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Biathlon Deutsche Frauen nicht zielsicher

Kein Podestplatz für die deutschen Damen im ersten Rennen beim Heim-Weltcup in Ruhpolding: Laura Dahlmeier & Co. schwächeln am Schießstand. Den Sieg sicherte sich die fehlerfreie Italienerin Dorothea Wierer.

Stand: 11.01.2018

Laura Dahlmeier | Bild: picture-alliance/dpa

Die Entscheidung in Ruhpolding fiel am Schießstand - und dort war Dorothea Wierer im Einzelrennen perfekt. 20 Schuss, 20 Treffer - die starke Schießleistung rettete der Italienerin den Sieg. Denn die zweitplatzierte Finnin Kaisa Mäkäräinen kam mit einem Fehler und einer Strafminute nur 12,7 Sekunden hinter Wierer als Zweite ins Ziel.

DSV-Biathletinnen verschenken Podestplätze am Schießstand

Die deutschen Athletinnen enttäuschten: Laura Dahlmeier, die von einer Erkältung geschwächt vorzeitig aus Oberhof abgereist war, wirkte in Ruhpolding in der Loipe wieder stark. Allerdings klappte es mit dem Schießen nicht so recht. Als Führende kam sie zum dritten Anschlag, drei Fehlschüsse kosteten sie da schon einen möglichen Podestplatz. Ein vierter Fehler im vierten Schießen sorgte dafür, dass Dahlmeier mit deutlichem Rückstand von 3:58,8 Minuten ins Ziel kam. Was sie trösten dürfte: Kriegt sie auch das Schießen nach ihren Krankheitspausen wieder in den Griff, dürften auch Podestplätze schnell wieder kommen.

Herrmann die Schnellste in der Loipe

Auch Denise Herrmann war wieder einmal stark in der Loipe, patzte aber am Schießstand: Mit fünf Fehlschüssen kam sie wie Dahlmeier weit abgeschlagen ins Ziel. Mit 3:42,3 Minuten Rückstand auf Siegerin Wierer unterstrich Herrmann aber einmal mehr ihre Ausnahmeklasse in der Loipe mit der schnellsten Laufzeit aller Starterinnen.

Hammerschmidt beste Deutsche

Besser am Schießstand waren Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt und Franziska Preuß. Hildebrand kam mit "nur" drei Schießfehlern und 2:09,2 Minuten Rückstand ins Ziel, Preuß - ebenfalls drei Fehler - mit 3:31,5 Minuten Rückstand. Beste Deutsche im ersten Damenrennen von Ruhpolding war Hammerschmidt mit zwei Schießfehlern. 1:51,2 Minuten Rückstand bedeuteten aber, dass auch sie einen Top-Ten-Platz verpasste.

Überraschung durch Crawford

Wie am Vortag mit Platz vier für Roman Rees gab's auch im Damenrennen eine dicke Überraschung. Die Kanadierin Rosanna Crawford, im Weltcup auf Platz 79 und im Rennen noch nie besser als 39., lieferte das wohl beste Rennen ihrer Karriere und lief ohne Schießfehler auf Rang drei zum ersten Podestplatz ihrer Karriere.


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