Sport - Wintersport


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DSV-Alpinsportdirektor Wolfgang Maier "Der Skisport ist nicht unsicherer geworden"

Der alpine Skirennsport ist und bleibt eine Risikosportart. Ja. Aber der Skisport ist nach dem Todesfall des Partenkirchners Max Burkhart "nicht unsicherer" geworden. Das sagt DSV-Alpinsportdirektor Wolfgang Maier im Gespräch mit BR Sport.

Stand: 07.12.2017

Wolfgang Maier Sportdirektor des DSV  | Bild: dpa-Bildfunk

Erst der Franzose David Poisson, nun der deutsche Nachwuchsfahrer Max Burkhart. Der alpine Skisport sieht sich plötzlich wieder mit der alten Diskussion über die Sicherheit konfrontiert. Aber ist die Frage nicht berechtigt, ob der Skisport ein Sicherheitsproblem hat?

"Die Betroffenheit im DSV und bei allen Teams ist sehr groß."

Wolfgang Maier

Nein, sagt Maier, auch angesichts des tragischen Todesfalls des 17-jährigen Partenkirchners: "Der Skisport ist nicht unsicherer geworden." Maier weiß, dass alles, was er zu dem aktuellen Unglücksfall sagt, auf die Goldwaage gelegt werden wird. "Es ist schwierig zu erklären. Aber aufgrund der Verkettung von misslichen Umständen ist es jetzt zweimal kurz hintereinander zu Unfällen gekommen. Das war so nicht vorstellbar, aber sie sind passiert."

Pauschalanklagen unangebracht

Pauschalanklagen seien trotzdem unangebracht, findet Maier, auch weil die beiden Fälle nicht miteinander vergleichbar seien: Burkhart sei "auf einer Weltcupabfahrt (in Lake Louise, d. Red.) gestürzt, wo Sicherheit auf sehr hohem Niveau präsent war, wo vor zwei Wochen noch Weltcuprennen waren. Er ist in ein A-Netz gestürzt." Im Fall Poisson vor wenigen Wochen im kanadischen Nakiska war die Sicherheitslage eine völlig andere.

Keine direkten Augenzeugen

Zum genauen Hergang des Unfalls will Maier nichts sagen: "Wir wissen schon bestimmte Dinge, aber die geben wir auf keinen Fall preis, weil wir keinen direkten Augenzeugen haben." Zustängig für weitere Details seien die kanadischen Behörden, nicht der DSV. Klar ist nur: Es war ein Training für ein Abfahrtsrennen, für das ihn der DSV zwar gemeldet hat, das aber sein US-College ausgewählt hat. Auch die Betreuung des Sportlers lag beim College.


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