Sport - Olympia


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Olympische Winterspiele Russische Sportler nur unter neutraler Flagge dabei

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat Russland wegen des Doping-Skandals von den Winterspielen in Pyeongchang ausgeschlossen. Den russischen Sportlern wird aber ein Start als "neutrale Athleten" ermöglicht.

Stand: 05.12.2017

Russische Fahne vor den olympischen Ringen am Hauptquartier des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne (Schweiz) | Bild: dpa-Bildfunk/Jean-Christophe Bott

Ob russische Sportler allerdings ohne Flagge und Hymne an den Start gehen werden, ist fraglich. Die russischen Olympia-Sportler sollen am 12. Dezember entscheiden, ob sie zu den Winterspielen nach Südkorea fahren oder nicht. Das kündigte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, Alexander Schukow an. Zu der "Olympischen Versammlung" sollten die potenziellen Teilnehmer, Trainer und Verbandsvertreter kommen.

Tausend russische Sportler in Dopingskandal verwickelt

Russland hatte in den Jahren 2011 bis 2015 ein institutionelles Dopingsystem installiert. Darin verwickelt waren laut den Berichten des WADA-Sonderermittlers Richard McLaren rund Tausend Sportler. Ausgelöst wurde der Skandal im Mai 2016 durch den Whistleblower Grigorij Rodtschenkow, den ehemaligen Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors.

Systematische Manipulation

"Es war ein beispielloser Angriff auf die Integrität der Olympischen Bewegung und des Sports", sagte IOC-Präsident Thomas Bach. Darum habe das IOC-Exekutivkomitee ausgewogene Sanktionen für die systematische Manipulation ausgesprochen.

"Dies soll einen Strich unter die schädigende Episode ziehen und als Katlaysator für einen von der WADA geleiteten effektiveren Anti-Doping-Kampf dienen"

Thomas Bach, IOC-Präsident

Wie reagiert Russland?

Man darf nun gespannt sein, wie Russland auf die Strafe reagiert. Für Mittwoch hat Staatspräsident Wladimir Putin eine Stellungnahme angekündigt. Die russischen Verantwortlichen hatten in der Vergangenheit zwar Fehler im Anti-Doping-Kampf eingeräumt, ein staatlich unterstütztes Dopingsystem aber stets bestritten und die Vorwürfe von WADA-Sonderermitter Richard McLaren als westliche Propaganda abgetan.


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