit der abschließenden Teamstaffel macht das gleich siebenmal die Chance auf Gold.

Größte Konkurrenz aus dem eigenen Team

Und es spricht nichts dagegen, dass alle Goldmedaillen in Deutschland bleiben. Loch will nach dem überraschenden zweiten Platz bei der WM 2015 in Lettland seinen Status als weltbester Rodler unterstreichen, seine Teamkollegen Natalie Geisenberger (Miesbach) und Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) im Doppel treten gar als Olympiasieger und Weltmeister an. Und auch die größten Konkurrenten der Bayern kommen aus Deutschland, so ist Tatjana Hüfner (Friedrichroda) und Dajana Eitberger (Ilmenau) ein Sieg gegen Geisenberger zuzutrauen. Und im Doppel wollen Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) mal wieder ein erfolgreiches Kapitel im ewigen Duell mit Wendl/Arlt schreiben.

Zuversicht allenthalben - auch beim Hackl Schorsch

Auch im Doppelsitzer kommen die Favoriten aus Bayern: Tobias Wendl und Tobias Arlt.

Die Euphorie ist groß vor der Heim-WM, der Glaube an die eigene Stärke ebenfalls - zumindest bis zum Jahreswechsel waren Zweifel daran durchaus erlaubt, denn die Saison begann holprig für Deutschlands beste Rodler. Bis zum vierten Weltcup mussten Loch und Geisenberger auf ihren jeweils ersten Sieg des Winters warten, gerade Loch wurde durch eigene Fehler zurückgeworfen. Aufs Gemüt habe das jedoch zu keinem Zeitpunkt gedrückt, beteuert er. "Ich weiß ja, was ich kann, und daran habe ich nie gezweifelt", so Loch, der wie Geisenberger pünktlich zur WM wieder den Gesamtweltcup anführt: "Mein Selbstvertrauen war immer intakt. Es waren einfach individuelle Fehler."

Rechtzeitig zur Heim-WM stimmt die Form wieder, und der immer optimistische Georg Hackl,Teil des deutschen Trainerteams, versprüht viel Zuversicht: "Man kann den Heimvorteil in unserer Sportart einfach nicht leugnen."

Quelle: wp/sid


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