Sport - Volleyball


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Volleyball-Bundesliga Haching ist wieder da - als Tiroler Alpenvolleys

So etwas gab es im deutschen Volleyball noch nie: Ein grenzübergreifendes Projekt wird Teil der Bundesliga. In den Alpenvolleys Haching steckt ein bisschen Oberbayern und ganz viel Österreich. Die Ziele sind ambitioniert.

Stand: 12.10.2017

Alpenvolleys Unterhaching | Bild: alpenvolleys.com, Christian Forcher

An diesem Wochenende startet die Volleyball-Bundesliga in die neue Saison. Wieder mit dabei ist Unterhaching. Zumindest ein bisschen - und dank der Kooperation mit Österreichs Spitzenklub Innsbruck und einer Wildcard durch die Ligaverantwortlichen. Alpenvolleys Haching heißt das ambitionierte Team.

Erst Rang fünf, dann Angriff auf die Spitze

Der Tiroler Manager Hannes Kronthaler hat einen Plan: Langsam starten - und dann gehörig nachlegen. Im ersten Jahr lautet das Ziel Rang fünf, das wäre ein Europacupplatz. Danach wollen die Hachinger aber angreifen: "Dann ist der Dreijahresplan, dass wir da auch in Deutschland im Finale stehen wollen und uns auch langfristig wieder für die Champions League qualifizieren, wo ja Unterhaching und Innsbruck schon gewesen sind", so Kronthaler.

Vorerst nur drei Spiele in Unterhaching

Wie es dazu kam? Den Österreichern wurde es in der heimischen Liga zu langweilig, Haching ist gleichzeitig froh, wieder erstklassig mitzumischen. Ein Win-Win-Situation sagen alle Verantwortlichen. Auch wenn der bayerische Anteil eher gering wirkt: Tirol zahlt, trainiert wird in Innsbruck. Dort finden auch sieben der zehn Ligaspiele statt. Vorerst, sagt der ehemalige Hachinger Trainer und jetzige Geschäftsführer Mihai Paduretu. "Ab der übernächsten Saison werden dann 50 Prozent der Spiele in Unterhaching stattfinden und 50 Prozent der Spiele in Innsbruck."

Kaum deutsche Spieler im Kader

Paduretu hat sich im Sommer mit um den Alpenvolleys-Kader gekümmert. Das alte Innsbrucker Meisterteam bildet den Kern, dazu sechs Neuzugänge aus aller Welt, das macht eine gute Bundesligamannschaft ohne Stars und leider anders als von Paduretu erhofft auch ohne deutsche Topspieler. Die waren auf Grund der spät erteilten Wildcard nämlich kaum mehr zu bekommen.

Saisonauftakt als Außenseiter

Immerhin gehört der 18-jährige Jonas Sagstetter zum Kader. Als Ersatzlibero. Bis wie früher für Unterhaching die halbe deutsche Nationalmannschaft aufläuft, wird’s wohl noch ein bisschen dauern. Vorerst begnügt man sich mit der Außenseiterrolle, erst recht am Sonntag in Friedrichshafen zum Ligaauftakt.


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