Sport - Olympia


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Nordische Kombination Kombinierer Frenzel fährt taktisch klug zu Gold

Kombinierer Eric Frenzel hat mit einem taktisch klugen Rennen Gold gewonnen. Für den 29-Jährigen mit Wohnsitz im bayerischen Flossenbürg ist es bereits der zweite Olympiasieg seiner Karriere. Johannes Rydzek wurde Fünfter, Fabian Rießle Siebter und Vinzenz Geiger Neunter.

Stand: 14.02.2018

Frenzel konnte nach seinem Sieg in Sotschi jetzt auch im südkoreanischen Pyeongchang eine Goldmedaille einfahren. "Mein großes Ziel war es, hier erfolgreich zu sein, dafür habe ich alles andere hinten anstehen lassen", sagte der überwältigte Kombinierer nach seinem Gold-Coup. "Ich habe alles in die Waagschale geworfen. Ich bin am letzten Berg All-in gegangen", so Frenzel. Auch Teamkollege Johannes Rydzek hatte alles gegeben: "Ich kann mit einem coolen fünften Platz heimgehen".

Starke Ausgangsposition für Frenzel

Nach dem Springen von der Normalschanze lag Frenzel bereits auf Medaillenkurs. Der 29-Jährige flog auf 106,5 Meter und ging als Fünfter in den entscheidenden Langlauf über die 10 Kilometer. Der laufstarke Mann aus dem bayerischen Flossenbürg musste 36 Sekunden auf den führenden Österreicher Franz-Josef Rehrl aufholen. "Es ist eine gute Ausgangsposition", sagte Frenzel. Rekordweltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf) hatte von Position elf aus, dagegen einen satten Rückstand von +1:26 Minuten, Vinzenz Geiger (Oberstdorf/+1:41) folgte auf dem 13. Rang.

Eine Enttäuschung erlebte dagegen Fabian Rießle (Breitnau), der auf Platz 16 schon 2:03 Minuten aufholen musste. "Mein Probesprung war gar nicht gut, deshalb bin ich jetzt erleichtert", sagte Geiger. Der überraschend in Führung liegende Rehrl blieb bei seinem Sprung auf 112,0 Meter nur eineinhalb Meter unter dem Schanzenrekord von Andreas Wellinger. Der Skisprung-Olympiasieger hatte am Samstag allerdings deutlich weniger Anlauf gehabt. Der Norweger Jarl Magnus Riiber (+0:15) und Weltcup-Spitzenreiter Akito Watabe (Japan/+0:28) belegen die Ränge zwei und drei.

Frenzel macht das Tempo

Beim Laufen setzte sich Frenzel in der vierköpfigen Spitzengruppe mit den Konkurrenten Riber, Watabe und Klapfer fest. Rydzek kämpfte und machte in der Verfolgergruppe Dampf. Nach sieben Kilometern verschärfte auch Frenzel das Tempo, denn Rydzek war bis auf Platz fünf herangekommen.

Doch den packenden Kampf um die Medaillen lieferten sich auf der letzten Runde nur vier Athleten. Am letzten Anstieg griff dann Ausnahmeathlet Frenzel nocheinmal an. Watabe konnte nicht folgen und Frenzel sprintete verdient zu Sieg. Auch seinen Teamkollegen gelang ein starkes Rennen. Johannes Rydzek lief bis auf Platz fünf vor, Fabian Rießle wurde Siebter und Vinzenz Geiger holte bei seiner ersten Olympiateilnahme Platz neun.


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