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Biathlon in Ruhpolding Wierer sicher im roten Trikot

Beim Weltcup in Ruhpolding verpasste Franziska Hildebrand im Einzel nur knapp den nächsten Podestplatz. Sie musste sich nur der Italienerin Dorothea Wierer, Kaisa Mäkäräinen (FIN) und Gabriela Soukalova (CZE) geschlagen geben.

Stand: 14.01.2016

Italienerin Dorothea Wierer  | Bild: dpa-Bildfunk

Mit dem starken Auftritt und drei Siegen im Rücken zählten auch beim zweiten Heim-Weltcup in Ruhpolding die deutschen Damen zu den Favoritinnen. Als erste DSV-Biathletin ging Sprintsiegerin Franziska Hildebrand mit Startnummer 13 ins Rennen, dann folgten Vanessa Hinz (26), Maren Hammerschmidt (35), Doppel-Siegerin Laura Dahlmeier (40), Miriam Gössner (75) und Karolin Horchler (99).

Fünf mal drei Kilometer und vier Schießeinlagen

Im Einzel wird jeder Schießfehler mit einer Strafminute belegt, deshalb war am Schießstand allerhöchste Konzentration gefordert. Im roten Trikot der Spitzenreiterin stand Dorothea Wierer (0/) unter besonderer Beobachtung. Die Italienerin traf sicher und war auch auf der Strecke eine Bank. Auch Gabriela Soukalova (0/1/0/0) lief ein starkes Rennen. Doch Kaisa Mäkäräinen setzte sich dank der besseren Laufleistung noch vor der Tschechin durch.

Doch auch eine Deutsche war nah am Podestplatz: Franziska Hildebrand (1/0/0/0) kassierte zunächst eine Strafminute, dann lief sie jedoch in der Loipe und auch am Schießstand zur Topform auf. Die 28-Jährige behielt die Nerven und blieb an Soukalova dran, musste sich im Ziel aber hinter ihr auf Platz vier einreihen. "Es ist immer schön, wenn man da ganz vorne mitlaufen kann", freute sich Hildebrand über die starke Platzierung.

Ein Fehler zu viel

Hoffnungsträgerin Laura Dahlmeier (0/0/0/1) holte sich zwar gleich im ersten Schießen mit einer Null die Bestätigung für eine anhaltend gute Leistung. Doch zwei Mal wackelte die souveräne Bayerin kurz und kassierte dafür zwei Strafminuten. Damit war der Traum vom nächsten Sieg schon geplatzt. Mit einem Rückstand von 1:41 Minuten blieb sie aber in den Top-Ten. Es ist immer noch eine Top-Ten-Platzierung. Mit dem Ergebnis kann ich leben", sagte die 22-Jährige. "Das ist Biathlon, da werden die Karten jeden Tag neu gemischt."

Teamkollegin Vanessa Hinz (0/1/0/1) musste nur Stehend jeweils einen Fehler wegstecken, das reichte im Ziel für Rang 24. Zwei Plätze hinter Maren Hammerschmidt (0/1/0/1), die 26-Jährige legte mit ebenfalls nur zwei Fehlern einen starken Auftritt hin. Bei Miriam Gössner (2/1/2/1) schlug dagegen der Fehlerteufel wieder zu. Die 25-Jährige präsentierte sich gewohnt laufstark, holte sich aber mit insgesamt sechs Fehlern einen Dämpfer auf dem Weg in die angestrebte Spitzengruppe ab. Als letzte DSV-Athletin ging Karolin Horchler ins Rennen. Mit zwei Fehlern lief sie immerhin noch unter die Besten 40.


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